Donnerstag, 17. Juli 2014

Diaspora und Ökumene

"Wenn sich (bei der Gründung des GAW) auch das Wort "ökumenisch" noch nicht ... findet, so beseelte sie doch eine echte ökumenische Gesinnung. (Die Gründer) dachten sich das GAW als ein ökumenisches, evangelisch-kirchliches Liebeswerk ohne jede nationale und regionale Beschränkung, das den gesamten Protestantismus der Welt umfassen sollte. Innerhalb der evangelischen Kirche spielten dabei konfessionelle Unterschiede keine Rolle. Die ökumenische Einstellung war also im Unterschied zum heutigen Verständnis von "ökumenisch" zunächst innerprotestantisch ausgerichtet. Die anderen Kirchen, die nicht auf dem Boden der reformatorischen Bekenntnisse gewachsen sind, blieben noch außer Betracht. Das "Ökumenische" des GAW sah man in der übernationalen, den ganzen Erdkreis umspannenden reformatorisch verstandenen Evangelium begründet." (P.-W. Gennrich, EvDia 1954, 25. Jg., S. 103f) 
Dabei definierte sich das Werk immer als ein Werk "für" die evangelischen Kirchen und nie "gegen" andere Kirchen. Es ging/geht im Grunde darum, die evangelische Stimme in der Diaspora zu stärken, um sich damit in das ökumenische Gespräch einbringen zu können und es zu bereichern.

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