Donnerstag, 5. Februar 2015

Oskar Pank - der 4. Präsident in der Geschichte des GAW

Oskar Pank, GAW Präsident von 1900-1909
Oskar Pank war der vierte Vorsitzende in der Geschichte des GAW: Von der Gründung bis zu seinem Tode 1857 leitete der Superintendent Großmann den Vorstand. Sein Nachfolger wurde der Geheime Kirchen- und Schulrat Ewald Friedrich Hoffmann, ein Verwaltungsfachmann. 1874 wurde Gustav Adolf Fricke, Pfarrer der Peterskirche Leipzig, zum Vorsitzenden gewählt.
Zu Panks Amtszeit (1900-1909)  befand sich die Zentrale des Vereins in der Weststraße 4, ganz in der Nähe der Superintendentur. Der jeweilige Vorsitzende hatte fähige Persönlichkeiten an seiner Seite, ohne die die so umfangreich gewordene Arbeit nicht zu schaffen gewesen wäre. Ein theologischer Generalsekretär, unter Panks Leitung angestellt, bald darauf ein weiterer festangestellter theologischer Mitarbeiter sowie ein Justitiar und Generalbevollmächtigter waren neben den Kanzleikräften für die laufenden Arbeiten verantwortlich. In der Eigenschaft als juristischer Mitarbeiter war seit 1895 Otto Georgi, der Sohn des Oberbürgermeisters, tätig. Die Arbeit des Juristen gestaltete sich schwierig, da bei der Auslandshilfe manche knifflige Frage gelöst und manchen Ängsten entgegengetreten werden musste. Selbst eine so harmlose Angelegenheit wie die Übermittlung von drei Quittungen über Spenden von Gemeinden in Bosnien-Herzegowina an die Zentrale in Leipzig weitete sich zu Verbalnoten verschiedener Ministerien aus.
Oskar Pank galt als Mann des Ausgleichs. Bei festem eigenem Standpunkt versuchte er Brücken zu schlagen zu Andersdenkenden. Als Vorsitzender des Gustav-Adolf-Vereins sollte er häufig Gelegenheit haben, diese Gabe unter Beweis zu stellen. Gab es doch in jener Zeit zahlreiche Angriffe auf den Verein, von außen wie von innen. So kam es vor, dass selbst Parlamente wie das in Budapest sich mit seiner Arbeit beschäftigten. Ursache war die Befürchtung, daß durch die Unterstützung aus Deutschland die deutschen Minderheiten in Ungarn gefördert würden. (Jahrbuch des GAW "Die Evangelische Diaspora" 1998)
Nach Oskar Pank ist ebenso wie nach dem ersten Präsidenten des GAW eine Sakristei in der Thomaskirche zu Leipzig benannt. Von beiden hängen Porträts im Altarraum der Kirche. 
Wer mehr über Oskar Pank wissen möchte, der kann ein Buch im GAW bestellen "Baumeister der Kirche" über verlag@gustav-adolf-werk.de

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