Samstag, 29. Juni 2013

"Kirche und Politik" in Westfalen und Argentinien

Aus der Westfälischen Landeskirche wird berichtet über ein gemeinsames Pastoralkolleg mit PfarrerInnen der IERP und Westfalens: "Kirche und Politik sind in Deutschland getrennt. Und dennoch gibt es viele Berührungspunkte und Kooperationen auf unterschiedlichen Ebenen. Dies konnten zehn Mitglieder der Iglesia Evangélica del Río de la Plata (IERP) im Rahmen einer Begegnungstagung mit ihren westfälischen Kolleginnen und Kollegen erfahren. Was vor zwei Jahren mit einem Pastoralkolleg in Argentinien begann, fand von 19. bis 27. Juni im Rahmen der Begegnungstagung in Westfalen seine Fortsetzung: Ein Gedankenaustausch über die unterschiedlichen, gesellschaftlichen und kirchlichen Realitäten der Ev. Kirche von Westfalen und ihrer südamerikanischen Partnerkirche, der Iglesia Evangélica del Río de la Plata (IERP)" Mehr unter: http://www.evangelisch-in-westfalen.de/presse/ansicht/artikel/kirche-und-politik-in-westfalen-und-argentinien.html

Noch immer keine Telefonverbindung in der Zentrale des GAW...

Liebe Freunde des GAW,
immer noch sind wir telefonisch in der Zentrale nicht erreichbar. Nutzt bitte: 0162-947 20 91.
Beim Internet behelfen wir uns nach wie vor mit der WLAN Verbindung des Generalsekretärs.
Der Blitzeinschlag vor nunmehr 10 Tagen hat einen Schaden angerichtet, der schwierig zu beheben sein scheint.
Wir bitten um Geduld und Verständnis! 
Enno Haaks, Pfarrer

Donnerstag, 27. Juni 2013

Leben in der Diaspora

"Das Leben in der Diasporakirche ist heutzutage eine gemeinsame Erfahrung der Lutheraner in Rumänien," sagt Pastor Andrei Pinte auf dem Pfarrertag in Hermannstadt am 5. Juni 2013. Die Lutherische Kirche hat 245 Kirchengemeinden und zählt ca. 12.800 Seelen. Es sind keine 13.000 mehr. "Eine negative Entwicklung, würden vielleicht nicht wenige heute sagen, wenn sie die Situation mit der Vergangenheit dieser Kirche vergleichen." Und er fährt fort: "Es ist für das Leben in dieser Kirche besonders wichtig, wie man zur gegebenen Diasporasituation selber steht. Die Situation kann sowohl als Schwäche, also negativ betrachtet werden: Wenn man wie gesagt den Vergleich vorher und jetzt beharrt; wenn diese technische Seite der Diaspora, die Zerstreuung, die Minderheit oder die institutionelle Schwäche hochgehalten wird. Oder man sieht die Diasporasituation als eine Stärke, indem man die Zukunft zu gestalten versucht, indem man Wert legt auf das Theologische, auf neue und ganz verschiedene Möglichkeiten und Programme. Denn das Leben in der Diaspora bringt Chancen und Herausforderungen mit sich." Und Pinte schließt seinen Vortrag anlehnend an René Krüger: "Es geht darum nicht in der Diaspora zu leben, sondern Diaspora zu sein. Wir können Diaspora sein, weil wir eine Minderheit sind, die den Auftrag, die Möglichkeit und den Willen zum Mitteilen einer Botschaft haben. Die rein quantitative Betonung der Zerstreuung und der damit verbundene negative Sinn der Diasporasituation kann in theologische Qualität verwandelt werden, die darin besteht, Samen, Aussaat zu sein. Kurzum: mensch zu sein, die das Evangelium aussäen, von Zuversicht getrieben."
Über die Situation der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, der Kirche der Siebenbürger sachsen, und dem Programm, missionarische Kirche als Diasporakirche zu sein, gibt das neue Jahrbuch des GAW hervorragend Auskunft und kann bestellt werden zum Preis von 6,90 Euro unter verlag@gustav-adolf-werk.de.
Das Buch von René Krüger "Die Diaspora" ist ebenfalls über diese Mail bestellbar!

Mittwoch, 26. Juni 2013

Einsatzbereit - aber nur bedingt... - ein Blitz leistet ganze Arbeit...

Der Blitz hat ganze Arbeit geleistet... - wir sind immer noch nicht telefonisch in der Zentrale erreichbar! Die Techniker versuchen, das Problem zu beheben. Das scheint schwierig zu sein. Beim Internet behelfen wir uns mit der privaten WLAN-Verbindung des Generalsekretärs. Telefonisch sind wir über Handy/Celular zu erreichen: 0162 - 947 20 91!!!

Fürbitte für Argentinien, Paraguay, Uruguay

In dieser Woche lädt der Ökumenische Rat der Kirchen zum Gebet für die Schwestern und brüder in Argentinien, Paraguay und Uruguay ein:

Anregungen für Dank und Fürbitte

Wir danken für:
die Laien, die Mitglieder der örtlichen Glaubensgemeinschaften sind, für Mitglieder der Kirchenleitungen, die sich verlässlich ihrer Gemeinden annehmen und für die, die Pastorinnen und Pastoren ausbilden und unterrichten.
die Komponisten und Dichterinnen, die den Kirchen dieser Länder und der Christenheit in der ganzen Welt neue Lieder geschenkt haben.
Bischöfe, Pastorinnen und Pastoren, die sich mutig für ihre Gemeinden einsetzen.

Wir bitten um für:
die Familien und Freunde all derer, die in Argentinien und Uruguay ermordet wurden oder verschwunden sind.
die Regierenden in Paraguay, die versuchen, die Korruption abzuschaffen, und alle die vor Gericht bringen, die ihre Macht missbraucht haben.
die, die in Armut leben und um ihr tägliches Brot kämpfen müssen, die ohne Geborgenheit, Sicherheit und Obdach leben.
die, die weit weg von ihren Familien und ihrer Heimat leben müssen, um genug Geld zum Unterhalt ihrer Familien zu verdienen.

Gebet

Gott des Lebens, du hast in den Menschen die Spur deines Ebenbildes und deiner Gestalt hinterlassen und hast uns zum Teil deiner Schöpfung gemacht. Vergib uns unsere Unfähigkeit, das Leben in all seinen Formen zu respektieren und zu schützen.
Gott der Gerechtigkeit, du rufst uns auf, diesen Weg zu gehen, der der einzige Weg ist, der zu wahrem Frieden führt.
Vergib uns unsere täglichen ungerechten Taten, die viele, viele Menschen zum Tod durch Hunger, Vernachlässigung und Krieg verurteilen, und uns in den Abgrund endloser Gewalt führen. Gott, der in der Geschichte Menschgewordene, vergib uns, denn wir halten dich in unseren Dogmen gefangen,
begrenzen dich auf unsere religiösen Institutionen und kreuzigen dich neben den Schutzlosen unserer Zeit.
O Gott, stärke uns in unserem täglichen Einsatz für eine gerechte Welt, in dem wir die Verschiedenheit annehmen, die in der Vielfalt des Lebens begründet sind. Erneuere unsere Verpflichtung zu einem Frieden mit Gerechtigkeit, einer Verpflichtung, die die Arroganz derer anprangert, die glauben, dass sie in ihrer Macht das Leben aller anderen besitzen. Gib uns den Weitblick, Gewalt in jeglicher Form zu verbannen.
Mache Respekt, Gleichheit, Wahrheit und Gerechtigkeit zum Grundstock unseres Lebens und des Lebens deines Volkes.
(Nelly Ritchie, Argentinien)

Abschiedsabend mit dem Stipendiatenkurs 2012/13

Und wieder heißt es für das GAW langsam Abschied zu nehmen von den Stipendiaten des Jahrgangs 2012/13... Traditionell geschieht das mit einem Grillfest unter Beteiligung des Dekans und Studiendekans der Theologischen Fakultät und einiger Leipziger Gemeindepfarrer, die in dem einen Jahr den Studierenden eine geistliche Heimat in ihren Gemeinden anbieten. Bewegend war zu hören, wie es einigen der Stipendiaten schwer fällt, wieder zu gehen. Die meisten haben das Jahr sehr intensiv erlebt und genutzt. "Ich hatte die Chance, meine Kirche so auch mal mit Abstand anzuschauen und mich anregen zu lassen, was meine Kirche in Zukunft braucht,", sagte einer. "Und das ist ein Missionskonzept! Bei uns ist es doch sehr aufs Bewahren angelegt. Meine Kirche öffnet sich zu wenig." Die deutsche Sprache haben sie gut gelernt und können so für das GAW in Zukunft gute Ansprechpartner in ihren Kirchen sein.
Traditionell gab es Abschiedsgeschenke. Judith wird nach dem Jahr in Leipzig ins Vikariat wechseln und bekam so vom GAW einen Talar geschenkt. Lizbeth als erste Stipendiatin aus Kolumbien erhielt diesmal eine Studienausgabe von Luthers Schriften in Latein und Deutsch. Sie lernte hier in Leipzig Latein.
Der neue Stipendiatenkurs beginnt Ende August diesen Jahres.

Montag, 24. Juni 2013

Vorbereitung des neuen Projektkataloges 2014 des GAW


Projektausschuß des GAW
Mitte eines Jahres trifft sich der Projektausschuß des GAW, um die in der Regel bis März eines Jahres eingegangenen und danach evaluierten Projekte der Partnerkirchen des GAW zu besprechen und dann der Vertreterversammlung des GAW im September zum beschluß vorlegen zu können. Das gelang heute. Und natürlich wurde intensiv besprochen, welche Richtlinien denn infrage kommen, um als Partner des GAW aufgenommen werden zu können. In der Satzung aus dem Jahre 1843 hieß es ursprünglich: „lutherische, reformierte und unierte sowie solche Gemeinden, welche ihre Übereinstimmung mit der evangelischen Kirche glaubhaft nachweisen.“ Die Satzung des GAW äußert sich nicht dezidiert über Richtlinien für Partnerkirchen. Dort heißt es unter § 1 : „(1) Nach dem Wort Galater 6,10 : „Lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an des Glaubens Genossen“, das für die Arbeit des Gustav-Adolf-Werkes richtungweisend ist, will das GAW seit 1832 den evangelischen Minderheitskirchen helfen. Dies geschieht zur Stärkung der Gemeinschaft des Glaubens in ökumenischer Verantwortung durch geistliches und materielles Miteinanderteilen. (2) Zur Erfüllung dieser Aufgaben hält das GAW Verbindung zu evangelischen Minderheitskirchen und -gemeinden, informiert über sie und bringt Mittel zur Förderung des kirchlichen Lebens in der Diaspora auf. (3) Damit will das GAW im Zusammenwirken mit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), ihren Gliedkirchen und Gemeinden, die besondere Verantwortung für den Dienst in der Diaspora gemäß Artikel 16 der Grundordnung der EKD vom 13.07.1948 wahrnehmen.“An klareren Richtlinien wird gearbeitet und muß weiter nachegdacht werden. Z.B. wird über folgende Regelung nachgedacht.
Die Partnerkirchen sollten zwei Voraussetzungen mitbringen:
1. Mitglied im Lutherischen Weltbund oder im Weltbund Reformierter Kirchen 
2. Mitglied in der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) 
Nicht alle Kirchen sind in der Lage, diese Bedingungen zu erfüllen (siehe lateinamerikanische Partner). Jedoch sollte der Orientierungsrahmen in diese Richtung gehen. 
Der Projektausschuss überlegt, ob weitere Kriterien definiert werden sollten, die zur Klarheit beitragen können: Akzeptanz der Kindertaufe, Stärkung des Dienstes von Männern und Frauen sollen in gleicher Weise gefördert werden (Gendergerechtigkeit), Dienst der Kirche an der Gesellschaft, qualifizierte Ausbildung des Theologennachwuchses, regionale Ökumenefähigkeit etc.
Wichtig ist es für das Werk, sich darüber Rechenschaft zu geben.

Freitag, 21. Juni 2013

Blitz setzt Telefonanlage des GAW aus!!!

59 Meter von der Zentrale des GAW schlug der Blitz am gestrigen Abend ein. Er hat u.a. die Telefonanlage lahm gelegt. Wir sind telefonisch nicht erreichbar - nur über das Handy/Celular des Generalsekretärs oder eben per mail! - Heute hat die Reparatur nicht geklappt. Wir hoffen Montag, spätestens Dienstag wieder per Telefon erreichbar zu sein. Sorry!

Donnerstag, 20. Juni 2013

Internationaler Flüchtlingstag


Heute ist der interantionale Flüchtlingstag. Am kommenden Sonntag wird ihrer in vielen Gottesdiensten gedacht und für sie gebetet. 

In Deutschland hat das Schicksal afrikanischen Flüchtlinge Aufmerksamkeit erregt. Von italienischen Behörden waren sie Richtung Norden weitergeschickt worden. In Hamburg angekommen landeten sie obdachlos auf der Strasse.
 
Es gibt keine exakte Zahl der Menschen, die an den Außengrenzen Europas ums Leben gekommen sind. Die Menschenrechtsorganisation „Festung Europa“ geht für den Zeitraum 1988 bis 2012 von 18.567 Opfern an den Außengrenzen Europas aus. Viele Opfer werden allerdings nicht registriert.
 
Verschiedene Partnerkirchen des GAW in Griechenland, Italien, Spanien und Frankreich stellen sich an die Seite der Flüchtlinge.

Brasilien steht vor großen Herausforderungen!

Der Halbfinaleinzug der brasilianischen Nationalmannschaft nach dem Sieg über Mexiko wurde gefeiert. Das Land ist fußballverrückt. Doch das bestimmende Thema im Land ist nicht mehr der Fußball. Es sind die Massenproteste. Die Nationalmannschaft solidarisierte sich mit den Demonstranten. Die größten Proteste seit 20 Jahren erlebt das Land. Die brasilianische Regierung und die Fifa sorgen sich, dass die Proteste den Confed Cups stören. Im Juli wird der Papst das Land besuchen. 40 Millionen Euro soll der kosten... - auch darüber wird inzwischen diskutiert.
Brasilien gilt als ein wirtschaftlich erstarktes Land. Die Mitteslschicht ist gewachsen. Die absolute Armut konnte gemindert werden. Dennoch stehen neben den ersichtlichen wirtschaftlichen Erfolgen die Sorgen um die Gesundheitversorgung, um Investitionen in die Bildung und die Infrastruktur. Brasilien steht vor großen Herausforderungen. Viele Menschen werden nicht mitgenommen. Es gibt eine große Diskrepanz zwischen den wirtschaftlichen Erfolgen und den Investitionen in die Menschen.
Im GAW werden wir in Zusammenarbeit mit unserer brasilianischen luthersichen Partnerkirche (IECLB) im kommenden Jahr zahlreiche Projekte fördern, die sich in vernachlässigten Regionen des Landes im Norden befinden und auch für Projekte des Indianermissionsrates (COMIN). Gerade die indigene Bevölkerung gerät durch die wirtschaftlichen Erfolge unter Druck. 
Im Rahmen der im kommenden Jahr stattfindenden Fußballweltmeisterschaft werden wir als GAW unsere Erfahrungen einbringen und uns für Projekte einsetzen, in denen benachteiligten Menschen besonders geholfen wird.
In diesem Jahr setzt sich die Frauenarbeit des GAW für zahlreiche diakonische Projekte in Brasilien ein. So z.B.  im Armenviertel der Stadt Sinop im Bundesstaat Mato Grosso sollen benachteiligte Kinder und Jugendliche mithilfe religionspädagogischer Programme auf ein würdiges Leben vorbereitet werden. Oder das Projekt „Pro Ludus – O Caminho“ in Gravatá im Bundesstaat Pernambuco kümmert sich um Kinder und Jugendliche aus armen und sozial gefährdeten Familien. Das Projektteam benötigt pädagogisches Material sowie eine gute Ausbildung. 

Mittwoch, 19. Juni 2013

Hoffnung in und für die ILEP in Peru


Pastorin Salland vor dem Kirchbau "Christo Salvador" in Lima
In Peru gibt es in unserer lutherischen Partnerkirche neue Hoffnungen auf ein versöhntes Miteinander. Eigentlich hätte schon längst eine Synode stattfinden müssen, die eine neue Kirchenleitung beruft. Die Beziehung der Kirchenleitung zur Pastorenschaft und zur Mehrheit der Gemeinden ist nicht gut. Die Fronten waren verhärtet. Der LWB hat nun vermittelt. Der Lateinamerikareferentin Patricia Cuyatti ist es gelungen, eine Vermittlerkommission zu berufen. Das Ergebnis ist, dass jetzt am 13. Juli dank der Vermittlung des kolumbianischen Bischof Martinez und des chilenischen Kirchenpräsidenten Alvarez eine Sondersynode stattfinden wird, die die schwierige rechtliche Situation klären und die eine legitime Kirchenleitung wählen soll. Hoffen und beten wir, dass ein Ausweg aus der problematischen Situation gefunden wird!

Fürbitte für Brasilien

Der Ökumenische Rat der Kirchen lädt in dieser Woche ein, besonders Brasilien in das eigene Dank- und Fürbittgebet aufzunehmen:

Wir danken für:
die Stärke der Kirche in Brasilien
die, die das Evangelium auf den Straßen und in den Favelas, den Elendsvierteln verkünden.
alle, die sich für die Befreiung der Menschen und für soziale, politische und ökonomische Gerechtigkeit einsetzen.
die Schönheit und natürliche Vielfalt des amazonischen Regenwaldes – für Papageien und bedrohte Tiere, wie das Goldkopf-Löwenäffchen.
Feijoada1, starken Kaffee, Reis und Bohnen.
den Karneval, wenn Reich und Arm zusammen tanzen.

Wir bitten um/ für:
ein wachsendes Miteinander der Kirchen in Brasilien.
die indigenen Völker, die hier seit vielen tausend Jahren gelebt haben, deren Lebensweise jedoch bedroht ist oder im Namen von Fortschritt und Habgier schon zerstört wurde.
die Hunderttausende von Kindern, die gezwungen sind, auf den Straßen zu leben und zu arbeiten, dass sie deine Fürsorge und Liebe kennenlernen mögen.
ein Ende der politischen Gewalt, Folter und Brutalität der Polizei und anderen, die eigentlich mit dem Wohlergehen und der Sicherheit der Menschen beauftragt sind.
die landlosen Bauern, die es sehr schwer haben, für sich und ihre Kinder den Lebensunterhalt zu verdienen.
die Respektierung der Menschenrechte, so dass niemand einem anderen die Grundfreiheiten ohne Bestrafung absprechen kann.
 
Gebet
Und die Wasser werden von deinem Altar fließen, Herr,
und die Erde überfluten.
Und wir werden wie ein Garten gewässert, gepflegt,
ins Leben gerufen.

O, lass die Wasser kommen,
unbändig und rein,
und zerstöre die Mächte
und reinige die Pfade,
die mein Volk beschreiten wird,
singend und freudig
in einer endlosen Feier
des Wortes, des Lebens, der Freiheit
und der Auferstehung!

Und die Wasser werden von deinem Altar fließen, Herr,
und die Trümmer wegwaschen
und wir werden den Mut haben, zu handeln,
zu dienen,
die Welt zu verändern.

Und die Wasser werden von deinem Altar fließen, Herr,
das Leben wird wieder entfacht werden,
und wir werden die neue Schöpfung sehen,
den Akt deiner Liebe.
(Ernesto Cardoso, Brasilien)


Dienstag, 18. Juni 2013

Proteste in Brasilien

"Der Fußball ist stärker als die Unzufriedenheit der Menschen," das sagte Herr Blatter, als er zur den Demonstrationen vieler Brasilianer befragt wurde, die jetzt pünktlich zum Federations-Cup an Massivität gewonnen haben. Das ist zynisch. Er verkennt dabei das wachsende Ungleichgewicht in der brasiliansichen Gesellschaft. Die Wirtschaft boomt. Es gibt in einigen Bereichen enorme Wachtsumsraten. Brasilien ist reicher geworden. Auf der anderen Seite wächst die Infrastruktur nicht mit. Das sieht man z.B. beim Transport von Soja. Die landwirtschaftlichen Flächen sind enorm ausgedehnt worden mit den dramatischen ökologischen und auch sozialen Folgen. Auf der anderen Seite fehlt die Infrastruktur, um Soja aus dem Land zu bringen. So gibt es vor den Häfen entsprechende kilometerlange Staus von LKW´s. Und auch fehlt es an Investitionen in die Bildung und in die medizinische Versorgung. Berichtet wird von einem Abkommen Brasiliens mit Kuba, um die medizinische Versorgung auf dem Lande sicherzustellen. So werden Ärzte aus Kuba abgezogen, wo sie ebenso dringend benötigt werden, um dafür Rohstoffe auf die Karibikinsel zu bekommen. Jetzt in der Vorbereitung auf die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien und auch auf die Olympischen Spiele zwei Jahre später treten viele Konflikte offen zu Tage.Pastor Martin Volkmann von der lutherischen Kirche Brasiliens und Leiter des GAW Brasilien schreibt uns:
"Die Berichte, die ihr in Deutschland lest, beschreiben richtig, was im ganzen Land geschieht. Worum geht es? Auslöser der Manifestationen schon vor Wochen, besonders  in Porto Alegre, war die Erhöhung der Preise für die Busfahrten. Das auch in São Paulo in den darauffolgenden Tagen. Im Zusammenhang damit kommt der Protest gegen eine Menge von Missständen: Korruption, Kriminalität, langsame Justiz, hohe Steuern/keine Gegenbegünstigung in Gesundheit, Erziehung, Infrastruktur, usw. - Natürlich verbindet sich das mit den Unternehmungen zur Weltmeisterschaft, dessen Vorrunde gerade jetzt in der Confederations Cup geschieht. Dafür wurden Unmengen an Geld investiert, das an andere Stellen - Erziehung, Gesundheit, Infrastruktur auf lange Sicht hin hätte investiert werden müssen. Sehr viele Brasilianer (und auch ich) sind nicht mit der Weltmeisterschaft hier einverstanden, denn das Geld, das dafür - von FIFA gefordert - investiert werden muss, fehlt an anderen Stellen. Die Manifestationen sind friedlich, aber wie immer und überall gibt es einige Randalierer, die dann zu Ausschweifungen übergehen. Und dann ist auch die Polizei nicht unbedingt immun dagegen."

Samstag, 15. Juni 2013

Ein wunderbares Jahresfest in Württemberg

 Sehr gut war die Beteiligung beim Jahresfest des GAW in Württemberg und brachte neben vielen Begegnungen die Chance, aus der weltweiten Diaspora zu hören. So berichtete Pfarrer Armin Ihle von seiner z.Zt. besonderen Situation der evangelischen Gemeinde in Montevideo/Uruguay.
Aus der Freiwilligenarbeit des GAW wurde berichtet und was Freiwillige mitnehmen aus einem Jahr in einem fremden Land.
Pastor Alfredo Abad berichtete aus der derzeitigen schwierigen Situation der spanischen evangelischen Kirche. Die Wirtschaftskrise hintreläßt Spuren auch in der Kirche und fordert sie besonders im diakonischen Bereich heraus.
Und Bischof Otto Schaude berichtet aus seiner lutherischen Kirche im Ural, Sibirien und Fernen Osten (ELKUSFO). Die Weite Rußlands fordert ihn als Bischof besonders heraus, sich für die Einheit der Kirche einzusetzen.

Freitag, 14. Juni 2013

Auf dein Wort... - GAW Jahresfest in Württemberg

Eröffnungsgottesdienst in Friedrichshafen
Unter dem Leitwort "Auf dein Wort" wurde am 14. Juni von der Vorsitzenden des GAW Württemberg Prälatin Gabriele Wulz das Jahresfest in der Region eröffnet. In Württemberg ist das GAW gut in der Landeskirche vernetzt. Das spürte man beim Empfang im Stadtzentrum und beim Eröffnungsgottesdienst in der Schloßkirche in Friedrichshafen am Bodensee. Bis auf den letzten Platz war die Kirche gefüllt. Gäste aus Spanien, Kroatien, Rußland, Argentinien, Kolumbien, Italien, Slowenien und anderen Ländern bereichern das Jahresfest. Dabei gewinnt das Wort aus dem Lukasevangelium "auf dein Wort" eine tiefe Bedeutung: Es ruft uns aus unserer Enge heraus, damit wir uns in den Dienst nehmen lassen für die Partnerkirchen, die auf uns so dringend angewiesen sind.

Donnerstag, 13. Juni 2013

Die neue EvDia ist erschienen!!!

"Was wissen wir über den Protestantismus in Bulgarien, Griechenland, Kroatien,
Moldawien und Serbien?" schreiben die Herausgeber des gerade erschienenen neuen Jahrbuches des GAW. "Und was sind gegenwärtig Themen in den evangelischen Kirchen in der Slowakei, in Slowenien und Rumänien?" 
In diesem Jahr haben sich die Herausgeber des Jahrbuches der Herausforderung gestellt gleich über die protestantischen Kirchen in acht Ländern zu berichten. Kein einfaches Unterfangen. Aber ein lohnendes!
Eines der Aufgaben des GAW ist es neben der Förderung von ca. 150 Projekten aus ca. 40 protestantischen Partnerkirchen auch über diese Kirchen zu informieren und einen Überblick zu geben. In dieser Breite ist das GAW die einzige Institution, die in deutscher Sprache eine solche Arbeit leistet. Damit wollen wir der evangelischen Diaspora Stimme geben!

Ab sofort kann "Die Evangelische Diaspora - Südosteuropa" (Bulgarien, Griechenland, Kroatien, Moldawien, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien) zum Preis von 6,90 Euro beim GAW bestellt werden per email an verlag@gustav-adolf-werk.de, im Internet unter http://www.gustav-adolf-werk.de/neuerscheinungen.html oder telefonisch unter +49-341-490 62-13!

Mittwoch, 12. Juni 2013

Glaubensflüchtlinge brachten wirtschaftliches Know-how nach Deutschland

EPD berichtet: "Der 48. Deutscher Hugenottentag zeichnete Spuren früherer Protestanten nach: In Mannheim ist am Sonntag der 48. Deutsche Hugenottentag zu Ende gegangen. Drei Tage lang spürten Theologen und Wissenschaftler den Spuren der französischen Glaubensflüchtlinge aus dem 17. Jahrhundert nach. Die Tagung wurde von der Deutschen Hugenotten-Gesellschaft in Kooperation mit der Christuskirche Mannheim veranstaltet." Mehr unter:

Dienstag, 11. Juni 2013

Aus einem Pfarrhaus wird eine Kindergarten

Kirche in Zelow/Polen
Umgebautes Pfarrhaus
"Es freut uns, dass es dank des GAW möglich war, das reformierte Pfarrhaus in Zelów zu  einem Kindergarten um zubauen," schreibt Pfarrer Lipinski. "Nur mit dem GAW war das möglich!" Zelów liegt ca. 50 km von Łódź  entfernt. Die reformierte Gemeinde wurde durch tschechische Exulanten Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet. Das Pfarrhaus wurde 1937 gebaut. Im 2. Weltkrieg wohnte hier der Gauleiter, was dann auch die Geschichte der Gemeinde nach dem Krieg mit geprägt hat. An dem Haus konnte lange nichts gemacht werden. Der Pfarrer musste das Haus räumen. Die Gemeinde hatte die Idee, daraus einen Kindergarten zu machen. Das ist jetzt mit zwei Spenden des GAW in Höhe von 20.000 Euro gelungen. "Im Leben unserer Kirchengemeinde spielt dieser Kindergarten eine sehr wichtige Rolle," schreibt Lipinski. 
Dank an alle Spender!!!

Montag, 10. Juni 2013

Die lutherische Gemeinde in Curitiba

"Vielen Dank für die Hilfe des GAW, die uns geholfen hat, die Arbeiten an unserer neuen Kirche in Curitiba/Brasilien zu beenden," schreibt Anna Maria Brackmann von der lutherischen Gemeinde in Curitiba im Bundesstaat Paraná. Im Projektkatalog 2011 haben wir ca. 10.000 Euro für diese Kirchengemeinde unserer brasilianischen Partnerkirche, der IECLB gesammelt. Wir freuen uns, dass die Arbeiten gelungen sind, die Kirche nach außen sich gut präsentieren und zeigen kann, und innen genug Raum der ganzen Gemeinde geben kann.
Immer wieder hören wir von unseren Partnern, wie wichtig es ist, dass die Kirchen nach außen erkennbar sind und einladend wirken. Auch die Kirchgebäude habe einen missionarischen Auftrag!

Freitag, 7. Juni 2013

Freiwilligenarbeit des GAW


Über das GAW-Württemberg werden jedes Jahr über 15 Freiwillige in Partnerkirchen des
Escuela Belén O´Higgins in Santiago de Chile
GAW entsendet, so auch nach Chile. Dass diese Entsendungen segensreich sind, zeigt dieser kleine Ausschnitt aus dem Brief eines Vaters einer Freiwilligen aus Santiago de Chile, die an der Escuela Belén O´Higgins arbeitet:
"Insgesamt haben wir anschauliche, positive Eindrücke von der Schule und der Arbeit der Freiwilligen dort erhalten – wir konnten uns nicht nur die Räume zeigen lassen, sondern auch bei einem literarischen Schulfest dabei sein. So hat sich bei uns der eh vorhandene Eindruck verstärkt, welch wichtige Erfahrungen die Freiwilligen dort machen können (auch wenn es wohl nicht ganz leicht ist, bis sich eine Einrichtung auf die alle Jahre neuen Freiwilligen eingestellt hat), wie sie sich in produktiver und hilfreicher Weise einbringen können und wie gut es ist, dass durch das GAW solche Dienste ermöglicht werden. Auch diese positive Wertschätzung der Freiwilligen-Arbeit des GAW möchte ich von unserer Seite aus ruhig einmal zum Ausdruck bringen, verbunden mit dem Dank für alle Ihre Bemühungen in diesem Bereich."