Freitag, 5. Mai 2017

Slowenien – die grüne Lunge Europas

Gruppe der Frauenarbeit in Primus-Truber-Kirche in Ljubljana
Eine Gruppe von der Frauenarbeit des Gustav-Adolf-Werks befindet sich gerade auf der diesjährigen Projektreise der Frauenarbeit. Ziel der Reise ist es, das Jahresprojekt 2018 vorzubereiten, das sich mit den Ländern des ehemaligen Jugoslawiens beschäftigen wird. Gastgeber ist die Evangelische Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Slowenien, eine Partnerkirche des Gustav-Adolf-Werk.
Predjamski Grad - eine mittelalterliche Burg in eine Karsthöhle gebaut
Wer das erste Mal nach Slowenien reist, wird womöglich überrascht sein: Satte grüne Hügel, so weit das Auge reicht. Slowenien ist eines der waldreichsten Länder Europas. In der Ferne ragen die Hochgebirge der Alpen in den Himmel. Zwischendurch sieht man kleine Dörfer mit spitzen Kirchtürmen auf den Hügeln thronen. „Gott wollte das Land mit so viel Reichtum ausstatten, also musste er es unterkellern“, lautet ein Spruch der Slowenen über ihr Land, der auf die zahlreichen unterirdischen Höhlen anspielt. Fast die Hälfte des Landes besteht aus kalkigem Karstgebirge. Darunter befinden sich viele tausend kleine und große Höhlen – einige von ihnen Dutzende Kilometer lang.


Slowenien ist mehrheitlich katholisch geprägt. Weniger als ein Prozent der 2 Millionen Einwohner Sloweniens gehören heute der evangelischen Kirche an. Die meisten von ihnen leben im Nordosten Sloweniens, im Übermurgebiet. Slowenien gilt nach Tschechien und den neuen Bundesländern als die säkularisierteste Gegend Europas. Der Glaube spielt für die Menschen vor allem an den großen Festen im Jahres- und Lebenslauf eine Rolle. In den anderen jugoslawischen Nachfolgestaaten ist die Säkularisierung weniger weit fortgeschritten – schließlich ist die Religion dort stark mit der nationalen Zugehörigkeit verbunden. Ein Kroate hat nach diesem Verständnis katholisch zu sein, eine Serbe orthodox und ein Bosnier muslimisch. In Slowenien war die Identifizierung über die Religion in Abgrenzung zu den anderen Völkern Jugoslawiens weniger stark.

Keine Kommentare: