Donnerstag, 16. Oktober 2014

Es geht um die Einheit der Kirche

Synode der IECLB 2014 in Rio Claro
Kirchenpräsident Nestor Friedrich
200 Millionen Menschen leben in Brasilien, diesem riesengroßen Land. Es hat so viele unterschiedlich geprägte Regionen vom Süden bis zum Norden. Die Entfernungen sind immens. Kulturelle, traditionelle, soziale, ökonomische Unterschieden gilt es im Blick zu haben. Sie sind Teil auch der lutherischen Kirche Brasilien (IECLB). In allen Bundesstaaten ist die Kirche präsent. Es gibt aber auch hier große Unterschiede: In Brasil-Central gehören lediglich 4.000 Mitglieder zu dieser Regionalsynode. In Vale de Itajai sind es dagegen 86.000 Mitglieder. Insgesamt hat die Kirche nach eigenen Angaben 671.389 eingeschriebene Mitglieder.
Mit Recht betont Kirchenpräsident Nestor Friedrich: „Eine unserer zentralen Herausforderungen ist es in allen Bereichen, die Einheit der Kirche im Blick zu behalten und sich darum zu sorgen.“ In einer Kirche mit 18 verschiedenen Synoden, die jede auch ihre gewissen Eigenheiten und Prägungen haben, ist es deutlich, dass darauf immer wieder hingewiesen werden muss. In seinem Bericht vor der Synode ging Friedrich noch einmal auf das Jahresthema der Kirche ein: „gemeinsam leben – gemeinsame Wege“ Das Jahresthema 2014 soll helfen, gemeinsam an der eigenen lutherischen Identität zu arbeiten. Die Gemeinden sind aufgefordert, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und nach konkreten Umsetzungen zu suchen. Hier knüpft sich eine weitere Herausforderung an: Wie kann man lutherische Kirche in der Stadt sein als Kirche, die aus einer ländlichen Tradition kommt. Hier gilt es immer wieder neu nach dem missionarischen Zeugnis der Kirche zu fragen, das in einer Großstadt anders ist als in ländlichen Regionen mit gewachsenen Sozialstrukturen.
Drei wesentliche Prioritäten benennt Friedrich für die IECLB: 1. Stärkung der theologischen Ausbildung der Pastorenschaft; 2. Fortbildung der PastorInnen; 3. Stärkung der engagierten Laien. Diese drei Prioritäten sollen helfen, eine gemeinsame Identität zu stärken in Brasilien, in dem es seit 190 Jahren lutherische Präsenz gibt.

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