Mittwoch, 4. März 2015

Lebensmittelhilfe für Notleidende in der Ukraine

Verteilung von Lebensmitteln
"Von umgerechnet 30 Euro muss eine alte Frau aus Beregszasz monatlich leben", berichtet der Osteuroparefernet des schweizerischen Hilfswerks HEKS Pfarrer Matthias Herren. "Für sie ist das erhaltene Lebensmittelpaket eine große Hilfe." Weiter berichtet er von einer Familie, wo der Mann wegen einer Augenkrankheit arbeitslos ist. Das Arbeitslosengeld beträgt 7 Euro.  Drei Kinder hat die Familie. Eines ist krank. Auch hier hilft das Lebensmittelpaket enorm.
Im Januar haben HEKS, die Badische und die Rheinische Landeskirche und das GAW gemeinsam einen Winter-Nothilfefonds für die Karpato-Ukraine beschlossen. Ziel war und ist es, in den Wintermonaten der Diakonie der Reformierten Kirche in der Karpato-Ukraine zu helfen,  arme Familien, alte Menschen und Notleidende zu unterstützen. Das ist dringend geboten. Für ca. 7 Euro werden jetzt Pakete gepackt und durch die Diakonie den Hilfsbedürftigen übergeben. 
Die soziale Situation im Land hat sich spürbar verschlechtert. Staatliche Leistungen wurden eingeschränkt. Auf Grund der Teuerung im Land bleibt den Menschen wenig übrig. Die Diakonie der Reformierten Kirche im Westen der Ukraine hilft nun über die Kirchengrenzen hinweg allen, die auf Hilfe angewiesen sind - dank der Unterstützung der Partner.
In der Karpato-Ukraine leben noch ca. 10% ungarischstämmige Menschen. Derzeit haben es die Minderheiten wie die Ungarn oder auch die Ruthenen in der angespannten politischen Situation nicht leicht. Insbesondere die Rekrutierungen zur ukrainischen Armee macht den Minderheiten wie den Ungarn zu schaffen. Es heißt, dass sehr viele Ungarn, die für die Rekrutierung in Frage kommen, ausgewandert sind. Häufig sind die, die dann in den Krieg müssen kaum ausgebildet und schlecht ausgerüstet. Die reformierten Gemeinden haben schon etliche Kriesgopfer zu beklagen. Auch in der Schlacht um Debalzewe war ein Regiment eingesetzt, in dem viele aus Transkarpatien kamen.
Wir werden unsere Partnerkirche weiterhin unterstützen, ihren Dienst an denen zu tun, die gerade in Kriegszeiten enorm zu leiden haben. Helfen Sie mit: http://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html

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