Dienstag, 19. März 2013

Synode der IELCH äußert sich zu gesellschaftlichen Herausforderungen

Synodenversammlung der IELCH in Osorno/Chile
Mitte März tagte die Synode der Iglesia Evangélica Luterana de Chile (IELCH) in der Stadt Osorno, im Süden Chiles. Dort gibt es neben einer größeren lutherischen Kirche der ILCH, die aus der deutschen Einwanderung entstanden ist, eine kleine IELCH-Gemeinde, die ursprünglich aus der Missionsarbeit der größeren Gemeinde entstanden war. Nach der Kirchenspaltung ging es auch hier auseinander. Die IELCH-Synode traf sich in der La Paz-Gemeinde. "Wir wollen unsere kirchliche Arbeit auch nach außen sichtbar machen in den Regionen, Städten und Dörfern, wo wir präsent sind," heißt es in der Schlusserklärung der Synode vom 17. März 2013. In dieser Erklärung wird noch einmal deutlich herausgestellt, dass die Botschaft des Evangeliums der Kirche Orientierung geben soll. Dabei wird klar gemacht, dass die Lehre Jesu keine starre Doktrin ist, sondern als Motivation zu verstehen ist, zum Wohle und zum Guten aller zu arbeiten, auch wenn das in einer komplexen Welt schwierig ist. "Es geht dabei nicht um Moralvorstellungen, sondern um Güte," heißt es. Gerade das war in Fragen des Antidiskriminierungsgesetzes intensiv in der Kirche diskutiert worden. Hier gab es von verschiedensten Seiten Kritik z.B. im Blick auf die Stellung der Kirche zum Thema Homosexualität. Insofern ist der Satz zum Verständnis der Bibel wichtig.
Desweiteren beschäftigte sich die Synode mit den aktuellen Problemen und Herausforderungen der Gesellschaft. "Immer wieder wird Chile als Beispiel für ein gutes ökonomisches Wirtschaften hervorgehoben," heißt es. Und klar wird gesagt. "So ist es nicht!" Im Weiteren werden entsprechende Beispiele aufgeführt: 1. Der Umgang mit den Ureinwohnern der Mapuche und Huilliches besonders im Süden, wo es um Landfragen und - rechte geht. 2. Das Wachstum der Wirtschaft ist stabil, aber die Probleme der Bildung und Gesundheit werden nicht grundlegend angegangen. 3. Das Meer gehört allen , nur die großen Industriefischereibetriebe fischen das Meer leer auf Kosten der kleinen Fischer. 4. Eine friedliche Einigung in der Frage der umstrittenen Meeresgrenze mit Peru wird angemahnt. 5. Chile hat hohe Gewinne erzielt insbesondere durch den Kupferbergbau. Die Einkommen der Ärmsten haben sich nicht weiter entwickelt.
"Wir sind enttäuscht über die Entwicklung der Gesellschaft, die wir mit Sorge beobachten. Aber wir hoffen auf Veränderungen. Als Kirche Jesu Christi wollen wir helfen gemeinsam mit vielen anderen mehr Gerechtigkeit, Gleichheit und Güte für alle zu erreichen," heißt es am Schluss.

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