Donnerstag, 14. Juli 2016

Endlich: Ein eigenes Kirchengebäude für Jekaterinburg

Erste lutherische Kirche und das neue Kirchgebäude
1872/73 wurde die erste lutherische Kirche in Jekaterinburg aus Stein gebaut. Sie trug den Namen „Petruskirche“. In ihr war Platz für 150 Gottesdienstbesucher. Zur Gemeinde gehörten hauptsächlich deutsche und schwedische Gemeindeglieder. In den ersten Jahren der Sowjetunion kam es zur Enteignung und später zur Zerstörung der Kirche. Seit 1999 versammeln sich wieder lutherische Christen zu Gottesdiensten in der Stadt. Sie trafen sich über einem Supermarkt in einem angemieteten Bürotrakt. Die monatliche Miete war sehr hoch, so dass bald klar war, dass ein eigenes Gebäude wichtig sei. Nachdem im Jahr 2015 der Bau einer neuen lutherischen Kirche auf dem Gelände des ehemaligen zweiten deutschen Friedhofs in genehmigt wurde und die Bauarbeiten begonnen hatten, fand man beim Ausschachten einen Grabstein, der älter als 100 Jahre ist. Damit fiel das Bauland in den Bereich der Archäologie. Ein Weiterbau war nicht möglich. Zudem gab es schnell Proteste der Anwohner gegen den Kirchbau. Infolge dessen beschlossen die deutschen Partner und die Kirchgemeinde in Jekaterinburg, dass kein neuer Bauvorbereitungsprozess angeschoben wird, sondern ein freistehendes Gebäude im Zentrum der Stadt erworben werden soll. Im Juni 2016 konnte das Haus gekauft werden.
"Am Sonntag, den 10. Juli feierten wir voller Dankbarkeit Gott und Menschen gegenüber unseren ersten Gottesdienst im neuen Gebäude, in der Straße Dobrolyubova 8v, nicht weit von der „Platinka“, dem Ort der Stadtgründung. Einer der Stadtväter war Lutheraner. Nun stehen einige Umbauarbeiten und die Renovierung an," schreibt Pfarrer Raikin Dürr.
Nun stehen die Umbauarbeiten an.
Das GAW hat sich beim Kauf des neuen Kirchengebäudes beteiligt.

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