Donnerstag, 11. Dezember 2014

Österreichische Kirche setzt sich für Flüchtlinge ein

Bischof Bünker
Wie zahlreiche Partnerkrichen des GAW engagiert sich auch die Evangelische Kirche A.B. in Österreich für Flüchtlinge, die ins Land kommen. Die Synode der Kirche hat beschlossen, dass 64.000 Euro pro Jahr für die professionelle Koordination von rund 15 Ehrenamtlichen im Bereich der Integration in den Jahren 2015-2017 eingesetzt werden sollen.
Für Österreich stellt die Integration von Flüchtlingen eine große Herausforderung dar. Da kann sich nach Aussagen von Bischof Bünker seine evangelische Kirche nicht verschließen. Die Kirche ist gefordert, Zeichen zu setzen für eine offene Gesellschaft. “Der evangelische Flüchtlingsdienst erfährt eine große Welle der Hilfsbereitschaft aus der österreichischen Bevölkerung und den evangelischen Kirchen. Wohnungen werden angeboten, verschiedene Güter, viele wollen mithelfen und sich einbringen”, erklärte Bünker am Tag der Menschenrechte am 10. Dezember in Wien. Um dieses freiwillige Engagement effizient nutzen zu können, brauche es aber hauptamtliche Mitarbeiter, die für Koordination, Schulung und Unterstützung zur Verfügung stehen. “Wir wollen damit den rund 150 bis 200 Ehrenamtlichen zur Seite stehen, die in diesem Bereich tätig sind und das Recht auf gute und professionelle Betreuung haben.”

Dieses Engagement seiner Kirche sei Teil der Menschenrechtsarbeit - ein Grundanliegen der Evangelischen Kirche. “Aber mit dieser Arbeit eckt man an, das muss man wissen. Es ist und bleibt jedoch ein besonderer Auftrag, den die Kirche hier wahrnehmen möchte”, so Bünker. 
“Die meisten Ehrenamtlichen der Kirche machen eine Arbeit, die nicht auffällig und spektakulär, aber sehr wichtig ist. Sie helfen beim Deutschlernen, begleiten Menschen bei Behördengängen, tragen bei zur Integration.”

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