Mittwoch, 30. September 2015

Eindrücke aus Transkarpatien

Die Kirchendistrikte der Ref. Kirche in Transkarpatien
Die refomierten Gemeinden in Transkarpatien (Ukraine) übernehmen in erheblichem Maße Verantwortung - und das über die Gemeindegrenzen hinweg. Das ist nötig, denn das Land hat sich sehr geändert. Nach Aussage des reformierten Bischofs Zan Fabian sah die Region vor 20 Jahren entwickelter aus. Der Staat ist nicht präsent. Man zahlt Steuern, aber es wird nichts investiert- weder in die Infrastruktur noch in das Gesundheitswesen.
Die Straßen sind in einem erbärmlichen Zustand. Wenn man weite Strecken meiden kann, dann tut man es. In einem Dorf haben die Bewohner auf Initiative des Pfarreres zusammengelegt und Teer gekauft, um die Strasse auszubessern. In dem Krankenhaus in Beregszász ist 90% des Personals nach Ungarn ausgewandert. Es gibt keine funktionierende Gesundheitsversorgung.
In den reformierten Dörfern spürt man die schleichende Abwanderung. Da alle ungarischstämmigen Einwohner nach ungarischem Recht Anrecht auf den ungarischen Pass haben ist eine Auswanderung relativ einfach – nach Ungarn oder weiter nach Westeuropa. In dem Dorf Forgolan erzählte der Pfarrer, dass er das neue Pfarrhaus nur schwer fertigstellen kann, da die fähigen Handwerker der Gemeinden inzwischen in Ungarn leben. Die Gemeinden werden insgesamt geschwächt durch die Abwanderung. 
Die Gründe sind vielschichtig: keine funktionierenden staatlichen Strukturen, starke Korruption, wirtschaftlicher Niedergang, erhebliche Entwertung der Landeswährung - zudem hat sich die Lage durch den Krieg in der Ostukraine weiter verschlechtert..
Ein Pfarrer bekommt durchschnittlich derzeit zwischen 100 und 150 Euro monatlich. Davon kann man kaum leben. Und dennoch betonen viele Pfarrer, dass sie zur Kirche und ihren Gemeinden stehen. Die Gottesdienste sind nach wie vor sehr gut besucht - zu erleben ist aber, dass die Plätze vertrauter Gemeindemitglieder leer sind.

Sonntag, 27. September 2015

"Bleiben und Christus dienen"...

"Bleiben und Christus dienen"
... war das Motto des diesjährigen Familientreffens der Reformierten Kirche in der Karpato-Ukraine. Es trifft das, was die gesamte ungarischsprachige Minderheit in der Grenzregion in der Ukraine bewegt. Die Menschen stehen vor der Frage, wie sie in ihrer Heimat überleben können. Es wird immer schwerer. Da ist der Krieg in der Ostukraine, der wehrfähige Männer aus dem Land treibt. Da sind die massiven wirtschaftlichen Probleme des Landes. In den vergangenen zwei Jahren wurde die ukrainische Währung massiv abgewertet. War der Euro vor zwei Jahren 10 Griwna wert, so braucht man jetzt 25 Griwna für einen Euro. Man bekommt kaum noch etwas für sein Geld. Auch die Infrastruktur macht einem das Leben schwer. Die Straßen sind schlecht und voller Schlaglöcher. Was hält einen hier, wenn man woanders eine besser bezahlte Arbeit bekommen kann? Solche Fragen stellen sich viele Menschen. Und viele sind schon gegangen.
Die reformierte Kirche bleibt an der Seite der Menschen, die ihr anvertraut sind, und will ihnen dienen. Dazu gehört auch, sie zu motivieren, zu bleiben. Vor fünf Jahren hatte Bischof Zan Fabian die Idee, einen Familientag zu veranstalten, der den Menschen Kraft und geistige Nahrung geben soll. Beim ersten Mal nahmen 6.000 Menschen teil - ein kleiner Kirchentag der Reformierten in der Ukraine. In diesem Jahr waren es 5.200 Teilnehmende. Darunter auch Agotha Denes. Sie war GAW-Stipendiatin 2014/15 und begann Anfang September ihre Hilfspredigerzeit in Péterfalva. Sie hatte auch ursprünglich überlegt, ihren ersten Pfarrdienst in Ungarn anzutreten. Der Bischof konnte sie überzeugen, zunächst in ihrer Heimat den Pfarrdienst anzutreten. Das macht sie - und hat gleich den Familientag mitorganisiert. Und sie ist motiviert für ihren Dienst! Bleiben und dienen - das gilt auch für Agota.

Samstag, 26. September 2015

Aus Gnade leben... - ein Pfarrer aus Transkarpatien

Pfarrhaus und Kirche
"Aus Gnade lebe ich gerne hier und denke gar nicht daran, hier wegzugehen!" bekennt Pfarrer Károly aus der 400 Mitglieder zählenden Gemeinde in Forgolan (ungarisch: Forgolány) in der Ukraine. Das hat was, denn er selbst hat kaum etwas. 150 Euro Pfarrgehalt sind im Monat für eine vierköpfige Familie sehr wenig. Allein durch Benzinkosten geht 1/3 des Gehalts weg, denn er betreut als Seelsorger ein Krankenhaus und eine Filialgemeinde. Károly will es aber den vielen anderen nicht nachmachen, die schon gegangen sind, weil sie z.B. in Ungarn ein besseres Gehalt verdienen. Es gibt diese schleichende Abwanderung. Und sie wird anhalten, wenn die wirtschaftlichen Grundlagen sich nicht verbessern. Viele haben die Hoffnung schon aufgegeben. "Wir können doch nicht alle gehen!" sagt Kárloy. "Das hier ist schließlich unsere Heimat und hier ist unsere Gemeinde!"
Károly im Pfarrhaus 
Die Kirche kann dankbar, dass es solche Pfarrer gibt. Andere hat es schon weggezogen. Und es gibt gute Gründe dafür. Manchmal ist es der älteste Sohn einer Familie, der Abitur gemacht hat und auf Grund des Krieges in der Ostukraine zum Militär müßte. "Das ist nicht unser Krieg!" sagen viele ungarische Menschen. Aber genau dieser Krieg treibt Menschen aus dem Land. 
Seit dem 14. Jahrhundert gibt es in Forgolan eine reformierte Gemeinde. Die Kirche ist aus dem 18. Jahrhundert. Das Pfarrhaus wurde durch die Sowjets der Gemeinde weggenommen. Als Ruine bekam man es wieder. Als 2002 Károly als Pfarrer kam, begann der Pfarrhausbau. 2008 konnte endlich der Pfarrer in das halbfertige Haus einziehen. Nun hat das GAW beim Ausbau des Dachgeschosses geholfen. "Sagt allen Spendern einen herzlichen!" gibt Károly mit auf den Weg.

Kirchenbänke für Nagy Dobrony


 Die reformierte Gemeinde in Nagy Dobrony ist die größte ungarischsprachige reformierte Gemeinde in Transkarpatien. 6.000 Menschen wohnen in dem Ort. 3.800 gehören der Gemeinde an. Während der Woche finden insgesamt fünf Gottesdienste statt, die beiden größten am Sonntag mit bis zu 750 Teilnehmern. Am Religionsunterricht nehmen 880 Kinder teil. In der Jugendbibelstunde treffen sich 40–60 Jugendliche, um gemeinsam über das Wort Gottes zu reden und zu beten. Neben dem Gemeindechor bestehen auch eine christliche Jugendband und ein Jugendchor. Der Pastor betreut auch das reformierte Gymnasium, das Kinderheim „Barmherziger Samariter“ und das Altenheim. 

Die Kirche selbst wurde 1801 errichtet und musste schon bald wieder erweitert werden. Ihre heutige Gestalt stammt aus dem Jahr 1912. Im Jahr 2008 wurde das Dach komplett erneuert. Damals hat das Presbyterium auch beschlossen, nach und nach die ganze Kirche zu renovieren. Die Arbeiten haben 2012 begonnen. Nun waren die Kirchenbänke auf den Emporen dran. Dort sitzen nach Geschlecht und Alter getrennt im Gottesdienst die junge Gemeinde. Das GAW hat im Projektkatalog 2014 die Erneuerung der 145 Kirchenbänke unterstützt. Die Kirche ist in dem Ort ein Schmuckstück! Das ist gut so in einer Region, in der das leben oft genug trist und unsicher ist.



Freitag, 25. September 2015

Ein Dach für das Pfarrhaus von Pfarrer Vince

Neues Pfarrhausdach 
Pfarrer Vince Pocsai ist für vier Gemeinden zuständig - drei in Trankarpatien, eine in der Hauptstadt der Ukraine. Einmal im Monat fährt er für drei Tage nach Kiew und betreut dort die ca. 70 reformierten ungarischen Mitglieder. Er schätzt selbst, dass an die 200 ungarischen Menschen in Kiew leben. Die Gottesdienste werden in der lutherischen Kirche am Maidan gefeiert. 
Die anderen drei Gemeinden sind zwischen 350 und 500 Mitglieder stark. Selbst wohnt er in dem Dorf Beregardó, das heute ein Ortsteil des regionalen Zentrums Beregowo (ungarisch: Beregszász) ist. Seit 1614 gibt es hier eine reformierte Gemeinde. Nach dem zweiten Weltkrieg haben die sowjetischen Machthaber in der Kirche ein
Bischof Zan Fabian (li.), Pfarrer Vince (Mitte)
„Atheistisches Museum“ errichtet. Das Pfarrhaus wurde weggenommen und zu einer Schule umfunktioniert. Die Kirche wurde inzwischen zurückgegeben, das Pfarrhaus nicht. An seiner Stelle wurde
der Kirche ein anderes, altes und völlig heruntergekommenes Schulgebäude übergeben. Der Sanierungsbedarf war enorm hoch. Mit Hilfe des GAW aus dem Projektkatalog 2014 konnte jetzt das Dach saniert werden. Das hätten die Gemeindemitglieder selbst nicht geschafft. 
Vince Pocsai selbst stammt noch aus der Pfarrergeneration, die direkt von alten Pfarrern gelernt hat. Immer Samstag schlichen sich die jungen Männer ins Pfarrhaus und wurden dort unterrichtet. Vier Jahre lang ging das. 1986 bekam er endlich seinen ersten Talar. Er wurde ordiniert und übernahm eine Gemeinden. Damals gab es für 86 Gemeinden lediglich 21 Pfarrer, von denen die meisten schon alt waren. Jetzt gehört Vince Pocsai mit 63 Jahren selbst zu den älstesten. Eine junge Pfarrergeneration ist nachgewachsen. Die größte Herausforderung besteht nun darin, diese im Land zu halten, denn der Verdienst ist schlecht. 

Donnerstag, 24. September 2015

Flüchtlingsarbeit in der Reformierten Kirche - Quo vadis?

Pastor Aaron zeigt das Matratzenlager in der Kirche,
wo Flüchtlinge zeitweise schliefen
"Unsere Gemeinde hat in ihrer Geschichte Erfahrungen mit Flüchtlingen gemacht", berichtet Pfarrer Aaaron von der Schottischen Missionsgemeinde der Reformierten Kirche in Ungarn. Sie ist eine von drei fremdsprachigen Gemeinden in der reformierten Kirche. Es gibt auch noch eine deutschsprachige und eine koreanische Gemeinde. Von daher gibt es Erfahrungen mit Fremden in der Kirche. Die Schottische Missionsgemeinde hat vor einigen Wochen, als auf dem Budapester Ostbahnhof unzählige Flüchtlinge auf eine Weiterreise nach Westeuropa warteten selbstverständlich ihre Türen geöffnet. Sie liegt fußläufig vom Bahnhof entfernt. Familien wurden durch Sozialarbeiter der Kirche eingeladen, in dem Kirchgebäude zu übernachten. Pastor Aaron denkt dabei an die Situation der Flüchtlinge und sagt: "Keiner verlässt die Heimat freiwillig. Oft können die Menschen in ihrer Heimat nicht überleben oder haben in Flüchtlingslagern keine Perspektiven." Für ihn geht es darum, Nächstenliebe zu leben, denn die Bibel ist voll von Geschichten des Fremdseins und des Flüchtens. "Das Evangelium fordert uns heraus, aktiv zu werden und den Menschen zu helfen."
Diese Haltung von Aaron deckt sich nicht unbedingt mit der Mehrheitsmeinung in seiner Reformierten Kirche. Es gibt viel Angst vor Überfremdung in der gesamten Gesellschaft. Das hat Auswirkung auch auf die Kirche. Die Reformierte Kirche selbst hat seit dem Jahr 2000 langsam eine Arbeit mit Flüchtlingen aufgebaut und entwickelt. Das hat sich ausgebaut und ist größer geworden. Vielleicht ist die Furcht vor der Größe der Flüchtlingsarbeit ein Grund, dass die Kirche neu nachdenkt, wie sie das weiter gestalten will. Einfluss hat dabei auch das politische Klima im Land. Dennoch gibt es Menschen wie Aaron, die davon überzeugt sind, dass es wichtig ist, den Menschen die an unsere Tür klopfen, zu öffnen und den Dienst der Barmherzigkeit zu leisten. Er will mit anderen Mitarbeitenden sich weiter für Flüchtlinge einsetzen. "Und", so sagt er, "in der Vergangenheit haben wir gute Erfahrungen gesammelt mit der Integrationsarbeit. Die Mehrheit der anerkannten Flüchtlinge hat in Ungarn Arbeit gefunden, die Sprache gelernt und Fuß gefasst." 

Christliche Begegnungstage 2016 in Budapest

Die sog. "Dornenhalle" in Budapest
Vom 7.-10. Juli 2016 treffen sich die evangelischen Kirchen aus Mittel- und Osteuropa in Budapest zu den Christlichen Begegnungstagen. das ist für die evangelischen Diasporakirchen in dieser Region wie ein kleiner Kirchentag. Zwischen 4.000 und 5.000 Teilnehmende werden erwartet. Unter dem biblischen Leitwort "Ihr seid das Salz der Erde (Matthäus 5,13)" wird es darum gehen zu fragen, wie die evangelische Diasporakirche in den säkularisierten Gesellschaften die Botschaft der Versöhnung "würzig" einbringen können. Die Kommunikation des Evangeliums und der Dienst am Nächsten sind die zentralen Aufgaben, denen sie sich stellen. Als Kirchen der Reformation bringen sie sich mit ihrem Bekenntnis in die Ökumene und in die Gesellschaft ein. „Zu den Begegnungstagen werden wir uns der Frage stellen, wie wir als Christinnen und Christen und als Kirchen mit diesen Aufgaben und Herausforderungen umgehen“, so Klár Tarr, Ökumenereferentin der Lutherischen Kirche in Ungarn. Der Veranstaltungsort ist ein Universitätsgelände auf der Budaer Seite, zentrumsnah und an der Donau gelegen. Die Großveranstaltungen werden in der sogenannten "Dornenhalle" stattfinden, ein modernes Versammlungsgebäude, das am 8. November 2014 eingeweiht wurde. Die Christlichen Begegnungstage sind eine Initiative der ehemaligen Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz, die seit 1991 zusammen mit den evangelischen Kirchen in Polen und Tschechien zu Gemeindebegegnungen eingeladen hat. Diese Dreiländertreffen fanden alle drei Jahre statt. Seit den Begegnungstagen 2005 beteiligen sich auch die evangelischen Kirchen in der Slowakei, in Ungarn und Österreich, sowie die bayrische und die sächsische Landeskirche. 2011 waren die Begegnungstage in den 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dresden integriert. Im Laufe der Zeit haben sich die Begegnungstage zu einem Christentreffen evangelischer Kirchen aus ganz Mittel- und Osteuropa entwickelt.
Das GAW unterstützt dieses wichtige Treffen im kommenden Jahr dank der Württembergsichen Landeskirche. GAW-Vertreter werden in das Programm eingebunden sein.
Mehr Informationen unter: http://christlichebegegnungstage2016.hu/

Mittwoch, 23. September 2015

"Es braucht 80 Jahre, um den Kommunismus zu überwinden!"

Pfr. Jakab Béla (li.)
„In 40 Jahren Kommunismus sind viele Menschen der Kirche entfremdet worden, stehen ihr gleichgültig oder sogar feindlich gegenüber“, sagt Pfarrer Jakab Béla von der lutherischen Gemeinde in Òbuda, einem Stadtteil in Budapest, der gekennzeichnet ist durch sozialistische Einheitsblöcke. Inmitten steht die 80-jährige lutherische Kirche. „So alt wie die Kirche ist, solange wird es wohl brauchen, bis die kirchenfeindlichen Strukturen der kommunistischen Zeit in den Köpfen und Herzen der Menschen überwunden ist“, meint er. „Unsere tägliche Arbeit ist die Mission“, fährt er fort. „Dazu gehört für ihn der Religionsunterricht an staatlichen Schule oder auch Hochzeiten, wo zu spüren ist, wie fremd vielen Menschen kirchliche Traditionen geworden sind.“ Und er fährt fort: „Das sind Anlässe, um Menschen die Furcht vor Kirche zu nehmen und von der sinnstiftenden Kraft der christlichen Botschaft zu sprechen. Denn: Gottes Wort wirkt! Davon bin ich überzeugt!“
Es braucht in solchen von sozialistischen Bauten
Luth. Kirche in Òbuda
geprägten Stadteilen Menschen wie Jakob Béla. Für ihn gehört der 80 Jahre alte schöne Kirchbau in Òbuda dazu. „Es braucht ein Haus Gottes, um Halt zu geben und Gemeinschaft zu stiften!“
Das geschieht hier, z.B. wenn einmal im Monat ein Gemeindemittagessen für 60-80 Personen nach dem Gottesdienst organisiert wird. Das soll auch geschehen mit Hilfe der unter der Kirche sich befindenden Kirchsäle geschehen, die auch dank der Unterstützung des GAW im Jahre 2014 saniert werden konnten. 
Nach dem 2. Weltkrieg konnte nur mühsam der Kirchbau erhalten werden. Nach einem Brandbombenangriff 1944 blieben nur die Aussenmauern stehen. Mühsam wurde das Kirchdach in der Zeit des Kommunismus geschlossen. Und nach dem Mauerfall gab es sehr viel zu sanieren. 
Die Gemeinde will die sanierten Räumlichkeiten künftig für die Arbeit der Jugendgruppe, für das Kirchencafé, für Ausstellungen sowie für größere Gemeinschaft fördernde Veranstaltungen, für die sonst immer ein von der Kirche weit entfernt gelegener Raum gemietet wurde. Auch für die Kommune sollen die Räume für Vermietungen zur Verfügung gestellt werden.
„Richten Sie allen im GAW einen herzlichen Dank für die erhaltene Hilfe aus!“ schließt Pfarrer Jakab Béla.

Freitag, 18. September 2015

„Ein feste Burg ist unser Gott“ erklingt mitten in Rom

Pastor Kruse (ELKI)
Martin Luther und Rom – das klingt nach Spannungen. Für ihn selbst war Rom eine „Bestie“. Er war selbst war als katholischer Mönch im Auftrag seines Ordens  dort. Später als Reformator urteilte er heftig über die „ewige Stadt“. Für Rom selbst war Martin Luther der Ketzer schlechthin.
Jetzt – am 16. September - ist es gelungen, dass mitten in der Stadt ein Platz nach dem Reformator benannt wurde. Das ist ein wunderbares Zeichen. Der lutherische Pastor Jens Martin Kruse zeigte sich überrascht und erfreut zugleich: "Wir haben das gar nicht glauben können und freuen uns sehr. Denn das ist eine sehr zentrale Lage, mitten in der Stadt. Und gleichzeitig ist dieser Platz auch ein bisschen im Schatten, hier leben viele Flüchtlinge, Obdachlose. Für uns ist damit die Pflicht verbunden, uns um diese Menschen zu kümmern." Für den Bürgermeister Roms soll das auch ein Ausdruck dafür sein, dass Rom eine weltoffene Stadt ist. "Ich gestehe, ich bin bewegt", sagt Ignazio Marino. Endlich mal ein Erfolgserlebnis für einen Politiker, der in diesen Tagen enorm unter Druck steht. Mafia-Sumpf, Misswirtschaft, Müllberge und marode Straßen - das sind die schier unlösbaren Probleme von Italiens Hauptstadt.
Der Martin-Luther-Platz befindet sich im Colle Oppio Park, nahe des Kolosseums. Sechs Jahre nach der Eingabe an die Behörden im Jahr 2009 durch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Italien (ELKI) und die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Italien hat der Stadtrat seine Zustimmung erteilt. Anlass ist auch das Jahr 2017: das Gedenken an den Beginn der Reformation vor 500 Jahren mit der Veröffentlichung von Luthers 95 Thesen. Mit dem Platz soll an die Pilgerreise des Augustinermönchs nach Rom im Jahr 1511 erinnert werden. Später zeigte sich Luther enttäuscht über die Eindrücke des dortigen geistlichen Lebens. Er geißelte den Papst und die Misstände seiner Kirche. So kehrt Luther wieder nach Rom zurück, - und bleibt im Bewußtsein der Kirchen.
Zusammengenommen zählen die Kirchen der Reformation etwa 100.000 Mitglieder im ganzen Land. Da sorgt der Martin-Luther-Platz mitten in der ewigen Stadt bei der kleinen evangelischen Minderheit für Selbstvertrauen. Natürlich erklingt die Hymne des Protestantismus: „Ein feste Burg ist unser Gott“ auf Italienisch. 
Übrigens: Am 15. November will er in der deutschen evangelischen Kirche in Rom einen Gottesdienst feiern.

Dienstag, 15. September 2015

Spanischsprachige Losungen für die Diaspora


500 spanischsprachige Losungen versendet das GAW  nach Spanien und Lateinamerika dank des sog. Schriftendienstes. Der Schriftendienst des GAW ist unverzichtbar. So erhalten verschiedene Theologische Fakultäten in der Diaspora Unterstützungen für ihre Bibliotheken. Für viele Kirchengemeinden, für Pfarrerinnen und Pfarrer, für Bibliotheken und Ausbildungsseminare in den Partnerkirchen des GAW ist der Schriftendienst eine wichtige Unterstützung der pastoralen Arbeit geworden.
Mit dem Schriftendienst leistet das GAW seit vielen Jahrzehnten einen unauffälligen, aber äußerst hoch geschätzten Dienst. 
„Für unser regelmäßiges Bibelstudium in der Gemeinde sind gerade die Losungen eine wertvolle Hilfe“, sagt Vikar Miguel Núñez aus Valparaiso/Chile. Hier zeigt sich, dass die Losungen  ihre identitätsstiftende Kraft für den Protestantismus nicht verloren haben.

Montag, 14. September 2015

Flüchtlingshilfe in Gols im Burgenland

"In der Nacht sind ca. 100 Menschen im Gemeindezentrum unserer lutherischen Gemeinde in Gols einquartiert und notversorgt worden", schreiben die beiden Pfarrerinnen Ingrid Tschank und Iris Haidvogel . "Es sind sehr viele Frauen und kleine Kinder dabei. Deswegen bitten wir erneut Sachspende fürs ev. Gemeindezentrum Gols: Bananen, Frischkäse, Toastbrot, Babynahrung, Raumspray, Küchenrollen, Plastiksuppenteller, Müllsäcke, Männer- und Damenhosen etc." 
Einen solchen Aufruf hat die Gemeinde zum wiederholten Male gestartet. Und beide Pfarrerinnen zeigen sich überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft in Gols und Umgebung. Die lutherische Gemeinde am Neusiedler See im Burgenland liegt in unmittelbarer Nähe zur ungarischen Grenze und nur 60 km von Wien entfernt. Insbesondere nach dem schrecklichen Fund der 71 toten Flüchtlinge auf der Autobahn hat die Gemeinde aufgerüttelt. War es im Sommer vergleichsweise ruhig - auch wenn immer wieder Flüchtlinge in den Weinbergen aufgegriffen wurden - so hat sich die Situation verändert, als auf einmal Gruppen von Flüchtlinge von Schleppern einfach vor der Kirche in Gols stehen gelassen wurden. "Auf einmal rückte die Not so nah an uns heran", sagen die Pfarrerinnen. Sie begannen die Gemeinde mitzunehmen. Anfangs wurde das Gemeindehaus nur für die Kleider- und Lebensmittelsammlung. Jetzt war die Gemeinde gefordert auf Grund der großen Anzahl an Flüchtlingen und den schwierigen Bedingungen in den Erstaufnahmelagern das Gemeindehaus auch für die Unterbringung von Flüchtlingen übergangsweise zu öffnen. Auf der Facebookseite der Gemeinde heißt es am 11. September dann: "Heute waren etwa 120 Flüchtlinge in Gols. Wir haben sie alle gut versorgt: sich waschen lassen, wunden pflegen und Kleidung erneuern. Wir danken ganz, ganz herzlich, allen die dabei geholfen haben, und jetzt auch über Nacht bleiben. Es sind etwa 20 Flüchtlinge über Nacht geblieben, der Rest ist gleich weiter gezogen. Unsere Flüchtlinge, die wir versorgt haben sind weiter auf dem Weg und sehr dankbar."
So wird es wohl noch eine Zeit weitergehen. Es ist enorm was diese lutherische Gemeinde leistet. Gleichzeitig werden überschüssige Kleider und Lebensmittel gut sortiert in das Auffanglager nach Nickelsdorf oder an den Wiener Westbahnhf von Ehrenamtlichen transportiert.
Das Gemeindezentrum in Gols wurde auch mit Unterstützung des GAW in den 80er Jahren erbaut. Die Gemeinde ist eng mit dem GAW verbunden. Pfarrerin Tschank ist u.a. GAW-Obfrau im Burgenland.

Samstag, 12. September 2015

Flüchtlingshilfe der ungarisch-lutherischen Kirche

Bischof Fabiny (2. von links) 
Mit bewegenden Worten richtet sich der lutherische Bischof Fabiny aus Ungarn angesichts der dramatischen Flüchtlingssituation der an die Öffentlichkeit, nachdem aus Ungarn viele negative Schlagzeilen gekommen sind. Er schreibt: "Langsam verändert sich etwas in Ungarn. Immer mehr Menschen zeigen Solidarität mit den Flüchtlingen und rufen dazu öffentlich auf. Man hat das Gefühl, dass negative Gefühle und Misstrauen seltener werden. Immer mehr Menschen suchen nach Möglichkeiten, Hilfe zu geben. Neben vielen schmerzhaften Erlebnissen haben wir in Ungarn auch zahlreiche Beispiele für erfinderische Liebe sehen. Viele Mitglieder unserer lutherischen Kirche haben ihre Erfahrungen mit anderen geteilt und praktische Ratschläge im Internet weitergegeben. Neben der spontanen Hilfeleistung organisiert die Diakonie unserer Kirche Hilfe für Flüchtlinge. das wollen wir weiter
ausbauen. Neben gemeindediakonischer Aktivitäten wie Kleider- und Lebensmittelsammlungen soll eine Bahnhofsmission aufgebaut werden. Das ist notwendig, wie wir es erlebt haben in Budapest. Desweiteren soll ein Integrationshaus der Diakonie sich der vielfältigen Sorgen und Nöte der Flüchtlinge annehmen. Ein Kriseninterventionsteam will die Diakonie ebenfalls aufbauen.
Jeder kann etwas dazu beitragen, das immer mehr Menschen in unserem Land auf die Leiden der Flüchtlinge aufmerksam werden, und dass die Menschen ein eigenes Gesicht bekommen. Dafür, dass ihre persönliche Geschichte bekannt wird. Und vor allem dafür, dass sie ihre menschliche Würde zurückbekommen.
Ich erfahre, dass immer mehr Menschen in Ungarn verständnisvoller werden.
Ich weiß, dass man viel über Schengengrenzen und Quoten, über Registrierung, Hot Spot und Ähnliches sprechen könnte. Das sind wichtige Fragen, die politische Lösungen brauchen. Aber: Jeder hat seine Zuständigkeit. Egal, wo wir stehen, dürfen wir die Übung der Gnade, nicht vergessen."
Bischof Fabiny bittet im Namen der lutherischen Kirche Ungarns um Spenden für die Diakonieflüchtlingshilfe Ungarn. Das GAW unterstützt das!

Mittwoch, 9. September 2015

Diakonie in Tschechien ruft zur Solidarität mit Flüchtlingen

Die Situation der Flüchtlinge, die nach Europa kommen, beschäftigt die Diakonie der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in Tschechien (EKBB). Insbesondere die Stimmung in der tschechischen Bevölkerung sieht die EKBB mit Sorge. Der tschechische Präsidenten Miloš Zeman sieht in muslimischen Einwanderern eine Gefahr für Tschechien. Seit Jahren sagt er, dass er sich keine Muslime in seinem Land wünscht. Damit drückt er das aus, was viele Tschechen teilen. 
Die Diakonie der EKBB versucht, hier einen anderen Ton zu treffen. Sie äußert Verständnis für die Emotionen, die bei den Menschen da sind. Auf der anderen Seite sieht sie gerade die Kirche gefordert, hier auf andere Art und Weise zu reden und zu handeln. 
Denn - so die Diakonie - die Zahlen im Blick auf Asyl in der Tschechischen Republik sprechen eine andere Sprache: Im Jahr 2015 haben lediglich 60 Personen Asyl in Tschechien beantragt. Die Wohneinrichtung für Flüchtlinge in Zastávka u Brna hat eine Kapazität von 216 Personen, die derzeit nicht ausgelastet ist. Die meisten Menschen wollen auch nicht in Tschechien bleiben. 
Die Diakonie der EKBB rechnet vor, dass wenn in den nächsten drei Jahren nur 1.500 Flüchtlinge aufgenommen werden würden, dann würde das 0,01% der Bevölkerung repräsentieren. In Tschechien leben 10,5 Millionen – und gerade hier ist die demografische Entwicklung dramatisch. Eigentlich braucht Tschechien Einwanderung.
„Wir stehen vor großen Herausforderungen“, sagte die Diakonie der EKBB. „Das kannte unser Land so noch nicht. Wir sind zur Solidarität herausgefordert! Wir fordern eine klare Einwanderungspolitik in allen europäischen Ländern, damit Menschen die Chance haben einen rechtskräftigen Asylantrag zu stellen. Wir glauben, dass eine angemessene Einwanderungspolitik verhindert, dass Menschen Leib und Leben auf der Flucht riskieren. Die Tschechische Republik ist keine geschlossene Insel, die sich vor den Herausforderungen verschließen kann.“

Montag, 7. September 2015

"Von guten Mächten wunderbar geborgen" - eine evangelische Gemeinde im Burgenland hilft!

Bewegt hat mich Ende Juli diesen Jahres eine Szene, die ich auf der Bundesstraße im Burgenland in Österreich gesehen habe: Am Rand der Straße holten die Polizisten eine ganze Gruppe von Flüchtlingen aus den die Region prägenden Weinbergen. Täglich diese Bilder im Fernsehen zu sehen und sie dann selbst zu erleben ist ein Unterschied. Diese Bilder haben mich im Urlaub tagelang begleitet. In Budapest in Ungarn sah ich dann auf dem Ostbahnhof freiwillige Helfer, die Lebensmittel an die dort gestrandeten Flüchtlinge verteilten. Es waren viele. Abends sahen wir in Parks zahlreiche Flüchtlinge lagern. 

Als am 27. August 71 tote Flüchtlinge in einem abgestellten Lkw auf der burgenländischen A4 bei Parndorf entdeckt wurden, kamen diese Bilder wieder hoch. Da sind wir doch auch wie so viele Tausende vorbeigefahren … „Mitten unter uns hat der grausame Tod diese Menschen getroffen“, sagt die lutherische Pfarrerin Ingrid Tschank aus Gols, einem weitgehend evangelischen Weinort in unmittelbarer Nähe des Unglücksortes.
Pfarrerin Tschank hat einen ökumenischen Gedenkgottesdienst in der katholischen Kirche in Neusiedl am See am 4. September mitorganisiert. Wir sind es den Toten von Parndorf schuldig, dass sie in würdiger Weise und in ihrer religiösen Tradition eine letzte Ruhestätte finden“, sagt sie. 71 Kerzen brannten im Kirchenraum. Eine 72. für all die namenlosen Toten, die auf der Flucht starben. Am Schluß des Gottesdienstes sangen wir in der überfüllten Kirche ,Von guten Mächten wunderbar geborgen', erzählt Tschank. Viele haben geweint. Aber alle fühlen wir uns im Glauben in dieser Hoffnung bestärkt!
Die Flüchtlingstragödie auf der Autobahn hat die Menschen aufgerüttelt. Wie viel Leid tragen diese Menschen mit auf ihrem Weg? Was an Unrecht und Gewalt haben sie erlebt? Wie viele Tote haben sie selbst gesehen auf dem Weg – und zurücklassen müssen?Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Gols – nahe der ungarischen Grenze – fühlt sich herausgefordert. „Vor Kurzem war auf einmal frühmorgens eine Flüchtlingsgruppe mitten in Gols auf dem Kirchenvorplatz“, sagt Ingrid Tschank. Schlepper hatten sie einfach dort abgesetzt. „Es sind in den letzten Wochen immer mehr geworden. Wir mussten handeln!“ Die Gemeinde organisierte eine große Sammelaktion. Kleider und Lebensmittel werden im Gemeindehaus gesammelt und unter fachmännischer Leitung sortiert, bis sie dann vom Roten Kreuz in die Erstaufnahmelager gebracht werden. „Sie brauchen unsere Hilfe, weil sie selbst nicht mehr hinterherkommen. Das überfordert alle! Also müssen auch alle mit anfassen!“ sagt Pfarrerin Tschank.
Angetan ist sie von der großen Hilfsbereitschaft ihrer Gemeinde. „Hier öffnen sich wirklich die Herzen der Menschen!“ Jetzt hat die Gemeinde in einem Zwischenruf sich bei den Menschen in und um Gols für diese große Solidarität bedankt: „Wir sagen jetzt erst einmal ganz, ganz groß: DANKE, DANKE, DANKE!!!! Eure Spendenbereitschaft hat uns vollkommen überwältigt, und wir sind sehr froh, so nette und hilfsbereite Menschen um uns zu haben. Alles ist sortiert, und bereit, vom Roten Kreuz und den Helfern abgeholt und nach Nickelsdorf und Traiskirchen zu den Flüchtlingen gebracht zu werden. Wir werden uns in den nächsten Tagen wieder melden und weitere Sammeltermine bekannt geben, zu denen wir euch wieder die Möglichkeiten geben, Spenden ins Gemeindezentrum zu bringen. Vorerst sagen wir aber eben ganz groß: DANKE, DANKE, DANKE!!!“
Die Hilfsbereitschaft ist enorm! Das ist auch in Deutschland zu erleben – und es ist bewegend! Die vielen Flüchtlinge, die zu uns kommen, werden ganz Europa verändern. Das muss nicht bedrohlich sein. Das ist vielmehr eine Chance. Mit Menschlichkeit und Nächstenliebe können wir diese Chance nutzen. Es ist die von Gott an uns gestellte Aufgabe! Dabei sind wir nicht allein, sondern von guten Mächten wunderbar geborgen! - Pfr. Enno Haaks


Freitag, 4. September 2015

Das GAW steht für protestantische Solidarität

Das GAW war von Anfang an ein Werk, das FÜR etwas stand: für evangelische Minderheiten, für eine Solidarität mit ihnen, dafür, dass sie nicht vergessen werden. Dabei war das GAW nie eine Gründung gegen eine andere Kirche. Im Gegenteil wollte und will das GAW helfen, dass das Evangelium von Jesus Christus vielstimmig zur Sprache kommt. Vom theologischen Austausch und von der lebendigen Ökumene vor Ort profitieren auch die Mehrheitskirchen. - Pfr. Enno Haaks

Donnerstag, 3. September 2015

Kindergartensanierung in Crespo


 "Dank der Hilfe des GAW konnten wir mit der Sanierung unseres Kindergartens in Crespo (Argentinien) nun endlich beginnen", schreibt der Kirchenvorstand der Gemeinde. "Für uns ist der Kindergarten unserer evangelischen Gemeinde sehr wichtig - auch für den Gemeindeaufbau." Diakonie und missionarischer Gemeindeaufbau gehören zusammen für die Gemeinde - wie in so vielen evangelischen Diasporakirchen. Durch solche Engagements wirken die Gemeinden in ihrem Kontext. Sie öffnen sich und zeigen "wie evangelisch geht".

In der Crespo selbst leben ca. 25.000 Menschen. Seit 1920 gibt es hier eine evangelische Gemeinde mit ca 1.000 Gliedern. Es gibt viele Aktivitäten in der Gemeinde gibt es: Bibel- und Frauenstunden, Gebetskreis, Gottesdienste, Hausbesuche u.a. Und eben seit 25 Jahren unterhält die Kirchengemeinde ihren Kindergarten. Er entstand aus der Not, als Gemeindeglieder für bedürftige Familien einen Kinderhort schaffen wollten. 90 Kinder aus ganz Crespo werden in dem Kindergarten betreut. 
Nun war die Sanierung längst überfällig. Das gelingt dank der Sammlung aus dem Projektkatalog in Höhe von 8.000 Euro. "Ohne das GAW hätten wir damit noch nicht beginnen können!" heißt es aus Crespo.