Freitag, 10. Oktober 2014

Synode der IERP in Argentinien

Carlos Duarte (4. von links)
Zum ersten Mal nach der Vereinigung mit den reformierten Gemeinden in Argentinien versammelt sich die diesjährige Synode der Iglesia Evangélica del Rio de la Plata (IERP) in der reformierten Gemeinde Tres Arroyos (Provinz Buenos Aires). „Das ist für uns ein bewegender Moment“, äußerte ein Kirchenvorsteher der Gemeinde. „Es ist für uns ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenwachsens der Kirche aus zwei Traditionen!“
Vom 9.-12 Oktober berät die Synode der IERP. 180 Teilnehmer sind gekommen. Delegierte aus den 45 Gemeinden beraten über den Weg ihrer Kirche. Dabei stellt sich Kirchenpräsident Carlos Duarte der Wiederwahl. Diskutiert wird u.a. über den Pastorenmangel in der Kirche. Deshalb soll es ein neues Stipendienprogramm geben, um junge Menschen an Theologie zu interessieren und zu ermutigen.
Spannungsvoll wurde es, als auf den Bericht des Kirchenpräsidenten Duarte aus einer Gemeinde in Paraguay berichtet wurde, die versucht, sich gegen die Frauenordination zu stellen. Fundamentalistische Gruppen scheinen Einfluss in der Gemeinde gewonnen zu haben. Deutlich äußert sich Carlos Duarte dazu: „Seit 30 Jahren ordinieren wir Frauen in unserer Kirche. Das gehört zur Identität unserer Kirche und ist nicht verhandelbar! Es gibt genügend biblisch-theologische Aussagen, die das unterstreichen.“
Ein weiterer wichtiger Punkt der Aussprache betraf die Frage nach dem Umgang mit der Schöpfung und die Frage der Sojaproduktion in Paraguay, Uruguay und Argentinien. Das Anwachsen der Monokulturen hat schon jetzt erhebliche Auswirkungen auf die Länder. Auf der einen Seite bedeutet die Sojaproduktion kurzfristige wirtschaftliche Gewinne. Aber die Böden leiden massiv. Die Kirche hat sich hier deutlich positioniert, was auch zu Spannungen mit Gemeinden geführt hat, die im Grunde von der Sojaproduktion leben.

Carlos Duarte erhielt für seinen Bericht viel Zustimmung.

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