Dienstag, 20. November 2012

Situation der Theologischen Fakultät

Alzbeta vor der Theolog. Fakultät
Die Theologische Fakultät an der Karlsuniversität in Prag hat eine lange und gute Tradition. Die Qualität der akademischen Ausbildung wird geschätzt. "Studierende u.a. aus der Slowakei kommen, weil sie es hier besser finden als bei sich," sagt Alzbeta.
Im Wintersemester 2011/12 waren 188 Studenten und 67 Doktoranden Theologie eingeschrieben. 2/3 der Studierenden bereiten sich auf das Pfarramt vor. Im Jahr werden im Durchschnitt 8 Absolventen in den kirchlichen Vorbereitungsdienst übernommen. "Wir beobachten wie in vielen Nachbarländern einen Rückgang an Studierenden," sagt Synodalsenior Joel Ruml. "Wir könnten noch mehr übernehmen, denn es gibt etliche vakante Pfarrstellen." Allerdings gibt es inzwischen eine Diskussion darüber, wieviele Gemeindeglieder nötig sind, um eine Pfarrstelle finanzieren zu können. Das wurde gerade auf der letzten Synode diskutiert bei der Thematik des Umgangs mit kleinen Gemeinden. Hier setzt z.Zt ein Umdenkungsprozess ein. Das hängt auch mit dem Restitutionsgesetz zusammen. In Kürze wird die Kirche über etliche Geldmittel verfügen. Hier gilt es klug zu entscheiden, welche Aufgaben wie in Zukunft finanziert werden sollen, wenn der Staat sich sukzessive aus der Finanzierung zurückziehen wird.
In diesem Kontext steht auch die Frage, ob das Gebäude der Fakultät an die Universität verkauft werden soll. Die Mieteinnahmen der Uni an die Kirche sind im Verzug. Das Gebäude ist auch eine Belastung geworden. Umstritten ist diese Frage.

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