Dienstag, 30. April 2013

Gedanken zur Kirchentagslosung: "Soviel du brauchst..."

Um zu seiner Gottesdienst seiner Gemeinde zu kommen, musste ein Diasporapfarrer immer an einer Kirche einer evangelischen Gemeinde einer anderen Konfession vorbeifahren. Sie lag eigentlich sehr günstig. Und die Gemeinde des Pfarrers überlegt, ob es nicht möglich sei, dort Räume zu mieten für Bibelstunden und Gottesdienste. Man kam leider nicht mehr ins Gespräch. Eines Tages fuhr er wieder dort vorbei und las ein Schild: "Zu verkaufen". was war geschehen? Auf sein Nachfragen sagte man ihm: "Die Gemeinde hat geerbt..."
Sie hatte auf einmal wesentlich mehr als sie brauchte. Die Erbschaft hat die Mitglieder träge gemacht. Sie mussten sich nicht selbst mehr anstrengen, um die Gemeinde am Leben zu erhalten. Es ging nicht mehr um ihren monatlichen Beitrag. So ging die Kreativität verloren, die immer dann angestachelt wird, wenn man sich anstrengen muss und sehen muss, wie Gemeindeleben weitergehen kann.
In der Diaspora muss man sich anstrengen. Man braucht Kreativität - angefangen beim Kuchenbasar oder Wurstverkauf in argentinischen Gemeinde bis hin zu "Erziehung" der Gemeindemitglieder, dass das Überleben der Gemeinde von ihnen abhängt. Schwierig ist es oft in den Gemeinden, die zu sehr abhängig sind - auch von ausländischen Geldgebern. Mit Spenden kann man auch Kreativität bremsen.
Die Kirchentagslosung weist uns darauf hin, dass es auch um unser Engagement geht, wenn die eigene Kirchengemeinde lebendig bleiben soll. In der Diaspora ist das noch intensiver spürbar als in größeren kirchlichen Strukturen. Aber dann geht es in der Losung ebenso um das richtige Maß. Zu viel macht träge und faul. Zu wenig kann das Überleben ebenso in Frage stellen. Die Kirchentagslosung ist aus dem 2. Buch Mose. Sie will uns lehren Maß zu halten, sorgsam mit unseren Ressourcen umzugehen - sie dann aber auch einzusetzen zum Aufbau der Gemeinden. In unserem Fall als GAW heißt das: Weltweit wollen wir Gemeinde helfen!
Das GAW ist mit einem vielfältigen Programm auf dem Kirchentag in Hamburg präsent:
http://www.gustav-adolf-werk.de/kirchentag.html
  

Montag, 29. April 2013

Evangelische Kirche braucht evangelische Schulen!!!

Schulchor der Grundschule forum thomanum
"Es ist schwerlich zufällig, dass in unserem kirchlichen Werke für die Diaspora die evang. Schule einen so breiten und wachsenden Notraum einnimmt. Ist überhaupt nur die Wahl: so sollten die evang. Gemeinden kathol. Umgebung und ihre wahren Freunde, die Sache im Ganzen und Großen beurteilt - eher die Bauten ihrer Kirchen als ihrer evang. Schulen aufgeben, gleichviel welches die "äußere" Lage und gleichviel welches die gebotenen Bedingungen seien. Wir bedauern die Mutlosigkeit von (Partnern), welche seine evang. Schulen meist an die "Kommunalschulen" aufgegeben hat." (Dr. Fricke im Jahresbericht des Zentralvorstandes des G.A.V. im Oktober 1870, S. 17)
Es ist spannend, wie sich dieses Thema durchzieht durch die Geschichte des GAW. In dieser Hinsicht ist es gut, dass das GAW eveng. Schulen fördert und unterstützt - gerade in den neuen Bundesländern. Kirche und Schule gehören zusammen. Bildung war immer ein Grundanliegen der reformatorischen Bewegung. Bildung braucht Orientierung und eine Wertevermittlung, die vom Evangelium her ihre Ausrichtung erhält.
In jüngster Vergangenheit gab es Gegenwind gegen freie evang. Schulen. Ein Beispiel ist die evang. Grundschule in Leipzig. Es gibt eine Initiative des Stadtrates, vorherige Beschlüsse und Zusagen zu widerrufen. Mit der Thomasgemeinde, Träger dieser Schule, setzen wir uns als GAW dafür ein, dass die Grundschule eine Zukunft auf dem Bildungscampus im Bachviertel hat. Die Gemeinde will die Schule! Und - so lernen wir aus der Geschichte: Sie bekennt sich dazu, sie zu brauchen!
Unterstützen Sie eine Unterschriftenaktion, die sich für die evang. Grundschule forum thomanum ausspricht:

Freitag, 26. April 2013

Jetzt ist die Zeit für Frieden mit Gerechtigkeit!

"Jetzt ist die Zeit für den Frieden mit Gerechtigkeit in Kolumbien!" so heißt der Aufruf eines breiten ökumenischen Bündnisses unter Mitbeteiligung der Lutherischen Kirche in Kolumbien, um zu Gebets- und Aktionstagen für einen gerechten Frieden in dem Land, das seit 50 Jahren unter einem grausamen Bürgerkrieg leidet. Viele Menschen wurden von ihrem Land vertrieben und sind Flüchtlinge im eigenen Land. Guerillas und Paramilitärs sind in Drogengeschäfte verwickelt. Viele Themen, die derzeit in den Friedensgesprächen in Havanna zwischen Regierungs- und Guerillavertretern behandelt werden, sind komplex. Aber - die Menschen sehnen sich nach einem nachhaltigen Frieden. Viele Vertriebene Menschen sehnen sich danach, wieder in ihre Heimat zurück zu gehen.
Die ökumenische Initiative hat zu einer Unterschriftenaktion im ganzen Land aufgerufen, um deutlich zu machen, dass das Volk sich nach Frieden sehnt. Zudem wird die CLAI (Rat der Kirchen in Lateinamerika) aufgerufen, bei ihrer Vollversammlung in Havanna im Mai diese Initiative zu unterstützen.

Mittwoch, 24. April 2013

Treffen der Vorstände des GAW und des MLB

Zu einem gemeinsamen Beratungsgespräch trafen sich Vertreter der Vorstände des GAW und des MLB (Martin-Luther-Bund) in Erlangen. Neben dem gemeinsamen Informationsaustausch über die Arbeit und Situation der Diaspoarwerke standen die gemeinsamen Projektforderungen im Vordergrund. So beteiligt sich der MLB an der Finanzierung des Vikaraites von Hanna Schramm in Chile, hat sich an dem Ankauf einer Pfarrwohnung in Togliatti in Rußland beteiligt und sammelt wie das GAW in diesem Jahr für das Jugendfreizeitzentrum in Sorquitty in Polen.
Ein weitere Schwerpunkt der Absprachen bezog sich auf die Vorbereitung einer gemeinsamen Tagung beider Diasporawerke in Wittenberg vom 19.-22. Januar zum Thema der Reformationsdekade "Bibel und Bild in der reformatorischen Christenheit". Bewährte Theologen aus der Diaspora werden als Referenten geworben. Einen gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst in der Stadtkirche Wittenberg, an deren Sanierungskosten sich das GAW beteiligt, wird es geben.
Die norddeutschen Hauptgruppen werden im Jahr 2015 auf ihre Tagung zu Gunsten der gemeinsamen Tagung verzichten. Die Tagung ist offen für alle Interessierte!

Montag, 22. April 2013

Das GAW auf dem Kirchentag in Hamburg!!!

Das GAW präsentiert sich wieder auf dem Kirchentag in Hamburg mit verschiedenen
Veranstaltungen und einem Stand (mit netten Überraschungen) auf dem Markt der Möglichkeiten 

Stand des GAW: 
Messe Halle A 1, Stand C 50).

Erste Begegnungen mit dem GAW und insbesondere mit den Hauptgruppen der Nordkirche gibt es am Abend der Begenug am Mittwoch, 1. Mai von 18 bis 22 Uhr (Südseite des Sandtorhafens am Kaiserkai, nahe der Magellan-Terassen)..

Näheres zu den verschiedenen interessanten und spannenden Veranstaltungen des GAW finden Sie unter: 

http://www.gustav-adolf-werk.de/kirchentag.html

Jahrestagung des GAW-Sachsen in Bischofswerda

Am 21. April traf sich die Hauptgruppe des GAW Sachsen zu ihrer Jahrestagung in Bischofswerda. Alles besonderer Gast war Professor René Krüger aus Buenos Aires eingeladen zu einem Gastvortrag und zur Festpredigt. Eindrücklich schilderte er die Situation der evangelischen Partnerkirche in Argentinien. Für sein langjähriges Wirken für die Propstei Kaliningrad wurde Propst em. Kurt Beyer mit seiner Frau geehrt. Propst Beyer hat jetzt nach langen Jahren sein ehrenamtliches Engagement und seine Fundraisingaktivitäten der Hauptgruppe Sachsen vollständig übertragen. Seine Verdienste sind nicht hoch genug einzuschätzen. Pfarrer Arndt Haubold, Vorsitzender der Hauptgruppe,
Prof. Krüger (r.) mit Dr. Haubold
berichtete eindrücklich über die Aktivitäten des GAW Sachsen im vergangenen Jahr.

In Wort und Bild stellte er ein besonderes Projekt der Hauptgruppe in Zusammenarbeit mit der Ev. Kirche der Böhmischen Brüder in Tschechien vor: Grenze(n) der Toleranz. Das sächsisch-böhmische Grenzgebiet spielt in Geschichte und Gegenwart ein wichtige Rolle. Hier verlief die Grenze zum katholischen habsburgischen Reich, das alles andere als tolerant den evangelischen Christen gegenüber war. Hier gibt es bis in die Gegenwart Themen, die die Öffentlichkeit beschäftigen, wie z.B. der Aussöhnungsprozess zwischen Deutschen und Tschechen oder die Frage des Umgangs mit Sinti und Roma. Ein sehr gutes Projekt! Die Hauptgruppe Sachsen gehört inzwischen zu einer der stärkeren Hauptgruppen im GAW. Es ist beeindruckend, wie verwurzelt das GAW immer noch hier ist.

Freitag, 19. April 2013

Markus Schoch berichtet aus Lettland


Markus Schoch, EKD-Pfarrer in Riga, berichtet aus Lettland: "Die Kirche in Lettland ist historisch eng mit Deutschland verknüpft. Über Jahrhunderte war sie deutsch geprägt: die Sprache im Konsistorium war deutsch, aber für die lettische Bevölkerung gab es Predigt und Unterricht auch in lettischer Sprache. Auch die Ausbildung an der Universität in Dorpat wurde auf Deutsch vermittelt. Der große Einschnitt vollzog sich 1939 mit der Aus/Umsiedlung der Deutschen aufgrund des Hitler-Stalin-Paktes. Zuvor gab es eine lutherische Kirche, die aber zwei Bischöfe hatte: Die Kirche des lettischen Bischofs war der Dom, die des deutschen Bischofs die Petrikirche. 1939 kamen die vormals deutschen Kirchen laut eines Vertrags zur lettischen Kirche, es gab keine deutschsprachigen
Lutherische Kirche in Valmiera
Gottesdienste mehr. In den 60er Jahren begann ein lettischer Pfarrer an der Jesuskirche, Bibelstunden in deutscher Sprache zu halten. Hintergrund war, dass in dieser Zeit in der Sowjetunion die Festlegung des Wohnortes (Kommendatura) für Deportierte aufgehoben wurde. Deportierte nach Sibirien und Mittelasien durften ihre Verbannungsorte verlassen, jedoch nicht in den Umkreis ihres früheren Wohnortes (200-300km) zurückkehren. So sind viele Russlanddeutsche ins Baltikum gekommen. Zunächst gab es Bibelstunden auf Deutsch, später auch Gottesdienste. Dann gab es einen Pfarrerwechsel in der Jesuskirche, es kam ein junger neuer Pfarrer, Harald Kalnins (dessen Mutter deutsch und Vater lettisch waren). Er wurde von den Russlanddeutschen gebeten, weiterhin deutsche Gottesdienste und Bibelstunden zu halten. Er war dazu bereit, aber nur mit einer staatlichen Genehmigung. So stellte er einen Antrag an die Religionsbehörde, deutsche Gottesdienste halten zu dürfen. Es dauerte drei Jahre, bis eine Antwort kam, doch schließlich wurde sein Antrag genehmigt. Ab dann hielt Harald Kalnins deutsche Gottesdienste und Bibelstunden in Riga und Cēsis. Das sprach sich in ganz Lettland und der UdSSR herum, viele sind angereist und haben ihn auch in ihre Gemeinden eingeladen. So fing auch er an zu reisen. Die Jesuskirche in Riga wurde zum Zentrum der Deutschen Lutheraner in der Sowjetunion, zum Zentrum der „Deutschen Evangelisch-Lutherischen Kirche in den Republiken des Ostens“. Dann kam die Wende, der lettische Staat wurde gegründet. Riga blieb noch kurze Zeit Bischofssitz der deutschen Kirche, dann wurde die Evangelisch-Lutherische Kirche in Russland und Anderen Staaten (ELKRAS) gegründet und der Bischofssitz nach St. Petersburg verlegt. In Lettland blieb nur noch eine Rumpfkirche mit fünf Gemeinden: Riga, Daugavpils, Dobele, Liepaja, Valmiera. Erst wurden diese Gemeinden noch von Harald Kalnins betreut. Es gab Unterstützung aus Deutschland durch Vertretungen, die relativ bald von der EKD koordiniert wurden."

Donnerstag, 18. April 2013

Angespannte Situation in Venezuela



Gerado Hands, Pastor der lutherischen Gemeinde in Valencia - 2 Autostunden von Caracas entfernt - berichtet weiter über die angespannte Situation in Venezuela. Die Gemeinde selbst ist Träger einer großen Schule und eines Straßenkinderheimes, das vom GAW in diesem Jahr gefördert wird. Gerardo Hands schreibt: "Heute sind die Schule und die Kirche geschlossen. Gestern kamen aufgrund der Unruhen nur wenige SchülerInnen, die dann aber nach Hause geschickt wurden. Zudem hat gestern die Regierung bis zum kommenden Montag den Schülern und Studenten frei gegeben. Unser Kinder im Straßenkinderheim Casa Hogar machen ihre Schulaufgaben zu Hause und bekommen zusätzlich Nachhilfeunterricht. Die Studenten haben mit einem nationalen Streik gedroht. Zudem haben Lehrer, Ärzte und Krankenschwestern mit einem Generalstreik gedroht, um verbesserte Bedingungen einzufordern. Zur Zeit sind die großen Einkaufszentren geschlossen. Überall sind Sicherheitskräfte zu sehen. Und immer gibt es Leute, die die Demonstrationen nutzen, um Gewalt auszuüben. Ich habe den Eindruck, dass sich Prozess der Revolution radikalisiert, gerade auch nach dem Tode von Chávez. Für uns ist das eine traurige Entwicklung."

Bitte beteiligt Euch an der Unterschriftenaktion!!!!



Das GAW unterstützt die ersten drei Jahre der evangelischen Grundschule "forum thomanum" in Leipzig. Nun gefährden neue Pläne der Stadt Leipzig die Entwicklung dieser Grundschule.
Die Unterstützung durch das GAW war nur möglich aufgrund eines schlüssigen und guten Konzepts, das der Träger der Grundschule eingereicht hat in Verbindung mit den Beschlüssen des Leipziger Stadtrates.
Zusammen mit dem "forum thomanum" bitten wir um beteiligung an einer Unterschriftenaktion, die per Internet durchgeführt werden kann. Dafür klicken Sie bitte folgenden link an:
Wir bitten als GAW sehr um Unterstützung!!! 

Mittwoch, 17. April 2013

Neues aus Venezuela

Nachdem es zunächst friedlich in Venezuela war traten jetzt Krawalle auf. Pastor Gerardo Hands aus Valencia berichtet: "Heute gibt es in Venezuela eine angespannte Ruhe. Immer wieder kam es zu Ausschreitungen. Problematisch wurde es, weil der gewählte Präsident Maduro das Recht der Opposition nicht anerkannte, eine Überprüfung des Wahlergebnisses zuzulassen. Wir haben jetzt ein gespaltenes Land und es wird schwer sein, Versöhnung zu erreichen, weil beide Parteien einander misstrauen. Ich glaube, dass eine unabhängige Kommission gut gewesen wäre, um diese Unruhen zu vermeiden. Ich denke, dass das Problem auch ist, dass man nicht weiß, auf was man sich verlassen kann in Venezuela. Es gibt eine große Glaubwürdigkeitskrise. Dann gibt es eine Angst, macht zu verlieren. Und die Folge ist, dass man sich den großen Problemen des Landes nicht stellt. Die sind: Bildung, Gesundheit, Wirtschaft, Arbeitslosigkeit. Ich habe das Gefühl, dass es eine Frage der Zeit ist, wann die Probleme des Landes auf die derzeitige Regierung zurückfallen werden. Wir bitten Euch im GAW: betet für uns – gerade auch um Frieden bei uns!"

Das neue GA-Blatt 2/2013 ist da!

Das neue GA-Blatt ist erschienen! Für das GAW ist es ein wesentliches Publikationsmittel, um in größerer Weise über die Arbeit des Diasporawerkes zu informieren und insbesondere über Entwicklungen in den Partnerkirchen zu berichten. In der neuesten Ausgabe gibt in einem Interview Joél Cortes, Präsident der Spanischen Evangelischen Kirche, einen Einblick in die Situation der Kirche. Überblicksartikel gibt es über die Reformierte Kirche in Transkarpatien/Ukraine und über die Sozialprojekte und Gemeindearbeit in Armenvierteln von Buenos Aires. Das Programm ADL der Brasilianischen Lutherischen Kirche wird vorgestellt mit Hilfe eines GAW-Stipendiaten, der dort unterrichtet wurde.
Wollen Sie mehr wissen? Dann abonnieren Sie das GA-Blatt!!!
Es erscheint vierteljährlich und kostet im Jahresabonnement: EUR 7,16/sFr 13,50
Bestellungen und Redaktion:
presse@gustav-adolf-werk.de

Dienstag, 16. April 2013

Venezuela nach der Wahl und die Situation der IELV


Pastor Gerado Hands (obere Reihe, 2. v.r.) Im Strassenkinderheim
“Venezuela stand nach dem Tode von Präsident Hugo Chavez quasi unter Schock,” schreibt Pastor Gerado Hands aus Valencio / Venezuela. „Gott sei Dank sind die notwendig gewordenen Wahlen friedlich verlaufen, und es gab keinerlei Unruhen. Das Land ist politisch ausgeglichen. Zum neuen Päsidenten ist Marduro mit knappem Vorsprung gewählt worden. Wir hoffen und beten, dass sich unser Land stabilisieren möge und nicht weiter polarisiert wird.“ Weiter berichtet Gerado von der Situation der lutherischen Kirche in Venezuela: „Die komplexe Situation der Registrierung der Kirche, der Iglesia Ev. Luterana de Venezuela, ist noch nicht gelöst. Die Gemeinde in Valencia ist dabei, ihre Registrierung zu klären, um sich dann den Gemeinden in Caracas anzugliedern und Teil der neuen IELV zu sein. Dann wären es fünf Gemeinden. Die Gemeinden in Barinas und in Maracaibo fehlen noch. Kompliziert ist die Situation der indigenen Missionsgemeinde in Maracaibo und die Situation der Gemeinde in Tin-Tin. Wir hoffen und beten, dass es einen neuen Dialog geben möge und man gemeinsame Vereinbarungen treffen kann.“ Dabei spielt die Registrierung eine sehr wichtige Rolle. Denn darüber würde man endlich wieder an Konten herankommen, auf denen Gelder sind, die für die Versorgung u.a. der Pastoren in den Missionsgemeinden gedacht sind. Das Problem der Blockierung der Konten durch die fehlende Registrierung hat zu Konflikten geführt.

Samstag, 13. April 2013

Hilfe für bedrängte protestantische Christen in Syrien


Auf der Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirche in Europa (GEKE) hielt Generalsekretärin Jarjour aus Beirut/Libanon von der Vereinigung der Protestantischen Kirchen im Nahen Osten (FMEEC) einen bewegenden Bericht über die Situation der Menschen, insbesondere der protestantischen Christen in Syrien. Das hatte zur Folge, dass unter Leitung des Präsidenten des GAW DR. Hüffmeier mit Hilfe der Rheinischen und der Badischen Landeskirche eine solidarische Hilfsaktion auf den weg gebracht wurde. Das GAW hat mit Hilfe des Ev. Missionswerkes (EMW) diese Hilfe koordiniert. Frau Jarjour hatte uns zwei Projekte genannt, für die Wiederaufbauhilfe trotz aller Unsicherheiten notwendig war: ein Altersheim und eine Schule. Mit Hilfe des Geldes konnten in beiden Gebäuden Kriegsschäden in Homs in Syrien beseitigt werden: Fenster wurden repariert, Dächer erneuert, Wassertanks erneuert, eine Solaranlage repariert, Wände gestrichen. insbesondere für die Bewohner des Altersheims war das dringend geboten. Hier werden jetzt auch die Gottesdienste gehalten, da die Kapell ziemlich zerstört war. Auch die Schule kann jetzt bei allen Schwierigkeiten und Nöten ihren betrieb wieder aufnhemen.
Immer wieder kommt es zu bewaffneten Auseinandersetzungen, auch in Homs. Das berichtet Frau Jarjour. Und absolute Sicherheit gibt es natürlich nicht. Zu der dringend gebotenen Nothilfe sind aber auch solche Wiederaufbaumassnahmen dringend geboten, um Leben wieder zu ermöglichen.

Donnerstag, 11. April 2013

Marsch für den Frieden in Bogota am 9. April

Am 9. April fand in Bogotá/Kolumbien ein "Marsch für den Frieden" statt. Er wurde von einer erstaunlich breiten Schicht getragen: Ökumenischen Gruppen, der Lutherischen und der Katholische Kirche, vom linken Bürgermeister Bogotá und auch vom kolumbianischen Präsidenten Santos. Der Marsch soll ein Impuls für die Friedensgespräche in Havanna sein, die nach dem 50-jährigen Bürgerkrieg nicht einfach sind. Es geht dabei um eine politische Beteiligung der Rebellen, Entwaffnung der Rebellen und Paramilitärs, um das komplizierte Thema der Landreform mit den unterschiedlichsten Interessen der Agrarindustrie und der Kleinbauern, um die Frage was mit der großen Masse der "Desplazados" (Flüchtlinge des Landes) geschehen soll. Das sind sehr komplizierte Fragen, die nur politisch und nicht mit Gewalt gelöst werden können.
Die lutherische Partnerkirche in Kolumbien unterstützt den Friedensprozess und begleitet ihn positiv. Immer wieder ist sie in ihrer täglichen Arbeit mit den Herausforderungen, die der Bürgerkrieg gibt, konfrontiert. "In dem Land gibt es eine große Sehnsucht nach Frieden," sagt Bischof Eduardo Martínez. "Kein Wunder, dass jetzt so viele Menschen auf der Strasse waren!" Noch gibt es keine genauen Zahlen. Einige Schätzungen gehen von einer halben Millionen Teilnehmern aus.

Mittwoch, 10. April 2013

Bischof Bünker warnt vor agrressivem Atheismus in Österreich

Auf der Homepage der Evangelischen Kirche A.B. in Östrerreich gefunden: 
"Das Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien ist vor allem auf die Katholische Kirche zugespitzt; viele Forderungen sind aber keine rein "katholische" Angelegenheit, sondern betreffen auch andere anerkannte Religionsgemein-schaften, so der Tenor der Antworten auf eine Befragung durch die Zeitung "Der Standard" (Ausgabe vom 8. April). Spitzenvertreter von Evangelischer Kirche, Israelitischer Kultusgemeinde (IKG) und Islamischer Glaubensgemeinschaft (IGGiÖ) äußerten sich."

Folgen des Unwetters in Argentinien


Die starken Regenfälle und die Überschwemmungen durch den Rio de la Plata haben in Argentinein zahlreichen Menschen das Leben gekostet. Mindestens 54 Menschen kamen ums Leben.
Nicolás Rosenthal, Diakoniechef der IERP, schreibt uns:
"Es eine grosse Solidarität von Seitens des Volkes. So viele Spenden (besonders Wäsche) hat man zusammengebracht, dass die Regierung verlangt hat, die Spendung einzustellen. Auch wir Kirchen haben fleissig gesammelt. Jetzt warten, um zu sehen, was man vielleicht übersehen hat und wo wir helfen müssen. Die Presse hat vor allen über die betroffenen Regionen des Mittelstandes berichtet. Aber in den armen Barrios haben auch viele Menschen alles verloren; darüber wird nicht viel geredet. Deswegen versuchen wir jetzt zu schauen, wo vielleicht die Hilfe dringend geboten ist. Unsere eigenen Gemeinden sind nicht so stark betroffen, auch nicht die PCAEP Gemeinden (Programm des Teilens des Evangeliums mit den Armen). Aber der Wiederaufbau wird nicht leicht sein. Das ist eine Verantwortung des Staates. Ich bin gesapannt, wie Präsidentin Kirchner darauf reagieren wird."