Freitag, 27. Februar 2015

Kirgisistan - Vorbereitungen für den Wiederaufbau des Bethauses in Bischkek beginnen

"Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst", so heißt es in Psalm 127. Das lebt die lutherische Gemeinde in Bischkek in Kirgisistan. Bevor die Aufräumarbeiten und ersten Bauarbeiten am abgebrannten Bethaus beginnen, stehen alle zusammen und beten. Denn diese Brandruine ist ein besonderer Ort. Sie soll wieder ein Haus des Gebets werden. Deshalb ist es nicht egal, wie das Tagwerk am Bethaus beginnt.
"Ich bin sehr dankbar, dass es so viel Bereitschaft zum Helfen gibt. Praktisch sind wir fast immer mindestens zehn Mann. Und die Frauen versorgen uns!", berichtet Bischof Alfred Eichholz. "Eigentlich haben wir schon mit dem Wiederaufbau angefangen. Allerdings können wir nur die Arbeit verrichten, für die man keine Genehmigung vom Bauamt braucht. Das wird noch eine Weile dauern. Dennoch können wir schon vorbereitende Arbeiten verrichten."

Die lutherische Gemeinde in Bishkek leistet viel in Eigeninitiative. Den Wiederaufbau des Bethauses wird sie jedoch allein nicht bewerkstelligen können
Bitte helfe Sie mit! Hier klicken! 

"Eine Gebäudeversicherung wie in Deutschland gibt es nicht. Wenn ein Haus zu Schaden kommt - genauso ist es bei Menschen -, dann ist man voll dran und muss selber schauen, wie man zurecht kommt", schreibt Eichholz.




Mittwoch, 25. Februar 2015

Ein Sportplatz für Lucas und seine Freunde - GAW-Kindergabe 2015 für Brasilien

Material GAW-Kindergabe 2015
Das Material für die GAW-Kindergabe ist da und kann sofort bestellt werden: hier  Ein Sportplatz für Lucas und seine Freunde. 
Lucas und Rafael leben in einer Favela in Belo Horizonte. Sie gehen gern in das lutherische Diakoniezentrum CIM. Dort sind sie sicher vor Gewalt und Drogen auf der Strasse. Sehr gern spielen sie Fußball. Doch einen geeigneten Sportplatz gibt es nicht. Manchmal gehen sie zu einem entfernter gelegenen öffentlichen Sportplatz. Aber dort ist es nicht ungefährlich. Beide träumen von einem eigenen Sportplatz im CIM.
Anfang der 1990er Jahre begann der lutherische Pfarrer sich der Sorgen und Nöte der Kinder der Favela anzunehmen. Diese klopften an die Kirchentür der Gemeinde und bettelten immer wieder um das Nötigste. Die Gemeinde begann mit Speisungen, Nachhilfeunterricht und verschiedenen Workshops, um den Kindern und Jugendlichen weiterzuhelfen. Um die Arbeit professioneller durchführen zu können, wurde daraus vor 25 Jahren das „Centro Integração Martinho“ (CIM). Für die vielfältigen Aufgaben konnte ein Haus gekauft werden. Nun soll ein Sportplatz für die Kinder und Jugendlichen gebaut werden, um ihnen verbesserte Freizeitangebote bieten zu können.
In der gesamten Favela und auch in den kommunalen sowie staatlichen Schulen gibt es kaum Sportplätze, die aber sehr wichtig für die ganzheitliche Entwicklung der Kinder und Jugendlichen sind.
Belo Horizonte, im Südosten Brasiliens gelegen, ist die Hauptstadt des Bundesstaates Minas Gerais und eine der wichtigsten Städte Brasiliens. In den letzten 20 Jahren ist sie schnell gewachsen und zählt ca. 2,5 Millionen Einwohner. Es gibt im gesamten Stadtgebiet zahlreiche Armensiedlungen (Favelas). Eine der größten Favelas ist das „Aglomerado da Serra“. Es liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zur lutherischen Gemeinde. Bandenkriege um die Vormachtstellung im Drogenhandel prägen hier den Alltag. Kinder und Jugendliche sind in diesem Umfeld einem großen Risiko ausgesetzt. Im März 2014 sorgte die Ermordung eines Vaters und seines Sohnes für großes Aufsehen im ganzen Land.
Helfen Sie mit und ermutigen sie Kinder, sich für Lucas und seine Freunde einzusetzen: http://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html


Ökumenisches Fürbittgebet - Frankreich

Gottesdienst in Henín; Projektkatalog GAW 2014
Das Ökumenische Fürbittgebet blickt in dieser Woche u.a. auf Frankreich. Das GAW hat zu den beiden Unierten Kirchen Frankreichs partnerschaftliche Beziehungen, die weit ins 19. Jahrhundert zurückreichen:

Wir danken für:

- das Zeugnis der ökumenischen Zentren wie z.B. der Gemeinschaft von Taizé, die den Gottesdienst, besonders unter jungen Menschen, neu belebt haben.
- alle, die für Toleranz arbeiten und Einwanderer und Flüchtlinge unterstützen, damit Hass und Gewalt aufgrund von ethnischer Zugehörigkeit beseitigt werden.

Wir bitten um/für:
- die, die dazu beitragen, dass der Unterschied zwischen Arm und Reich geringer wird.
eine Neubelebung der Kirchen inmitten steigender Säkularisierung und Atheismus.
- die Vertiefung des interreligiösen Dialogs.
- die Arbeitslosen und alle, die wirtschaftliche Unsicherheit angesichts der Globalisierung erleben.

Gebet
Gott, der du alle Dinge geschaffen hast, 
du unsere Sonne, unser Licht und unsere Stärke, 
lass uns in deiner Liebe wachsen. 
Möge Deine Kirche in deinem Licht leuchten; 
sie ist jetzt über die Erde verbreitet, so wie du es wolltest: 
tausend Farben, um dir Dank zu sagen, 
tausend Farben, um deinen Ruhm zu singen 
tausend Farben, die tanzen und in dir sich vereinen. 
Vater, sei gesegnet für die Liebe, mit der du uns liebst. 
Vater, sei gesegnet für die Liebe, die du uns jeden Tag schenkst. 
Inmitten unserer Trauer bringst du die Farben deiner Liebe. 
Ehre sei dir. Amen. (Louis Devichi, Frankreich)

Dienstag, 24. Februar 2015

Sicherheit für Strassenkinder in Valencia

Eine Mauer für das Kinderheim
"Für die Kinder im Strassenkinderheim Casa Hogar AFE (Amor - Fe - Esperanza) unserer lutherischen Gemeinde in Valencia ist es von sehr großer Bedeutung und Wichtigkeit, was das GAW für die Sicherheit und die Wasserversorgung des Heimes geleistet hat", schreibt Pfarrer Gerardo Hands. Mit Hilfe der Unterstützung aus dem Projektkatalog 2014 konnte die Mauer um das Kinderheim erneuert und erhöht werden. Zudem wurde ein neuer Wassertank installiert, der die kontinuierliche Wasserversorgung gewährleistet. Leider keine Selbstverständlichkeit! "Gerade die Sicherheitsprobleme in Venezuela sind garvierend", schreibt Hands. "Und die Überfälle auf Häuser häufen sich. Deshalb sind wir verpflichtet für die Sicherheit der uns anvertrauten Kinder zu sorgen!"
Die Kinder und Jugendlichen aus Casa Hogar
Eines dieser Kinder ist Yonger. Inzwischen ist er 11 Jahre alt. Er hat fünf Geschwister, aber nur zwei von ihnen leben auch im Casa Hogar. Sein Vater sitzt im Gefängnis, weil er mit Drogen gehandelt hat. Die Mutter hat die Kinder verlassen. So wuchs er weitgehend alleine auf der Straße auf. Seit zwei Jahren lebt er im Casa Hogar. Es gefällt ihm. Er sagt: „Hier habe ich sogar ein eigenes Bett! Und ich habe immer etwas zum Essen! Außerdem haben wir mit den anderen Kindern viel Spaß!“ „Casa Hogar“ gehört seit 1993 zur evangelisch-lutherischen Gemeinde in Valencia (gegründet 1953). Neben der Herbergsfamilie hat die Gemeinde durch Zuweisung des Staates insgesamt 15 männliche Kinder und Jugendliche aufgenommen. Der Staat gibt zur Finanzierung nichts dazu. So ist die Gemeinde auf Spenden und eigene Einnahmen angewiesen. Durch einen kleinen Handwerksbetrieb und eine eigene Bäckerei erwirtschaftet das Heim inzwischen einen Eigenanteil, der jedoch nicht ausreicht. Mit einigen anderen christlichen Gemeinden bemüht man sich, durch Aktionen und Freundeskreise die notwendigen laufenden Mittel zu erwirtschaften. Für die Gemeinde ist dieses sozial-diakonische Engagement sehr wichtig. Denn – so Pastor Hands: „Wer kümmert sich denn sonst um die Kinder? Was soll aus ihnen werden?“ Deshalb bemüht sich die Gemeinde sehr, den Kindern eine gute Schulausbildung zu geben und sie in das Gemeindeleben zu integrieren. 

Das Gelände des „Casa Hogar“ wurde mit einer Mauer umgeben. Ein Wassertank wurde installiert.
"Im Namen des gesamten Teams danken wir dem GAW von ganzem Herzen für die geleistete Hilfe!" schreibt Hands. "Wir sind auf eure Solidarität und eure Gebete angewiesen! Und so wissen wir uns gemeinsam unterwegs, um Zeugnis für unseren Gott in Wort und Tat zu geben!"

Freitag, 20. Februar 2015

Konfis kicken für Kinder und Jugendliche in Syrien und Litauen

Pfarrerin Slupina-Beck (3. v. links hintere Reihe
mit ihren Konfis
"Erschöpft, aber glücklich blinzeln meine Konfis in die Kamera: gerade haben sie den "Fußball-Konfi-Cup" gewonnen", schreibt Pfarrerin Slupina-Beck von der Lutherkirche in Wuppertal. 

Ziel war es, möglichst viele Tore zu erzielen. Für jedes Tor wurde eine Summe vereinbart, das dem diesjährigen Konfirmandenprojekt des GAW zugute kommt. 
"Die Konfis haben sich beim Turnier in einen echten Tor-Rausch gespielt: 66 Tore wurden von den beiden Mannschaften insgesamt erzielt - das bedeutet mehr als 400 Euro für Kinder und Jugendliche in Syrien und Litauen! Eine starke Team-Leistung!" schreibt Slupina-Beck voller Stolz.

Den eigenen Spaß und die eigene Freude damit verbinden, Gutes zu tun für die, die auf unsere Solidarität angewiesen sind - das ist ein gutes Beispiel für Konfirmanden. So kann die Konfi-Gabe lebendig in die Konfirmandenzeit eingebunden werden. Wir sind dankbar für solch ein wunderbares Beispiel. Wir sind dankbar für jede weitere kreative Idee, Spenden für die Kinder und Jugendlichen in Syrien und Litauen zu sammeln. 
Bei der Konfirmandengabe 2015 geht es um folgende Projekte:
In Syrien sollen Kinder und Jugendliche der presbyterianischen Schulen in Aleppo und Homs unterstützt werden. Hier gibt es immer noch evangelisches Leben in sog. "sicheren Stadtteilen". "Trotz Krieg wollen wir unseren Kindern Zukunft schenken", schreibt Pfarrer Haroutune Selimian aus Aleppo.
In Litauen müssen viele Kinder und Jugendliche  monate- oder jahrelang von ihren Eltern getrennt leben, weil diese in Westeuropa arbeiten, um Geld für ihre Familien zu verdienen. Die Kinder sind in der Zeit der Abwesenheit ihrer Eltern oft völlig auf sich allein gestellt. In den drei Diakoniestationen der Evangelisch-Lutherischen Kirche Litauens in Šilutė, Pagėgiai und Jurbarkas werden diese sogenannten „Eurowaisen“ betreut, ebenso wie andere Kinder, deren Eltern sich um sie z.B. wegen eigener Alkoholsucht nur wenig kümmern können.


Donnerstag, 19. Februar 2015

Es kommen mehr Menschen in die Gemeinde als zuvor!


"Im Namen der Evangelischen Kirchengemeinde in Agendorf (Ágfalva / Ungarn) bedanken wir uns beim GAW für die Unterstützung beim Umbau unseres Gemeindehauses. Das neue Gemeindehaus ist mehr als ein Gebäudeteil für uns. Es eröffnet viele neue Chance. Es ist einladend. Und wir merken in kurzer Zeit: Es kommen mehr Menschen als zuvor", schreibt das Pfarrerehepaar Heinrichs aus Agendorf. 6.000 Euro sammelte das GAW im Jahr 2013 für dieses Bauprojekt. Es hat sich gelohnt! Wobei die Gemeinde mit viel Eigenarbeit an dem Umbau beteiligt hat und zudem weitere 12.000 Euro aufbringen mußte. 
Agendorf liegt im Nordwesten Ungarns, nahe an der österreichischen Grenze. Bis 1946 war das Dorf mehrheitlich evangelisch und deutsch. Durch die Vertreibung und Umsiedlung hat sich danach die Bevölkerungsstruktur so geändert, dass römisch-katholische Ungarn die Mehrheit bilden. Die evangelische Gemeinde zählt 350 Glieder, davon sind zwei Drittel deutscher Abstammung. 
Die Gemeinde ist die einzige im Kirchenbezirk, in der fast alle Programme zweisprachig sind. Viele der jüngeren Gemeindeglieder verdienen ihr Geld in Österreich, sodass fast nur Kinder und alte Menschen Gelegenheit haben, Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen zu besuchen. Deshalb gibt es vielfältige Programme für Kinder und Jugendliche: konfessionelle Angebote wie der Religions- und Konfirmandenunterricht, aber auch das konfessionsunabhängige Projekt „Jugend ohne Grenze“ oder den Gitarrenunterricht. 
Die Gemeinde besitzt eine Kirche, die als Toleranzkirche auf sumpfigen Untergrund gebaut werden musste. Der Gemeindesaal im Nachbargebäude, der jetzt von Grund auf saniert wurde, dient auch als Winterkirche. Daneben ist er für vielfältige Angebote unter der Woche geöffnet.
Mit der Einweihung des Taufbeckens im März vorigen Jahres konnte die Inneneinrichtung abgeschlossen werden. 



Dienstag, 17. Februar 2015

Ökumenisches Fürbittgebet blickt nach Südeuropa

Presbyterianischer Gottesdienst in Bebedouro / Portugal
Das Ökumenische Fürbittgebet richtet den Blick in dieser Woche u.a. auf Portugal, Spanien und Italien. Vier Partnerkirchen unterstützt das GAW in diesen Ländern. Alle Kirchen sind eingebunden in die Sorgen und Nöte ihrer Länder: der wirtschaftlichen Herausforderungen, der großen Jugendarbeitslosigkeit, der Flüchtlingsströme u.a.


Anregungen für Dank und Fürbitte



Wir danken für:
- die gläubigen Christinnen und Christen, die in der langen Tradition des Christentums stehen und diese ihren Ländern gehegt und erneuert haben.
- den Hl. Petrus und den Hl. Paulus, deren Wirken für das Evangelium dazu führte, dass sich das Römische Reich zum Christentum bekehrte.
- die Katakomben und all die anderen Monumente, die an die Geschichte der frühen Christenheit erinnern und auch heute zum Glauben ermutigen.
- den Hl. Jakobus, dessen Grab in Santiago de Compostela ein Ort ist, an dem sich heute viele Pilgerinnen und Pilger im Gebet für ein versöhntes Europa vereinen.
- Christinnen und Christen, die die Geschichte des Hl. Jakobus neu interpretieren, so dass sie nicht mehr gegen Muslime gerichtet ist.
- Pilger, die einen tieferen Glauben und Heilung des Geistes suchen.
- die, die Flüchtlinge und Wanderarbeiter aufnehmen und für sie sorgen.
- die, die Kirche erneuern, wie z.B. Peter Valdes, Benedikt von Nursia und die Scholastiker, Franzikus und Klara, Katharina von Siena, Teresa von Avila.

Wir bitten um/ für:
- ein Ende des Terrorismus und der Gewalt, und für eine Lösung des Konfliktes mit der baskischen Region in Spanien.
- eine bessere verantwortlichere Nutzung von Ressourcen auf dem Land, im Meer und in der Luft.
- Weisheit und Führung, wenn es um Fragen der Migration geht.
- die jungen Leute, dass sie in ihrer Heimat Chancen bekommen und eine erneute Hoffnung in Christus finden.
- die Einwanderinnen und Einwanderer und die Opfer des Menschenhandels.
- ein Ende von Korruption und Verbrechen, damit alle Menschen Gerechtigkeit finden.
- den anhaltenden Kampf gegen Intoleranz und Hass.
- eine geistliche Erneuerung der Kirche inmitten einer Gesellschaft, deren Säkularismus und Materialismus wächst.

Gebete

Nimm hin, o Herr, meine ganze Freiheit. 
Nimm an mein Gedächtnis, meinen Verstand, meinen ganzen Willen. 
Was ich habe und besitze, hast Du mir geschenkt. 
Ich gebe es Dir wieder ganz und gar zurück. 
Nur Deine Liebe schenke mir nach Deiner Gnade. 
Dann bin ich reich genug und suche nichts weiter. (Ignatius von Loyola, 1491 - 1556)

Glaubensbekenntnis
Ich glaube an einen Vater,
der seine Kinder so sehr liebt,
dass er in Stille auf ihre Rückkehr wartet,
damit er ihnen den besten Umhang geben,
das fetteste Kalb schlachten,
und das Fest der Versöhnung feiern kann.
Ich glaube an einen Geist,
dessen Macht nicht im Donner des Sturmes geoffenbart wird,
oder im Schrecken des Erdbebens,
sondern in der leisen, kleinen Stimme.
Ich glaube an einen Sohn,
der die Macht der Stille brach
mit dem schneidenden Schrei:
„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“
Als er am Kreuz starb,
verwandelte er die Stille des Todes
in den Tod einer jeden Stille.
(Massimo Aprile, Italien. Rete di Liturgia, 1996, Nr. 2 © Rete di Liturgia)

Montag, 16. Februar 2015

Sanierung der Kirche in Bebedouro / Portugal

Presbyterianische Kirche in Bebedouro
Im vergangenen Jahr haben wir im GAW Gelder für die Sanierung der presbyterianischen Kirche in Bebedouro in Portugal gesammelt. Die Arbeiten sollen jetzt beginnen. "Wir sind dem GAW dankbar, dass wir nun mit den dringend notwendigen Sanierungen beginnen können", schreibt Pastorin Maria E. Titosse.
Die Geschichte ihrer Gemeinde beginnt in Brasilien. Zwei Brüder hatten 1926 beschlossen, nach Lateinamerika auszuwandern und kamen so in die presbyterianische Gemeinde in Barretos, Brasilien. Weil ihre Arbeit dort nicht von Erfolg gekrönt war, kehrten sie nach Portugal zurück – allerdings mit neuem reformatorischen Glauben. In Bebedouro sammelten sie eine evangelische Gemeinde in der erzkatholischen Umgebung, zuerst in ihrer eigenen Wohnung. Obwohl sie schlecht behandelt und verfolgt wurden, ließen sie sich nicht entmutigen. 1940 gelang es mit Unterstützung der Presbyterianischen Kirchen in Portugal und Brasilien, eine erste Kirche einzuweihen. Die Gemeinde begann schnell zu wachsen, so dass ein Gemeindesaal für die verschiedenen Aktivitäten notwendig wurde. Trotz der derzeitigen wirtschaftlichen Krise und der Emigration vieler junger Menschen ist die Gemeinde sehr aktiv und zählt ca. 200 Glieder unterschiedlichster Herkunft. Durchschnittlich kommen 110 Erwachsene und 35 Kinder und Jugendliche zu den Gottesdiensten. Es gibt gute ökumenische Kontakte zur Katholischen Kirche mit gemeinsamen Aktivitäten. 
Nachdem viele Jahre am Kirchgebäude nichts getan werden konnte, steht die Sanierung des Innenraumes nun an. Der Gemeindesaal soll wieder hergestellt werden, so dass hier Hausaufgabenhilfe und bei Bedarf psychologische Begleitung angeboten werden können. Ebenso soll der Saal der politischen Gemeinde zur Verfügung gestellt werden. Die Sanitäranlagen müssen saniert und der Zugang zur Kirche behindertengerecht gestaltet werden.
Die Gelder des GAW sind unterwegs. Die Arbeiten können zeitnah beginnen. Dank an alle, die mitgeholfen haben, dass das Projekt realisiert werden kann.

Sonntag, 15. Februar 2015

Kirchen brauchen den Perspektivwechsel

von li n. r.: Pfr. Enno Haaks, Peter Weigand,
Martin Junge (Generalsekretär des LWB), Wolfgang Kahl
"Diaspora- und Missionswerke sind Botschafter und Organisatoren des "Perspektivenwechsels". Wir bringen die Erfahrungen anderer Lebens. und Kirchenumstände als ökumenische Horizonterweiterung hinein in unsere Kirchen, die manchmal in der Gefahr stehen, fast provinziell den Horizont bereits am Ende des Kirchturms, Kirchendistriktes oder der Landeskirche zu sehen. Unsere bloße Existenz und unsere Arbeit innerhalb unserer Kirchen sorgen dafür, der Selbstgerechtigkeit, Isolation und Provinzialisierung unserer Kirchen, Gemeinden und Kirchenstrukturen entgegenzuwirken. Damit helfen wir unseren Partnern in ganz besonderer Weise." Diese Worte sagte Peter Weigand auf einem gemeinsamen Workshop von Missionswerken, dem GAW und der Theologischen Fakultät Leipzig. In dem Buch "Diaspora und Mission. Eine Verhältnisbestimmung" (Leipzig, 2011) wurde sie veröffentlicht. Selbst war Weignad Pfarrer in Vaplparaiso/Chile und Brasilien. In den letzten sieben Jahren seiner beruflichen Laufbahn war er Direktor von "MissionEineWelt" in Neuendesttelsau. Jetzt wurde er in den Ruhestand verabschiedet. Selbst hat er sich verstanden als einer, der Kirche immer wieder an einen notwendigen Perspektivwechsel erinnert. Das eint Missions- und Diaspoarwerke. Dafür ist dieser Dienst notwendig.
Das Buch "Diaspora und Mission" ist beim GAW zu beziehen unter: info@gustav-adolf-werk.de

Mittwoch, 11. Februar 2015

Ökumenisches Fürbittgebet u.a. für Belgien

Kirche in Spa / Belgien
Das Ökumenische Fürbittgebet lenkt den Blick u.a. nach Belgien. Mit der Vereinigten Protestantischen Kirche in Belgien ist das GAW verbunden. Ihr gehören ca. 45.000 Mitglieder in 110 Gemeinden an. 85 PfarrerInnen betreuen die Gemeinden. In diesem jahr unterstützt das GAW die Sanierung der Kirche in Spa.
Das Fürbittgebet lenkt den Blick auf die großen Herausforderungen des Landes.

Wir danken für:
- die protestantische Kirche in Belgien. Möge sie weiterhin als Zeugnis der sichtbaren Einheit der Kirche dienen.
- für Christen, die ein Zeugnis für Gerechtigkeit und Frieden in unserer Welt ablegen.

Wir bitten um/für:
- Toleranz und gegenseitigen Respekt zwischen Flamen und Wallonen in Belgien.
- die jungen Menschen, die keine Arbeitsstelle finden können, wenn sie ihre Ausbildung beendet haben.
- die Drogenabhängigen und alle, die Drogen verkaufen, dass sie ihre Sucht überwinden.
- die Lebendigkeit der Kirche, dass sie für alle, die ihr Interesse am Glauben verloren haben, wieder Anziehungskraft bekommt.
- die vielen hundert Asylsuchenden an den Grenzen, die dorthin zurückgeschickt werden, woher sie kamen, und die ohne jegliche Hoffnung auf eine bessere Zukunft ausgewiesen werden.
- eine offene Diskussion zwischen denen, die glauben, und denen, die nicht glauben, zwischen denen, die in diesen Ländern geboren wurden und denen, die später kamen, damit sich die Menschen nicht verführen lassen, Rassenvorurteile zu entwickeln.
- das friedliche Zusammenleben von Nachbarn, das von Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft geprägt ist.

GEBETE
Wir beten für Deine weltweite Kirche,
- für die Kirchen hier, die Auge in Auge mit Wohlfahrt und Luxus die Geschichte von Jenem zu erzählen haben, der um unsertwillen arm wurde,
- und für die Kirchen andernorts, die gegenüber erbärmlicher Armut den Reichtum Deiner Güte
verkündigen dürfen: Dass wir einander etwas zu sagen haben, dass wir uns gemeinsam angesprochen wissen vom Anspruch Deines Wortes. Amen    (Wim van der Zee, 1930-1995)

Morgengebet
Herr Jesus Christus, du bist die Sonne, die immer aufgeht, aber niemals untergeht.
Du bist die Quelle allen Lebens, du schaffst und erhältst jedes Lebewesen.
Du bist die Quelle aller Nahrung, unser leibliches und geistliches Brot,
du stärkst unseren Körper und auch unsere Seele.
Du bist das Licht, das die Wolken des Irrtums und des Zweifels vertreibt,
und das zu jeder Stunde jeden Tages vor mir hergeht,
und meine Gedanken und mein Handeln lenkt.
Lass mich in deinem Licht wandeln.
Lass mich von deiner Nahrung gestärkt, von deinem Erbarmen erhalten
und von deiner Liebe erwärmt werden.
(Erasmus von Rotterdam, 1466-1536)

Dienstag, 10. Februar 2015

Nothilfe für die Diakonie in der Karpato-Ukraine

"Vor allem Männer verlassen die Ukraine, weil sie große Angst haben, von der Armee eingezogen zu werden. Mit den Rekrutierungslisten, neben offiziellen auch gefälschten, wird viel Angst gemacht. Da gibt es auch eine ganze Reihe von Profiteuren, die Männer gegen Geld von den Listen entfernen. Verstärkt wird auch in der Karpato-Ukraine rekrutiert, weil dort die Wahrscheinlichkeit, auf russische Sympathisanten zu stoßen, relativ klein ist. Es ist aber gerade für die ungarische Minderheit, die in diesem Teil der westlichen Ukraine lebt und seit über 100 Jahren für sie in einem fremden Staat leben, ein Absurdum, für die Ukraine in den Krieg zu ziehen. Der Krieg und die wirtschaftliche Not bewirken daher, dass vor allem die älteren Menschen zurückbleiben. Diese sind meist auf sich alleine gestellt und viele davon sind wegen ihrer Gebrechlichkeit auf Hilfe angewiesen", berichtet Pfarrer Matthias Herren, Osteuropabeauftragter des Hilfswerkes Evangelischer Kirche in der Schweiz (HEKS). Gemeinsam mit HEKS unterstützt das GAW ein Nothilfeprogramm für alte und alleingelassene ältere Menschen, die von der Diakonie der Reformierten Kirche in der Krapato-Ukraine unterstützt werden. Die Renten sind niedrig. Der Verfall der einheimischen Währung Griwna und der Winter tragen dazu bei, dass die Menschen hungern, die allein sind und auf Hilfe angewiesen sind. Die Diakonie will mit Lebensmittelpaketen die Menschen unterstützen. 
Zur Reformierten Kirche in der Karpato-Ukraine gehören ca. 100.000 Mitglieder, die weitgehend ungarischsprachig sind. In der Region leben ca. 150.000 die zur ethnischen Minderheit gehören. Der wachsende ukrainische Nationalismus schürt Ängste. In dieser instabilen Situation will die Kirche Halt geben. Verschiedene Kirchengemeinden haben schon Soldaten begraben müssen, die gefallen sind. Auch kommen viele Flüchtlinge aus der Ost-Ukraine in die Region, denen geholfen werden muss.
Helfen Sie mit! Stichwort: Nothilfe Ukraine. Das Spendenkonto finden Sie hier!

Montag, 9. Februar 2015

Homepage zum Reformationsjubiläum vom LWB


Der Lutherische Weltbund (LWB) hat zum 500. Reformationsjubiläum 2017 in der vergangenen Woche eine spezielle Internetseite freigeschaltet. 


Die Webseite "2017.lutheranworld.org" soll die Mitgliedskirchen und ihre Gemeinden motivieren, sich mit den Herausforderungen mit dem Beginn der Reformation vor 500 für heute auseinanderzusetzen und sich aktiv am Reformationsjubiläum zu beteiligen.

Die Homepage soll eine Plattform sein, die den Gemeinden die Chance gibt, Kontakte zu knüpfen.

Das GAW selbst ermutigt seine Partnerkirchen, nach ihren Möglichkeiten sich mit den Chancen der Reformation auseinanderzusetzen. Derzeit sammelt die Zentrale des GAW die Aktivitäten, die in den Ländern organisiert werden. Eine wichtige gemeinsame Aktivität der GAW-Partnerkirchen ist dabei mit Sicherheit die Solidaritätskollekte der weltweiten evangelischen Kirchen mit der "Mutterkirche der Reformation" in Wittenberg. Vor Kurzem konnte der vierte Scheck über 10.000 Euro übergeben werden. Mit 40.000 Euro haben sich die GAW-Partnerkirchen schon beteiligt. Es sollen bis 2017 insgesamt 70.000 Euro werden.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Oskar Pank - der 4. Präsident in der Geschichte des GAW

Oskar Pank, GAW Präsident von 1900-1909
Oskar Pank war der vierte Vorsitzende in der Geschichte des GAW: Von der Gründung bis zu seinem Tode 1857 leitete der Superintendent Großmann den Vorstand. Sein Nachfolger wurde der Geheime Kirchen- und Schulrat Ewald Friedrich Hoffmann, ein Verwaltungsfachmann. 1874 wurde Gustav Adolf Fricke, Pfarrer der Peterskirche Leipzig, zum Vorsitzenden gewählt.
Zu Panks Amtszeit (1900-1909)  befand sich die Zentrale des Vereins in der Weststraße 4, ganz in der Nähe der Superintendentur. Der jeweilige Vorsitzende hatte fähige Persönlichkeiten an seiner Seite, ohne die die so umfangreich gewordene Arbeit nicht zu schaffen gewesen wäre. Ein theologischer Generalsekretär, unter Panks Leitung angestellt, bald darauf ein weiterer festangestellter theologischer Mitarbeiter sowie ein Justitiar und Generalbevollmächtigter waren neben den Kanzleikräften für die laufenden Arbeiten verantwortlich. In der Eigenschaft als juristischer Mitarbeiter war seit 1895 Otto Georgi, der Sohn des Oberbürgermeisters, tätig. Die Arbeit des Juristen gestaltete sich schwierig, da bei der Auslandshilfe manche knifflige Frage gelöst und manchen Ängsten entgegengetreten werden musste. Selbst eine so harmlose Angelegenheit wie die Übermittlung von drei Quittungen über Spenden von Gemeinden in Bosnien-Herzegowina an die Zentrale in Leipzig weitete sich zu Verbalnoten verschiedener Ministerien aus.
Oskar Pank galt als Mann des Ausgleichs. Bei festem eigenem Standpunkt versuchte er Brücken zu schlagen zu Andersdenkenden. Als Vorsitzender des Gustav-Adolf-Vereins sollte er häufig Gelegenheit haben, diese Gabe unter Beweis zu stellen. Gab es doch in jener Zeit zahlreiche Angriffe auf den Verein, von außen wie von innen. So kam es vor, dass selbst Parlamente wie das in Budapest sich mit seiner Arbeit beschäftigten. Ursache war die Befürchtung, daß durch die Unterstützung aus Deutschland die deutschen Minderheiten in Ungarn gefördert würden. (Jahrbuch des GAW "Die Evangelische Diaspora" 1998)
Nach Oskar Pank ist ebenso wie nach dem ersten Präsidenten des GAW eine Sakristei in der Thomaskirche zu Leipzig benannt. Von beiden hängen Porträts im Altarraum der Kirche. 
Wer mehr über Oskar Pank wissen möchte, der kann ein Buch im GAW bestellen "Baumeister der Kirche" über verlag@gustav-adolf-werk.de

Dienstag, 3. Februar 2015

Jahresprojekt der Frauenarbeit 2015 Spanien

"Dios es amor - Gott ist Liebe"


"Dios es amor - Gott ist Liebe" , unter diesem Motto möchte die Arbeitsgemeinschaftschaft der Frauenarbeit im Gustav-Adolf-Werk (GAW) 95 000 Euro sammeln und Projekte in Spanien fördern. Drei wichtige Aufgaben der Spanischen Evangelischen Kirche (IEE) sollen unterstützt werden:
  • Renten- und Pensionsfonds
  • Flüchtlingsarbeit in der sozialdiakonischen Einrichtung Acción Social Protestante (ASP) in Madrid und von Frater-Nadal in Rubí, in der Nähe von Barceolona. - Gabriele De Bona M.A. (Frauenarbeit GAW)