Samstag, 13. Dezember 2014

Ukrainischer Bischof berichtet in Ungarn über seine reformierte Kirche

Bischof Sándor Zán Fábián
"Wir können nur überleben, wenn unsere ungarischen Glaubensgeschwister im Karpatenbecken solidarisch zu uns stehen", berichtet Bischof Sándor Zán Fábián von der Reformierten Kirche der Karpato-Ukraine jüngst in Budapest. Und er bedankte sich im Rahmen der Reformierten Synode in Ungarn für die erhaltene Hilfe für seine Kirche, die ca. 100.000 Mitglieder hat in ca. 100 Gemeinden.

Der scheidende leitende reformierte Bischof Ungarns Gusztáv Bölcskei erklärt, dass es wenig detaillierte Informationen über die gesamte komplizierte Situation in der Ukraine gibt. Auch deswegen begrüßte er außerordentlich die Präsenz von Bischof Sándor Zán. Dieser berichtete über die schwierige Situation der Mitglieder seiner Kirche, über die Rekrutierung junger Männer für das ukrainische Militär und die Auswirkungen. Es gab auch schon gefallene ungarisch-stämmige Soldaten, die er beerdigen musste. Schlimm sein die Abwertung der Währung und damit die geringe Kaufkraft. Jetzt im Winter kommt zusätzlich das Problem des Heizens der Wohnungen dazu. Es fehlt an Geld und auch an ausreichend Gas. 
Die Reformierte Kirche Ungarns hat zu einer Hilfsaktion in allen Gemeinden aufgerufen, um die notleidenden Glaubensgeschwistern in der Karpato-Ukraine zu unterstützen.

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