Donnerstag, 31. Juli 2014

GAW-Arbeitshilfe für Schulanfänger-Gottesdienste

Während heute im letzten Bundesland - in Baden Württemberg - die Sommerferien beginnen, neigen sich in anderen Bundesländern die großen Ferien bereits wieder dem Ende entgegen und das neue Schuljahr steht vor der Tür. Das GAW hat eine Arbeitshilfe für Gottesdienste zum Schulbeginn herausgegeben. Das Motto: "Du bist nicht verlassen". Erzählt wird die biblische Geschichte des Josua, dem Gottes Zusage "Du bist nicht verlassen!" hilft, seine vor ihm liegenden Aufgaben zu bewältigen.
Das vorliegende Material bietet zwei Gottesdienstentwürfe - je eine längere und eine kürzere Variante oder aber kann einfach auch Anregungen und Ideen für eigene Entwürfe liefern.
Das Material kann hier kostenlos heruntergeladen oder in der GAW-Zentrale in Leipzig bestellt werden.  

Mittwoch, 30. Juli 2014

Gedenken an Ausbruch des 1. Weltkrieges: Europas Protestanten rufen zu Schweigeminute am 1. August 2014 um 12 Uhr (MEZ) auf

Zu einer Schweigeminute im Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkrieges hat die Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) aufgerufen. In einer Erklärung des GEKE heißt es: "In ganz Europa - von Island bis zum Balkan, von St. Petersburg bis Lissabon, von Hammerfest bis Ankara - schweigen Leben und Arbeit am 1. August 2014 um 12 Uhr (MEZ) für eine Minute. Angesichts der noch immer sprachlos machenden Dimension des damaligen Grauens könnte ein Moment des Schweigens ein angemessenes Zeichen des Erinnerns sein."

Arnaud Touvoli hat ein Zuhause gefunden

Arnaud Touvoli mit Mitgliedern der evangelisch-lutherischen
Gemeinde in Venedig. Foto: Prigge
Arnaud Touvoli stammt aus Westafrika, von der Elfenbeinküste. Ende März dieses Jahres wurde der 25-jährige Asylbewerber, der mit seiner Trommelgruppe Trokiwa für den niedersächsischen Integrationspreis "Zuflucht Niedersachsen" nominiert war, aus Deutschland abgeschoben ... noch vor der Preisverleihung, zu der er eingeladen war. Arnaud Touvoli muss seinen Asylantrag nach dem Dublin III-Abkommen in dem Land stellen, in dem er europäischen Boden betreten hat. Italien.
Der junge Mann fand zunächst Zuflucht bei der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Venedig und lebte dort 10 Wochen lang in der Sakristei. Inzwischen hat er über die Gemeinde ein Zuhause in einem solidarischen Dorf in Italien gefunden. Pastor Bernd Prigge blickt im aktuellen Gemeindebrief auf die vergangenen Monate zurück und findet bewegende Worte: "Venedig hat 30.000 Hotelbetten, doch nur 50 Plätze für Flüchtlinge. [...] Was diese eher abstrakte Zahl im konkreten Fall für Auswirkungen hat, damit war unsere Gemeinde in den letzten Monaten beschäftigt. [...] In den letzten vier Monaten habe ich viel gelernt über Venedig 'ganz unten', über rechtliche Fragen, über Behörden und Sozialsystem, über Zwischenmenschliches, darüber wie eine Gemeinde reagiert, wenn sie plöztlich einen Afrikaner aufnimmt, den niemand will. Was gab es an gut gemeinten Ratschlägen, was wir alles tun könnten, an wen wir uns wenden sollten. Es gab viele solidarische Mails, auch Geldspenden trafen ein und doch gab es viele einsame Momente mit diesem komplexen Problem. Wie schrecklich, die Suche eines 25-jährigen von der Elfenbeinküste nach einem Leben ohne Verfolgung und in Frieden vor allen Dingen als Problem wahrzunehmen. [...] Ich musste auch eine Menge über mich lernen, der machmal überfordert mit der Situation war, missmutig, ungeduldig und wenig den Geist zum Ausdruck bringend, wie man biblischerseits mit Fremden umgehen soll - und das besonders in einer Stadt, die einst als Flüchtlingsinsel gegründet wurde und die noch heute die Fremden schätzt, allerdings nur solange sie bezahlen. Schnell ereiferte ich mich über das gründliche deutsche Abschiebesystem (wieviel Energie dort in das Abweisen von Menschen statt in ihre Integration gesteckt wird!) und die italienische Ignoranz gegenüber Flüchtlingen (Nicht wir, Europa muss sich kümmern!). Doch Arnaud war nun mal eben nicht irgendein 'Fall', um den sich der Staat zu sorgen hat. Wir wurden mit Bildern und Geschichten konfrontiert, die wir bislang nur aus der Entfernung kannten. [...] Und ich finde: Wir sind 100 Gemeindeglieder, kreative Köpfe und viele gute Herzen, mit sogar 200 Händen, und da sollten wir es nicht schaffen, einem Menschen unter die Arme zu greifen? Ein Blick ins Neue Testament ist beachtenswert: Von Menschen die gesegnet sind - wir könnten anführen: mit ihrem europäischen Pass, mit ihrer Bildung, mit Gaben, mit Mitteln - wird auch erwartet, dass sie ihren Segen weitergeben. Segen wird erst dann wirksam, wenn er sich vermehrt, wenn er "unter die Leute kommt". [...] Arnaud hat - nachdem er 10 Wochen in der Sakristei wohnte - ein neues Zuhause gefunden [...], für das die Gemeinde aufkommt. Dort macht er einen glücklichen Eindruck, kann seine Musik leben und wird wertgeschätzt. Aber das wird sicher nicht seine letzte Station sein. [...]"  

Dienstag, 29. Juli 2014

Die lutherische Schule "Belén O´Higgins" in Santiago de Chile

Pfarrer Welker von der Versöhnungsgemeinde bei einer Schulandacht
In Santiago de Chile gibt es seit über 15 Jahren eine lutherische Schule im Armenviertel Villa O´Higgins. Sie ist im Grunde aus der Not heraus entstanden. Zunächst gab es einen Kindergarten, den die lutherische Versöhnungsgemeinde in dem Stadtteil gründete. Das war in den 1970er Jahren, als auf Befehl der Militärregierung eine illegale Landbesetzung - eine sog. "Toma" - im Norden der Stadt aufgelöst wurde und die Menschen auf Militärlastern abtransportiert wurden. Eine schwere Zeit. Die Versöhnungsgemeinde bleib den Menschen treu und begann mit dem Kindergarten und einer Gemeinwesenarbeit. Dabei konnte es irgendwann nicht mehr bleiben. So begann man nach dem Kindergarten einen normalen Schulbetrieb - damals in zwei Schichten, d.h. morgens eine Schulklasse, nachmittags eine andere in demselben Raum - aufzubauen. Als der Platz immer enger wurde, beschloss die Versöhnungsgemeinde, sich auf die Schule zu konzentrieren. Das bedeutete aber große Anstrengungen, denn es musste gebaut werden. Vor 11 Jahren war das, als mit Hilfe des GAW ein erster großer Erweiterungsbau realisiert werden konnte. man kann sagen: Ohne das GAW würde die Schule Belén Villa O´Higgins nicht mehr existieren. 
Inzwischen werden insgesamt 336 Schüler in 8 Klassenstufen und Vorschule sowie 77 Schüler (überwiegend junge Erwachsene) in der Abendschule betreut. Der Andrang in diesem Jahr war so groß, dass sogar vereinzelt Schüler nicht aufgenommen werden konnten. Ein Erfolg der langjährigen Bemühungen nachhaltige Verbesserungen zu erreichen. Insbesondere der derzeitige Vorsitzende des Kirchenvorstandes Michael Wagner hat hier Enormes geleistet. Die Schule leistet einen guten Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation in dem Armenviertel. Sie steht inzwischen auf einem soliden finanziellen Fundament und wird von staatlichen Subventionen getragen. Bauliche Verbesserungen sind damit allerdings nicht zu leisten. Da ist Belén weiter auf Hilfe angewiesen.
Das GAW hat in dem Zentrum ebenso de Bau einer Schulkapelle mit unterstützt. Es ist schön zu sehen, wie sich nach Jahren hier langsam ein diakonisches Zentrum entwickelt hat, das nachhaltig überleben kann - wenn denn die Rahmenbedingungen der chilenischen Regierung es erlauben. Hier beobachtet die Gemeinde geplante Änderungen aufmerksam.

Montag, 28. Juli 2014

Tausende Ureinwohner in Kolumbien vom Tode bedroht

Der kolumbianische Radiosender RCN hat berichtet, dass das Leben Tausender Ureinwohner im Norden Kolumbiens von einer lang anhaltenden Trockenheit und den Folgen des Bergbaus in der Region akut bedroht ist. Ein Sprecher einer indigenen Gemeinschaft erklärte: "Seit November 2013 hat es hier nicht mehr geregnet. Wir haben nicht genügend Land und nun auch kein Wasser mehr. Die Bergbaukonzerne verbrauchen täglich mehrere Millionen Liter Wasser und unsere Kinder verdursten."  

Breslau im Juli 2014 - Breslau im September 1929

Vor Kurzem fanden in Breslau die Christlichen Begegnungstage statt. Dafür wurde die Jahrhunderthalle angemietet, um den über 4 000 Teilnehmenden genügend Raum bieten zu können für Begegnungen. Viele Partnerkirchen des GAW waren dabei. Und auch das GAW war dabei: mit einem Stand und auf einer Podiumsdiskussion durch Vera Gast-Kellert, Vorsitzende der GAW-Frauenarbeit, vertreten.

Im Jahre 1929 fand in eben dieser Jahrhunderthalle die Hauptversammlung des GAW statt. 

Sonntag, 27. Juli 2014

Ein Auto für Paysandú

„Ohne ein Auto wäre es undenkbar, die weit verstreute Gemeinde zu versorgen“, schrieb Pastor Juan A. Schvindt aus Paysandú/Uruguay, als er sich im Namen seiner evangelischen Gemeinde für die Hilfe beim Autokauf bedankt. Mit dem Auto fahren Konfirmanden zum Unterricht, zur Jugendfreizeit, werden Senioren zu Treffen abgeholt und vieles mehr. „Wir danken dem GAW von ganzem Herzen für die Hilfe!“ schreibt Juan Schvindt.

Ohne ausreichende Motorisierung ist man in der Diaspora verloren. Für eine verlässliche Arbeit in den Gemeinden und der Diakonie in der Diaspora braucht es Mobilität. Oft wohnen Gemeindeglieder weit entfernt von der Kirche oder ein Pfarrer hat mehrere weit auseinander liegende Gemeindegruppen oder Predigtorte zu besuchen.

Der Motoriserungsfonds des GAW bringt Gemeinden in Bewegung und schafft und fördert Gemeinschaft.

Samstag, 26. Juli 2014

Eine Kirche für Grütly/Argentinien

"Die evangelische Gemeinde in Grütly/Argentinien dankt dem GAW für die erhaltene Hilfe zum Bau unserer Kirche," schreibt der Vorstand der Kirchengemeinde. "Ohne diese Hilfe hätten wir es sehr schwer gehabt, den Bau zu vollenden!"
Die Gemeinde hat eine schwierige Geschichte hinter sich: Nach einer Art Dornröschen-Schlaf ist die Kirchengemeinde Grütly im Jahr 1998 von Gemeindegliedern gemeinsam mit Nachbargemeinden zu neuem Leben erweckt worden. Jeden Sonnabend treffen sich jetzt Kinder und Jugendliche zur Bibelschule, oft gemeinsam mit Jugendlichen der katholischen Gemeinde. Die kleine Frauengruppe konnte ein Treffen des Kirchendistrikts durchführen. 
Für größere Veranstaltungen genoss die Kirchengemeinde bisher die Gastfreundschaft in der katholischen Kirche. Zur Gemeinde gehören inzwischen 20 Familien und zahlreiche Einzelpersonen. 
Im Jahre 2010 hat das GAW für die Gemeinde gesammelt. Im laufe des Jahres 2011 erhielt sie das Geld und konnte danach in Ruhe die Arbeiten umsetzen. 
Nachdem die Kirche fertig ist, träumt die Gemeinde von einem eigenen Kirchturm mit Glockenstuhl, denn sie will auch weithin das Evangelium auf evangelische Weise hörbar werden lassen.

Freitag, 25. Juli 2014

Postkartenaktion: Aufenthaltsrecht für Betroffene von Frauenhandel

Mit der Bitte um Verbreitung erreichte uns die folgende Information: Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes e.V. ruft zu einer Postkartenaktion für von Frauenhandel Betroffene auf. Bis Mitte Oktober sollen 25.000 Postkarten an den Parteivorsitzenden der SPD Sigmar Gabriel geschickt werden. Ziel der Aktion ist es, die Partei daran zu erinnern, ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzuhalten, das Aufenthaltsrecht für Betroffene von Frauenhandel zu verbessern. Nähere Informationen und die Postkarten gibt es auf der Internetseite von Terre des Femmes e.V.
Die GAW-Frauenarbeit hat in den vergangenen Jahren immer wieder auch Projekte in Partnerkirchen unterstützt, in denen von Frauenhandel Betroffene und deren Angehörige betreut werden, beispielsweise bei der Diakonie der Evangelischen Kirche A.B. in Polen.

GAW-Freiwillige beginnen ihren Dienst in Partnerkirchen

Die GAW-Freiwilligen in der Stuttgarter Stiftskirche anlässlich
des Entsendegottesdienstes Ende Juni. Foto: GAW Württemberg 
21 junge Frauen und Männer beginnen in diesem Sommer ihren Dienst in GAW-Partnerkirchen. Die Freiwilligen, die vom GAW in Württemberg entsandt werden, stammen aus ganz Deutschland und werden für ein Jahr in sozial-diakonischen Projekten und Kirchengemeinden in Argentinien (3), Aserbaidschan (1), Chile (6), Italien (4), Paraguay (4) Russland (2) und Uruguay (1) arbeiten.

Donnerstag, 24. Juli 2014

Urlaub bei GAW-Partnerkirchen

Sommerzeit ist Urlaubszeit! Viele der GAW-Partnerkirchen bieten Gästehäuser an, in denen man mit Gemeindegruppen oder auch ganz privat einen Urlaub verbringen und dabei noch Land, Leute und Kirche kennenlernen kann. Auf der Internetseite www.foresterievaldesi.it finden Sie beispielsweise die Gästehäuser der Waldenserkirche in Italien. Unter www.centrolosrubios.es können Sie Ferienzimmer im Ökumenischen Zentrum Los Rubios am Strand von Malaga in Spanien buchen. Das Casa Mamré der evangelischen Gemeinde in Jaca (Spanien) ist nicht nur sozialdiakonisches Zentrum, sondern auch - Jaca liegt im Nordosten Spaniens direkt am Jakobsweg - eine beliebte Pilgerunterkunft: www.casamamre.com. Kontaktadressen zu weiteren Ferienunterkünften in GAW-Partnerkirchen können Sie in der GAW-Zentrale in Leipzig erfragen oder auch bei der GAW-Hauptgruppe in Württemberg, die eine Broschüre "Urlaub bei Freunden" anbietet.   

Mittwoch, 23. Juli 2014

Benefizkonzert für Flutopfer in Serbien

Vom Hochwasser zerstörte Roma-Siedlung in Serbien. Foto: EHO
In der Martinskirche in Sindelfingen findet am kommenden Sonntag, den 27. Juli 2014, ein Benefizkonzert für Flutopfer in Serbien statt. Der Eintritt ist frei. Es werden Spenden für die Ökumenische Hilfsorganisation in Serbien (EHO) erbeten. Das Konzert beginnt um 18 Uhr, beteiligt sind mehrere Chöre mit über 100 Sängerinnen und Sängern.
Mitte Mai dieses Jahres hatten tagelange schwere Unwetter für Überschwemmungen in Serbien, Kroatien und Bosnien-Herzegowina gesorgt. Fast eine Million Menschen waren von diesem Hochwasser betroffen. Es gab dutzende Todesopfer zu beklagen. Die EHO, Partnerorganisation des GAW, leistete in Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen Soforthilfe und unterstützt nun von der Flut betroffene Menschen beim Wiederaufbau.
  

Dienstag, 22. Juli 2014

Flüchlingsarbeit in Thessaloniki geht weiter

Aus Thessaloniki erreichte uns der folgende Brief von Pfarrerin Dorothee Vakalis: "Unser Gemeindeausschuss XENONAS ist weiterhin sehr aktiv in der humanitären Hilfe für Flüchtlingsfamilien mit Kindern. Nachdem es gelungen ist, das inoffizielle Flüchtlingshaus mit 17 Familien fast vollständig zu räumen und die Familien entweder in Unterkünften anderer Organisationen unterzubringen oder Privatwohnunen für sie zu finden und ihnen eine Starthilfe zu gewähren, stehen wir nun vor der Aufgabe, diese Familien weiterhin bei der Arbeitssuche oder bei Verdienstmöglichkeiten und bei der Integration zu unterstützen. Zu diesem Zweck haben wir einen sehr schönen Raum angemietet, in einem ehemaligen Fabrikgebäude, zusammen und in guter Nachbarschaft mit anderen NGOs. Dieser Raum dient bereits als Werkraum für Näharbeiten und andere handwerkliche Tätigkeiten (wir hoffen, bald afrikanische Körbe herzustellen) als auch für Treffpunkte und Gruppenaktivitäten. Geplant sind für den Herbst auch muttersprachliche Kurse für Kinder in Arabisch und Farsi. Außer den afghanischen Xenonas-Familien nehmen jetzt auch Frauen aus Somalia und Senegal an dieser Werkstatt teil." Die GAW-Frauenarbeit und die GAW-Konfigabe haben in den vergangenen Jahren die Flüchlingsarbeit der evangelischen Gemeinde in Thessaloniki unterstützt.

Montag, 21. Juli 2014

GAW-Frauen tagen in Leipzig

Wir freuen uns, den Vorstand der GAW-Frauenarbeit heute bei uns in Leipzig zu haben. Die Frauen treffen sich hier zu ihrer Sommer-Sitzung. Besprochen wird u.a. das Leitbild der GAW-Frauenarbeit und das Jahresprojekt 2015, mit dem soziale Projekte evangelischer Gemeinden in Spanien unterstützt werden sollen. Die Wirtschaftskrise in dem Land hat zu einem Ansturm auf diakonische Stützpunkte evangelischer Gemeinden geführt. Evaluiert wird außerdem der bisherige Verlauf des Jahresprojekts 2014 "Du bist nicht verlassen", mit dem verlassene und vernachlässigte Kinder in Polen, Litauen, Rumänien und der Slowakei unterstützt werden. http://www.gustav-adolf-werk.de/jahresprojekt.html

Freitag, 18. Juli 2014

Kindergabe des GAW 2014

Seit zwei Jahren gibt es wieder eine Kindergabe des GAW. Eigentlich ist diese Sammlung für eine Diasporaprojekt über 100 Jahre alt. Wir haben sie neu aufleben lassen, um im Kindergottesdienst, in Jungschargruppen, in der Christenlehre, im evangelischen Religionsunterricht oder bei Kinderbibelwochen nutzbar zu sein. In diesem Jahr sammeln wir für das Sämanprojekt unserer evangelischen Partnerkirche in Argentinien. Natürlich bietet sich an, das Sämangleichnis zu erzählen. Passend dazu gibt es ein Fensterbild aus dem Projekt in dem Armenviertel Argentiniens, das wunderbar ausmalbar ist. Eingeladen sind die Gruppen, die sich des Projektes annehmen, zu überlegen, in welcher Weise sie für das Projekt sammeln.
Die Kindergabe kann in der Zentrale abgefordert werden oder im Internet ist sie eingestellt: GAW-Kindergabe-2014 

Donnerstag, 17. Juli 2014

Diaspora und Ökumene

"Wenn sich (bei der Gründung des GAW) auch das Wort "ökumenisch" noch nicht ... findet, so beseelte sie doch eine echte ökumenische Gesinnung. (Die Gründer) dachten sich das GAW als ein ökumenisches, evangelisch-kirchliches Liebeswerk ohne jede nationale und regionale Beschränkung, das den gesamten Protestantismus der Welt umfassen sollte. Innerhalb der evangelischen Kirche spielten dabei konfessionelle Unterschiede keine Rolle. Die ökumenische Einstellung war also im Unterschied zum heutigen Verständnis von "ökumenisch" zunächst innerprotestantisch ausgerichtet. Die anderen Kirchen, die nicht auf dem Boden der reformatorischen Bekenntnisse gewachsen sind, blieben noch außer Betracht. Das "Ökumenische" des GAW sah man in der übernationalen, den ganzen Erdkreis umspannenden reformatorisch verstandenen Evangelium begründet." (P.-W. Gennrich, EvDia 1954, 25. Jg., S. 103f) 
Dabei definierte sich das Werk immer als ein Werk "für" die evangelischen Kirchen und nie "gegen" andere Kirchen. Es ging/geht im Grunde darum, die evangelische Stimme in der Diaspora zu stärken, um sich damit in das ökumenische Gespräch einbringen zu können und es zu bereichern.

Mittwoch, 16. Juli 2014

Kircheneinweihung in São Luís / Brasilien


Die lutherische Gemeinde in São Luís - MA/Brasilien konnte jetzt ihren Kirchenneubau feiern. Pastorin Franciele Vanessa Sander war in den Jahren 2005/6 GAW-Stipendiatin in Leipzig. das GAW gratuliert herzlich! 








Dienstag, 15. Juli 2014

Grenzübergeifendes Gustav-Adolf-Fest in Sopron

Die drittgrößte lutherische Kirche Ungarns war vollbesetzt - die evangelische Hymne "Ein feste Burg ist unser Gott" erklang auf Deutsch und Ungarisch in vollem Klang. Wahrlich eine Feier des Glaubens war das Gustav-Adolf-Fest am 14. Juni in Sopron - ein Fest, bei dem erlebbar wurde, dass die weltweite Kirche Jesu Christi Sprach- und Landesgrenzen oftmals ganz augen-scheinlich mit großer Leichtigkeit überwindet.
Bereits 1990 war Sopron/Ödenburg Gastgeber des burgenländischen Gustav-Adolf-Festes - und das Miteinander zwischen den Lutheranern in Westungarn und dem Burgenland ist seither eng, oftmals freilich in überschaubarerem Rahmen. Nun, da sich das Paneuropäische Picknick und die Grenzöffnung zum 25. Male jähren, kamen über 1.200 Menschen aus Österreich und aus Ungarn in Sopron/Ödenburg zum Gustav-Adolf-Fest zusammen. Im Eröffnungsgottesdienst predigte Péter Gáncs im Zeichen der "festen Burg", die das Motto des diesjährigen Festes gab. Hans Niessl, der Landeshauptmann des Burgenlands, und weitere Vertreter der burgenländischen Landesregierung feierten mit uns. Die Stadt Sopron wurde durch ihren Bürgermeister Dr. Tamás Fodor vertreten. Bischof János Szemerei, Bischof Milan Krivda und Superintendent Manfred Koch repräsentierten das kirchliche Leben in Westungarn, der Slowakei und dem Burgenland. Zahlreiche Chöre und Musikgruppen, Schauspiel- und Tanzgruppen gestalteten das Programm des Festes, das auf mehreren Bühnen in der Innenstadt zu sehen war - und das "Young-GAF" lud zu Programmen für Kinder und Jugendliche. Natürlich durfte im Jubiläumsjahr auch eine Filmvorführung mit anschließendem Podiumsgespräch zum Paneuropäischen Picknick nicht fehlen.
Und was bleibt: Zweifellos konnten viele im Glauben gestärkt nach Hause reisen - im Glauben an den, der unsere gemeinsame Mitte ist über Grenzen hinweg. Ein Fest, das den Zusammenhalt von Kirchen stärkt, die nicht nur in Nachbarschaft miteinander leben, sondern deren Gemeindeglieder selbst ganz greifbar erleben können, wie gut es tut, den Glauben nicht nur in der jeweiligen Gemeinden - größtenteils in Diasporasituationen - zu feiern, sondern vereint Gott zu loben.
Holger Manke, deutscher Pfarrer Sopron/Ödenburg

Freitag, 11. Juli 2014

Protestanten in Frankreich und Elsass-Lothringen

Besuch aus Frankreich in Leipzig
"Die Union der reformierten und lutherischen Kirche in Frankreich hat eine eigene Dynamik entwickelt, mit der wir nicht gerechnet Haben," berichtet Thierry Besancon, Verwaltungsleiter der Vereinigten Protestantischen Kirche aus Paris. Mit der Verwaltungsleiterin aus Strassburg, Caroline Lambert-David, von der der Union Protestantischer Kirchen in Elasass und Lothringen, besuchte er die Zentrale des GAW. "Im Gegensatz zu Frankreich ist unsere Union eher eine administrative Union mit zwei Kirchen, denn der Staatskirchenvertrag in unserer Region erlaubt keine Veränderung. Wir müssten hier zu einer Veränderung über das französische Parlament kommen. Das will im Ernst niemand, denn dann würde der gesamte Vertrag wahrscheinlich gekippt werden," sagte Caroline. "Ein Unterschied zu uns," so Thierry," ist auch, dass bei uns die reformierten Gemeinden stärker sind als die lutherischen, die insgesamt nur 51 Gemeinden sind. Dagegen haben wir 500 reformierte Gemeinden. Sie sind auch finanziell stärker."
Vor einem Jahr haben sich in Frankreich beide Kirchen zu einer Unierten Kirche zusammengeschlossen. "Der dynamische Prozess, den beide Kirchen erleben, ist sehr positiv und tut uns gut," sagt Thierry. "Jedoch gibt es administrativ immer noch Anpassungsschwierigkeiten. Das ist aber nach 400 Jahren Trennung nicht unnormal."
Beide Verwaltungsleiter besuchten Leipzig, um die gemeinsame Projektbegleitung mit den Kirchen abzusprechen. Der Ansprechpartner für das GAW sind diese Kirchen. In der Vergangenheit war es die Federacion Protestante de France. Das war jedoch nicht mehr möglich, da über 30 Kirchen inzwischen diesem Bund angehören, der eher eine Interessenvertretung ist.

Donnerstag, 10. Juli 2014

Die gesellschaftliche Relevanz der evangelischen Kirchen in der Diaspora

Jerzey Buzek
Der ehemalige polnische Ministerpräsident Prof. J. Busek hat auf den Christlichen Begegnunsgtagen der mittel- und osteuropäischen evangelischen Kirchen im Juli 2014 in Breslau teilgenommen. Er ist eng mit der Evangelischen Kirche A.B. in Polen verbunden. Schon öfter hat er sich zu der Bedeutung evangelischen Glaubens in Gesellschaft und Öffentlichkeit geäußert. So u.a. auch auf einer vor einigen jahren stattgefundenen Versammlung der Arbeitsgemeinschaft der Diasporawerke in Europa (AGDE). Er betonte damals, dass drei Dinge die evangelischen Kirchen der ganzen Gesellschaft zu bieten haben: 1. Sie ist mit ihrer Gemeindestruktur eine Schule für die Demokratie. 2. Sie hat von ihren Wurzeln her bildende Ausrichtung, indem auch die menschliche Arbeit als ein gesitlicher Wert und nicht nur als Last gesehen wird. 3. Die persönliche Bibellektüre der evangelischen Christen! Sie lässt die Bibel auf den Alltag anwenden und stärkt das individuelle Verantwortungsgefühl.

Mittwoch, 9. Juli 2014

Soja und Monokulturen - eine pastorale Perspektive

Carlos Duarte, Kirchenpräsident der IERP
Carlos Duarte ist seit 2010 Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche am La Plata (IERP), die sich über drei Länder ersterckt - Argentinien, Paraguay und Uruguay. 1978 kam er - aus einer entkirchlichten Familie in Montevideo stammend - nach Argentinien zum Theologiestudium. Durch das Lesen der Bibel und insbesondere des Hohelieds der Liebe aus 1. Korinther 13 war der Wunsch gewachsen, Theologie zu studieren. Nach seinem Studium wurde er Gemeindepfarrer auf dem Land. Er weiß aus eigener Anschauung und durch seelsorgliche Begleitung, wovon er redet. Bei seinem Besuch in der Zentrale berichtet er: „Der Regenwald in Paraguay, wo ich sechs Jahre lang Pfarrer war, ist heute ganz verschwunden. Die Bevölkerung dort hat ihren Lebensraum verloren. Jetzt reichen dort die Soja-Felder, so weit das Auge reicht. Die derzeitigen Übrerschwemmungen haben auch ihren Grund in den Abholzungen. Das Wasser wird nicht mehr vom Boden gehalten. Wir zerstören unseren Lebensraum!" berichtet Carlos.
Mit hohem technischem Aufwand werden die Flächen bearbeitet. Oft ernten sechs nebeneinander fahrende Maschinen auf einer Breite von 60 bis 70 Metern die Soja ab. Direkt dahinter kommen schon wieder die Sämaschinen. Reichlich Pestizide, die außer den gewünschten Pflanzen alles abtöten, und genmanipulierte Pflanzen machen dies möglich. Das Gift aber landet im Trinkwasser und macht die Menschen krank. Brachland und Fruchtfolge sind, so Duarte, Wörter aus einer vergangenen Epoche. Soja, aber auch Mais, Baumwolle, Reis und Getreide werden nach dem gleichen Prinzip gepflanzt und geerntet. Und die Entwicklung geht in einem rasanten Tempo voran. Waren 1978 erst 0,5 Mio. Hektar mit Soja bepflanzt, sind es heute schon 42 Mio. Soja ist weltweit gefragt, vor allem als Futtermittel. Paraguay und Uruguay verkaufen ihre komplette Ernte. „Bauern, die nicht mit den großen Konzernen zusammenarbeiten wollen, haben keine Chance im Wettbewerb“, bedauert der Pfarrer die Entwicklung.
„Egoismus, Habgier und die Rücksichtslosigkeit gegenüber nachfolgenden Generationen sind Sünde, und wir sollten es auch so nennen“, betonte Duarte. Er hat  ein Buch zum Thema geschrieben und es seinen Gemeinden an die Hand gegeben. Mehr als um die Fakten, die dort natürlich auch aufgeführt werden, geht es ihm um die theologische Perspektive und um die Konsequenzen, die Christen daraus ziehen sollten. Carlos Duarte will Gesprächsanstöße geben – innerhalb der Kirche und für die gesellschaftliche Diskussion – und Alternativen aufzeigen, z.B. auch für die Viehzucht.

Dienstag, 8. Juli 2014

Kirchengemeinschaft muss Solidargemeinschaft sein

Franz Christ (re.), Andreas Hess (li.)
"Unsere Kirchen haben das Bewusstsein verloren, dass es eine protestantische Solidarität und Verantwortung füreinander gibt," sagt Pfarrer Dr. Franz Christ, Präsident der Protestantische Solidarität Schweiz (PSS) bei seinem Besuch in der Zentrale des GAW in Leipzig. "Wir müssen gemeinsam als Diasporawerke für eine lebendige protestantische Solidarität arbeiten - und das europaweit," unterstreicht er. In Europa sind die meisten protestantischen Kirchen Diasporakirchen, die angewiesen sind, nicht allein gelassen zu werden. "Kirchengemeinschaft muss in Zukunft Solidargemeinschaft sein," unterstreicht Pfarrer Andreas Hess, der die Arbeitsgemeinschaft der Diasporawerke in Europa (AGDE) bei der GEKE leitet, "sonst verliert sie Wesentliches, was zum Glauben gehört."
Und anknüpfend an das Leitwort des GAW aus Galater 6 - "Lasset uns Gutes tun und nicht müde werden, denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Solange wir denn nun Zeit haben, können wir nach unseren Kräften allen diesen Menschen in Not Gutes tun. Aber den Glaubensgeschwistern sind wir dennoch besonders verpflichtet!" - unterstreicht Franz Christ: "Paulus kommt der Ausrede zuvor, es gebe größere Probleme als die der Protestanten in der Diaspora. Ja, die gibt es gewiss! Und solange wir Zeit haben, können wir nach unseren Kräften allen diesen Menschen in Not Gutes tun. Aber den Glaubensgeschwistern sind wir dennoch besonders verpflichtet."
Beim gemeinsamen Gespräch wurde verabredet, nach gemeinsamen Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu schauen und sich zu unterstützen.

Montag, 7. Juli 2014

Toleranz fördern - auch eine Aufgabe des GAW

Im Diskussionsprozeß um eine neues Leitbild für das GAW ging es vielen darum, dass im Leitbild das Wort "Toleranz" auftaucht, denn seit der Gründung lag es dem GAW daran, nicht sich abzugrenzen, sondern immer das evangelische Profil zu schärfen. Ein Vorschlag für diesen Themenbereich im Leitbildentwurf lautet deshalb:
"Das GAW ermöglicht Begegnungen, die das Glaubensleben bereichern und zum Handeln motivieren. Auseinandersetzungen mit unterschiedlichen Traditionen und wechselseitiges Lernen fördern die Toleranz."
Dazu schrieb 2013 der österreichische Bischof Dr. Büncker: "Dir Forderung der Toleranz als ethische Verpflichtung für das Verhalten zwischen den Menschen bleibt eine Forderung. Gerade den Kirchen kommt hier eine besondere Aufgabe zu. Toleranz bedeutet nicht Relativierung der Wahrheit, sondern ist die Konkretion der eigenen Glaubensüberzeugung. Kirchen setzen sich ein für die dafür notwendigen gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen. Toleranz als Haltung der Offenheit, des Interesses aneinander und des Bemühens um Verständnis setzt den konstruktiven Streit um die Wahrheit voraus. Sie hilft aber, die Auseinandersetzung um die Differenz zu zivilisieren, wie der amerikanische Philosoph M. Walzer meint. Toleranz ist keine Haltung des Desinteresses und des gegenseitigen Ignorierens. Sie braucht Mut und Entschiedenheit, der Intoleranz, wo immer sie auftritt, entgegenzuwirken und neue Wege zum Aufbau einer Kultur des Dialoges und des Verstehens zu beschreiten. Von den Reformatoren kann zumindest das gelernt werden: "Dialogisches Verstehen ist der Weg, den Gott mit den Menschen gehen will.""

Sonntag, 6. Juli 2014

Christliche Begegnungstage in Breslau - von Vera Gast-Kellert

Jerzey Buzek
Am zweiten Tag ist der inhaltliche Schwerpunkttag der Christlichen Begegnungstage in Wroclaw/Breslau. Für uns beginnt er um 9 Uhr mit der Bibelarbeit von Bischof Bohl zu Galater 5, 1-14: “Zur Freiheit hat uns Christus befreit..“ Was heißt die Bindung an Christus in Zeiten scheinbar grenzenloser Freiheit und Lebensmöglichkeiten? Die gewonnene Freiheit will in Verantwortlichkeit gelebt und gestaltet werden, denn die Freiheit ist nicht das einzige, das zählt. Den Gemeinschaften, und das sind ja auch die Gemeinden, kommt eine zentrale Rolle zu.
Um Freiheit, oder besser Freizügigkeit, geht es auch auf dem von der Polnischen Diakonie initiierten Forum, bei dem ich das Jahresprojekt der Frauenarbeit „Du bist nicht verlassen“ vorstelle. Was heißt Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa in Polen, Tschechien, Ungarn, der Ukraine und Deutschland? Was heißt es für die Pflegekräfte, die ihr Land verlassen auf der Suche nach Verdienstmöglichkeiten, und welche fairen Modelle können, wie etwa „Fair Care“ bei der Diakonie in Württemberg, entwickelt werden? Von verschiedenen Personen werde ich später auf unser Jahresprojekt angesprochen und merke, dass wir mit dem Projekt ein wichtiges gesellschaftliches Thema ansprechen und auf großes Interesse stoßen.
Reformation und Freiheit, Konziliarer Prozess, Frauen und Reformation – das sind andere Diskussionsforen, die gleichzeitig ablaufen. Großen Ansturm gibt es auf den Vortrag von Professor Jerzy Buzek „Die Rolle der Kirchen im Integrationsprozess der Staaten Mittel- und Osteuropas“, ein starkes Plädoyer für Europa und seine Stärkung. 
Am Nachmittag besuche ich das „Bischofsforum“, auf dem neun Bischöfe, ein Männerforum mit Bischöfen aus West und Mittelosteuropa – Deutschland, Österreich, Ungarn, Slowakei, Tschechien und der Ukraine – nach dem Zustand der Evangelischen Kirchen und der protestantischen Identität 25 Jahre nach der politischen und gesellschaftlichen „Wende“ 1989 fragen. Auch hier sind die Begriffe Freiheit und Verantwortung leitend. Bischof Gáncs von der Evangelisch-Lutherischen Kirche Ungarns drückt die Veränderung mit einem Bild aus. „Früher war das Bild der „Burg“ wie „Ein feste Burg ist unser Gott“ für uns als Protestanten identitätsstiftend. Aber dieses Burgsymbol ist hat auch etwas von einer Ghettogesellschaft. Vom „Burgsymbol“ wollen wir uns hin zu einer Oase entwickeln, wo Menschen Ruhe und Erfrischung finden“. Bei den Entwicklungsperspektiven fällt auch immer wieder das Jahr 2017, das 500-jährige Reformationsjubiläum, auf das alle bewusst zugehen und das alle auch als Aufgabe sehen. Aufhorchen lässt das Statement von Bischof Marcin Hintz, seit 2010 Bischof der Diözese Pommern-Großpolen. Bei der Frage nach dem protestantischen Profil geht es für ihn auch um Geschlechtergerechtigkeit und um die Aufgabe, sich der Entscheidung um die Frauenordination zustellen, der die Evangelisch-Lutherische Kirche als eine der wenigen lutherischen Kirchen ja bisher noch nicht eingeführt hat. Die Reaktion der Zuhörer ist spontaner Applaus, das einzige Mal in dieser Veranstaltung!
Beim Schlendern über den Markt der Möglichkeiten spreche ich mit einem Pfarrer aus Pommern, der wie ich das erste Mal an diesen Begegnungstagen teilnimmt: “Das ist doch eine sehr gute Sache“, resümiert er, und dem kann ich voll zustimmen. - Vera Gast-Kellert



Samstag, 5. Juli 2014

„Frei sein in Christus“ – Christliche Begegnungstage in Wroclaw /Polen 4.-6.7.2014 - von Vera Gast-Kellert


Ein fröhlicher und beschwingter Geist liegt über diesen „Christlichen Begegnungstagen“ in Wroclaw/Breslau, die heute, Freitag 4.7. begonnene haben und am bis Sonntag 6.7. enden. Der strahlende Sonnenschein tut das Seine und sorgt für die nötige Atmosphäre. Es ist der neunte grenzüberschreitende Kirchentag, der vor allem evangelische Christen aus den Ländern Polen, Deutschland, Tschechien, der Slowakei und Ungarn zu Begegnung, Gespräch, Nachdenken und fröhlichem gottesdienstlichen Feiern, hier in der „Jahrhunderthalle“ vereint, jener Veranstaltungshalle aus Stahlbeton, die 1911 bis 1913 erbaut wurde und seit 2006 zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Dies sind nun schon die neunten mittelosteuropäischen christlichen Begegnungstage, die 1991 in Görlitz begannen und u. a. schon in Prag und Bratislava stattfanden. 2016 wird Budapest Gastgeber sein, und damit eine Reihe von Veranstaltungen eröffnen, die mit dem 500. Reformationsjubiläum 2017 abschließen.
Aber diese Begegnung strahlt weiter über die Region aus. Auch Interessierte aus anderen Ländern sind dabei. In der Straßenbahn treffen wir jene ältere Dame aus Belgien, die nicht versteht, warum ihre evangelischen Freunde nicht hier sind. Nein, das ist ein herrliches Erlebnis für sie! 
„Meinem Empfinden nach ist das Gespräch allerwichtigstes Ziel der Christlichen Begegnungstage“, schreibt der leitende Bischof der Evangelisch Augsburgischen Kirche in Polen, Jerzy Samiec, in seinem Grußwort im umfangreichen Programheft. Und das beginnt für uns sehr schnell. Die junge Pfarrerin aus Sachsen spricht mich an. Sie hat doch einmalbei der Frauenarbeit im GAW ein Praktikum gemacht, an das sie gerne zurückdenkt. Und dann sind da die Partnerinnen aus Polen von den drei Theologinnenkonferenzen, und natürlich die Diakonie, der wir ja schon so lange und besonders auch durch das diesjährige Jahresprojekt verbunden sind. Eine Überraschung sind die Vertreter und Vertreterinnen aus Russland – Moskau, Jaroslawl und St. Petersburg. Ja, so ein Wiedersehen ist wie ein Familientreffen, und das brauchen vor allem die Mitglieder dieser kleinen Diasporakirchen. Und dann ist da eine größere Gruppe aus der Ukraine. Nein, bei ihnen ist es ruhig, und bei der Frage nach Problemen winken sie ab. Sicher bedeutet die Teilnahme hier für sie eine besondere Ermutigung.
Die Eröffnungsveranstaltung beginnt mit Händels „Halleluja“. Alle stehen spontan auf. Die Melodie ergreift sie, und dass zur gleichen Zeit die deutsche Fußballmannschaft in Rio de Janeiro gegen Frankreich kämpft, scheint für niemand besonders wichtig, auch wenn der Moderator, Pfarrer Pytel, verständnisvoll gelegentlich den Zwischenstand gibt. Aber „Frei sein in Christus“ heißt wohl für die meisten hier, der Begegnung und deme Gotteslob den Vorrang zu geben. - Vera Gast-Kellert, Leiterin der Frauenarbeit im GAW

Freitag, 4. Juli 2014

Pfarrwechsel eines ehemaligen GAW-Stipendiaten in Brasilien

Luth. Kirche in Vila Rica/MT, wo Paolo Pastor war
Der ehemalige GAW-Stipendiat aus dem Jahrgang 2005/6 Paolo Jahnke wechselt seine Gemeinde. Über vier Jahre diente er der lutherischen Gemeinde in Vila Rica im brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso. Jetzt wurde ihm die Pfarrstellen der Gemeinde in Serra Pelada übertragen, im Bundesstaat Espírito Santo. 
Mit Wehmut nimmt die Gemeinde Abschied von Pastor Paolo. Der Gemeindepräsident schrieb: "Die Geschichte unserer Gemeinde ist in zwei Teile geteilt: vor und nach dem Pastor Paolo. Das ist unbestritten. Er hat sehr viel gemacht. Wir werden ihn vermissen. In Serra Pelada können sie sich freuen, so einen Pastor zu bekommen."
Paolo war der 100. Stipendiat des GAW-Studierendenprogramms, das 1998 neu aufgelegt wurde. Das Programm hat eine lange Tradition im GAW, die bis ins 19. Jahrhundert reicht. Der Anlass der Errichtung der jetzigen Zentrale des GAW hatte zum Anlass, Stipendiaten in Leipzig gemeinsam eine Unterkunft anzubieten. Es war das GAW-Studienhaus.
Unsere derzeitigen neun Stipendiaten beenden gerade ihren Aufenthalt. Ende August wird der neue Jahrgang anreisen und sein Studienjahr in Leipzig beginnen.

Hat die Minderheit ein Recht auf der Welt? - "Perlen aus der Diaspora"

Im GA-Blatt 3/1963 schreibt Pfarrer Fernau aus Neuß: "Es ist nicht entscheidend, ob die Gemeinde Jesu Christi, die allein sich auf das Evangelium beruft und dieses Evangelium verkündet, in dieser Welt Ansehen genießt..., sondern das ist entscheidend, ob sie beim Evangelium bleibt und dieses Evangelium verkündet, ob sie die Menschen in Gehorsam nimmt gegen Gottes Wort, ohne nach der jeweiligen konkreten politischen Situation zu fragen... Die Kirche Jesu Christi als Diaspora, als eine Gemeinde in der Zerstreuung in dieser Welt, lebt nicht vom Wohlwollen der Menschen, sie lebt auch nicht davon, ob ein Schatten der herrschenden Macht auf sie fällt, sondern sie lebt von der Gnade ihres Herrn allein...
Das GAW ist ein ökumenisches Werk. Es hilft den Gemeinden in der Zerstreuung unbeschadet ihrer Nationalität und ihrer Sprache, es hilft den Gemeinden in der Zerstreuung, die mit uns auf dem Boden der reformatorischen Bekenntnisse stehen, die sich mit uns gebunden wissen allein an Gottes Wort.
Das Recht der Minderheit auf leben und Entfaltung besteht nicht allein in ihrer Existenz, sondern in dem Auftrag des Evangeliums, das sie zu verkündigen hat und das ihr zu bezeugen geboten ist."

Donnerstag, 3. Juli 2014

Abschiedsabend mit den Stipendiaten im GAW

Professoren, Mitarbeitenden des GAW und GAW-Stipendiaten
"Für unsere deutschen Theologiestudenten seid ihr eine Bereicherung," sagte der Dekan der Theologischen Fakultät Leipzig Prof. Gerd Pickel beim Abschiedsabend der GAW-Stipendiaten des Jahrgangs 2013/14. "Hoffentlich motiviert ihr einige, dass sie auch mal ein Studienjahr in einer theologischen Fakultät im Ausland zu absolvieren." Für die Theologische Fakultät sind die GAW-Stipendiaten in jedem Jahr eine wichtige Gruppe, denn sie unterstützt das Bemühen der Fakultät, sich international mit anderen Fakultäten zu vernetzen und den wissenschaftlichen Austausch zu fördern. Im Gespräch betonten die Stipendiaten, wie dankbar sie für diese Chance waren, nach Leipzig zu kommen und eine gute Begleitung zu erfahren. Alle betonten, wie herausfordernd es war, sich mit der deutschen Sprache auseinanderzusetzen. "Die Anstrengung hat sich gelohnt," betonte Ernest aus Rumänien. "Ich konnte am Anfang nicht viel Deutsch. Aber durch zusätzliche Sprachkurse an der Volkshochschule war dann insbesondere das 2. Semester richtig gut!" Und Nikolett aus Ungarn unterstrich, wie gut sie es fand, in Freiheit aussuchen zu können, welche Veranstaltung man an der Fakultät besucht. "Unsere Fakultät in Budapest ist klein. Die Veranstaltungen werden uns vorgeschrieben. Schön ist es, dass wir in Leipzig eine andere Form des Studierens kennen lernen konnten." Durchgehend positiv erlebten die Stipnediaten die Zeit im Gemeindepraktikum in verschiedenen Hauptgruppen des GAW. "Das war die schönste Zeit für mich," betonte Christian aus Brasilien. 
 Nikolett bekommt einen Talar für ihr Vikariat
In den kommenden 3 Wochen werden die Stipendiaten die Heimreise antreten. Für einige heißt es, dass sie sich auf ihr theologisches Examen vorbereiten, die Abschlußarebit schreiben oder wie Nikolett, dass sie ins Vikariat gehen.
Im GAW freuen wir uns über diesen Jahrgang - aber wir freuen uns auf den kommenden Stipendiatenjahrgang. Ende August werden die ersten Studierenden nach Leipzig kommen - und wieder mit dem Sprachkurs beginnen...


Mittwoch, 2. Juli 2014

Abschiedstreffen mit den Stipendiaten des Jahrgangs 2013/14

Treffen mit dt. Theologiestudierenden in Leipzig zum Landeskirchentag im Juni
Am Ende eines jeden Sommersemesters treffen sich im Garten der GAW-Zentrale die GAW-Stipendiaten mit Mitarbeitenden der Zentrale und Professoren der theologischen Fakultät, um das gemeinsame "Stipendienjahr" Revue passieren zu lassen, auf das zu schauen, was gut gelaufen ist und was auch schwer war. Es war wieder ein intensives Jahr, in dem die meisten Stipendiaten ihre Deutschkenntnisse erheblich verbessert haben und es in der Regel genossen haben, auf "freiere" Weise Theologie zu studieren. "Bei mir zu Hause ist das Studium verschulter," sagt Claudia aus der Slowakei. Das ist auch verständlich, denn die Anzahl der Studierenden ist gering an den theologischen Fakultäten der Diasporakirchen. Auch im Ausland macht sich bemerkbar, dass die Anzahl der Studierenden zurückgeht und es schwerer wird für die Kirchen, alle Pfarrstellen zu besetzen. Das GAW wird weiter dieses wichtige Programm unterstützen, denn es schafft Beziehungen zu unseren Partnerkirchen und stärkt die Verbundenheit. Für die theologische Fakultät in Leipzig ist der Aufenthalt der Studierenden wichtig, um den deutschen Studierenden den Horizont zu weiten, um über die eigenen Landeskirchengrenzen zu schauen. 
Unseren scheidenden GAW-Stipendiaten wünschen wir eine gute Heimkehr und viel Kraft und Segen für ihren weiteren Weg in ihren Kirchen!

Dienstag, 1. Juli 2014

Interview mit Dekan Bludau / Italien

In der Zeitschrift "Insieme" der Ev. Lutherischen Kirche in Italien (ELKI) ist in der neuesten Ausgabe folgendes Interview mit dem neuen Dekan Heiner Bludau (Turin) abgedruckt:

“Mein Kindheitstraum? Gärtner zu werden!“,verrät uns Heiner Bludau lächelnd zu Beginn unseres Interviews. Als eben gewählter Dekan wird sein Traum jetzt in gewisser Weise Realität. „Ich werde zwar keine Blumen oder Büsche pflanzen“, erklärt er, „aber ich werde Engagement und Einsatz im Garten der ELKI aussähen. Denn unsere Kirche soll mit Hilfe der Gemeinden, die sie ja mit Leben füllen, wachsen und gedeihen“. Die Gemeinden, merken wir sofort, sind ein Thema, das ihm sehr am Herzen liegt. 

Sie sind der neue Dekan unserer lutherischen Kirche in Italien! Was hat Sie zu dieser Kandidatur bewegt?

Als ich vor zwei Jahren darauf angesprochen wurde, habe ich angefangen, darüber nachzudenken und die Entscheidung ist dann langsam in mir herangereift. Dabei wurde ich von meiner Turiner Gemeinde unterstützt. Ich wünschte mir mindestens zwei Kandidaten für das Dekansamt, damit die Synode die Möglichkeit einer Wahl hätte, und so war es auch. Ich freue mich sehr, dass meine Wahl auf diese Weise erfolgt ist.

Ist Ihre Wahl für Sie nur mit Freude, oder auch mit gewissen Befürchtungen verbunden?

Am Tag nach der Wahl habe ich an meiner ersten Konsistoriumssitzung teilgenommen. Vor uns liegen viele Aufgaben und Verpflichtungen, aber ich habe eine positive und harmonische Atmosphäre gespürt. Das wird funktionieren, da mache ich mir keine Sorgen. Meine Befürchtung, dass möchte ich Ihnen nicht verschweigen, betrifft eher die Gefahr, dass die Verantwortung meines neues Amtes mich von meiner Familie, den Freunden, meiner Gemeinde und, schlimmer noch, vom Kontakt mit Gott entfernt. Aber ich vertraue in die Kraft, die der Herr mir geben wird.

Welche Erinnerungen haben Sie an die Tage Ihrer Wahl?

Hauptsächlich zwei. Die Freude über die freundliche und positive Reaktion der Synodalen und Gäste auf meine Wahl. Und dann, sofort, die Nähe Gottes. In der Nacht nach der Wahl musste ich meine Ansprache für den Einführungsgottesdienst am nächsten Morgen vorbereiten. Ich wollte sie auf Italienisch schreiben und wusste noch nicht genau was. Aber ich habe Kraft und Inspiration bekommen.

Wann und warum haben Sie die Entscheidung getroffen, Pfarrer zu werden?

Als Jugendlicher träumte ich davon, die Welt zu verändern. Ich war von Gandhi und allen anderen Persönlichkeiten fasziniert, die sich gewaltlos für Veränderungen einsetzten. Ich bewunderte auch die Arbeiterpriester, die in Fabriken arbeiteten, um so in Kontakt mit den Arbeitern zu leben. Auch deswegen habe ich dann eine Lehre als Maurer gemacht. Ich hatte viele Ideen … mir fehlten allerdings die Grundlagen. So habe ich Theologie studiert und bin Pfarrer geworden.

Was werden Ihre ersten Initiativen sein?

Als erstes möchte ich die Gemeinden besser kennenlernen: Sie sind unser Fundament. Ich möchte das Vertrauen zwischen den Gemeindemitgliedern und den Organen der ELKI stärken. Das ist mir ein wichtiges Anliegen. Ich glaube, dass die Anregungen für meine Arbeit aus den Kontakten mit den Gemeinden kommen werden.

Und für die Zukunft?

Die größte ELKI-interne Herausforderung wird die Schaffung einer kleinen eigenen Pfarrerschaft sein; und nach außen hin die Fähigkeit, auf die in Italien dramatisch zunehmende Armut zu reagieren. Es ist unsere Pflicht, den Bedürftigen zu helfen. Unsere Kirche muss sich hier in Italien
immer mehr in das soziale Umfeld einbringen. Das ist nicht nur eine Frage der Sprache oder Kultur: Man muss sich in die italienische Lebensweise hineinversetzen und die Probleme Italiens nachvollziehen. Der Herr hat sich mit den Ärmsten identifiziert und wir müssen uns in diesem Sinne orientieren: Das ist der Kernpunkt unserer Herausforderung.

Was wird Ihnen in Ihrer Rolle als Dekan eine Hilfe sein?

Für mich hat stets der Glauben eine wesentliche Rolle gespielt. Wenn ich in Kontakt mit Gott bleibe, kann ich meine Aufgabe gut bewältigen. Jeden Morgen lese ich einen Bibelvers, der mich spirituell begleitet. Heute Morgen habe ich einen Vers von Jesaia gelesen: „Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht“. Hilfreich wird mir auch das Vorbild meines Vorgängers sein. Die Energie und die Art und Weise, mit der Dekan Milkau unsere Kirche vertreten hat. Und die Gewissenhaftigkeit und Kompetenz von Ulrich Eckert, mit dem mich außerdem, und dafür bin ich sehr dankbar, eine
persönliche Erinnerung verbindet: Sein Besuch, als ich im Krankenhaus lag. Er war extra aus Mailand angereist.

Wie möchten Sie als Dekan erinnert werden?

Mir ist es nicht so wichtig, als Dekan erinnert zu werden, vielleicht aber als Mensch. Darüber wäre ich sehr glücklich.

Und ein abschließender Gedank?

Ich zitiere aus dem ersten Brief des Petrus, Kapitel 3, Vers 15: “Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist“. Das war mein Konfirmationsspruch vor 45 Jahren. Damals habe ich ihn nicht verstanden, aber
– als Pfarrer und jetzt auch als Dekan – ist  dieser Spruch mir eine Hilfe bei meiner Aufgabe. Um das Evangelium nicht mit großen Worten, sondern mit der Bereitschaft weiterzugeben, Rechenschaft über die Hoffnung abzulegen und zu erklären, was ich tue. Wir Christen haben nicht auf alles eine Antwort, aber wir haben die Hoffnung.

Damit ist unser Interview beendet. Gute Aussaat, Dekan Bludau, und eine reiche Blüte!

Interview der Redaktion – BMP Comunicazione (Kirchenzeitschrift der Ev. Lutherischen Kirche in Italien; erschienen in der 3. Ausgabe 2014)