Samstag, 18. Oktober 2014

Gemeinsam leben - gemeinsame Wege in Curitiba

Martin Lutherkirche Curitiba
Drei Predigtorte gehören zur lutherischen Gemeinde "El Salvador" in Curitiba. Insgesamt zählt die Gemeinde 756 Familien. D.h., dass ca. 1800 getaufte Mitglieder zur Gemeinde gehören. Es gibt ein reges Gemeindeleben. das zeigt sich auch an dem guten Gottesdienstbesuch. Mindestens 120 Menschen kommen jeden Sonntag. "Die Gemeinde hat sich überlegt, wie das Jahresthema der IECLB vor Ort umgesetzt werden kann: gemeinsam leben - gemeinsame Wege", sagt Pastor Alfredo Hagsma. Gemeinsam mit seiner Frau betreut er die Gemeinde. "In der Stadt - insbesondere einer fast 3 Millionstadt wie Curitiba - muss man andere Wege gehen", meint er. Die lutherische Kirche Brasiliens denkt intensiv darüber nach, wie sie Kirche in der Stadt sein kann. Sie hat noch häufig ländliche Prägungen.  "In der Stadt können Menschen schnell verschwinden, sich zurückziehen in die Anonymität. Auch in die Einsamkeit", sagt Alfredo. "Als Kirche sind wir gerufen, einerseits sichtbar und erkennbar zu sein. Deshalb ist ein nach außen sichtbare Kirche so wichtig. Ein Turm mit dem Namensschild der IECLB muss zeigen: Hier sind wir. Das stärkt das Gemeinschaftsgefühl." Dann ergänzt er aber: "Um unsere Kirchen aber mit Leben zu füllen, müssen wir losgehen. Wir müssen die Menschen aufsuchen, da wo sie leben. Hier gilt es unter der Woche Angebote zu machen." So haben sich etliche Hauskreise gebildet und aus ihnen heraus Gemeindeleiter, die die Beziehung und Kommunikation stärken. "Letztlich" - so meint Alfredo - "müssen wir besonders in der Stadt das machen, was Jesus tat: losgehen und hingehen zu den Menschen, sie da aufsuchen wo sie leben. Wir müssen Menschen in der Einsamkeit der Großstadt eine lebendige Gemeinschaft bieten, die eine Orientierung hat. Und die bietet das Evangelium von der Gnade Gottes!"

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