Mittwoch, 24. Oktober 2012

Theologieausbildung in den Andenstaaten

Bischof Martinez in Leipzig
"Wir brauchen in der theologischen Ausbildung größere Nachhaltigkeit und wünschen uns in der Andenregion eine stärkere Zusammenarbeit“, sagt Bischof Eduardo Martinez von der lutherischen Kirche in Kolumbien (IELCO), der sich zu Besuch in der Zentrale des GAW befindet. Im Rahmen einer Konsultation des Lutherischen Weltbundes in Wittenberg um die Zukunft und Nachhaltigkeit theologischer Ausbildung in den Partnerkirchen des LWB befindet sich Bischof Martinez zurzeit auf Deutschlandbesuch. In diesem Rahmen besuchte er auch unsere kolumbianische Stipendiatin Lizbeth zu und erkundigte sich nach ihren Studienleistungen. 
Die Ausbildungsfrage des theologischen Nachwuchses ist gerade für kleine Partnerkirchen eine Herausforderung. Wie kann man sich so organisieren, dass man qualifizierten Nachwuchs heranbildet? Wie kann man für eine gute reformatorische Theologie eintreten, die für die Menschen eine Alternative darstellt, die sich von anderen Kirchen enttäuscht abwenden?
In Kolumbien versucht man durch eine Art "virtueller" Ausbildung den Nachwuchs zu fördern. Wie nachhaltig das ist, muss die nächste Zukunft zeigen. Klar ist, dass diese Studienform eine hohe Disziplin der Studierenden erfordert. Derzeit sind 20 Studierende eingetragen. Und "es ist klar, dass Theologie den direkten Austausch und Diskurs braucht", sagt Martinez. "Ich träume von einem theologischen Zentrum in Bogota für alle andinen Länder und vielleicht sogar alle mittelamerikanischen Länder!" Dazu bräuchte die Kirche gute Unterstützungen besonders für Stipendien.
Das GAW sorgt sich um die Theologenausbildung. Deshalb ist unser Stipendienprogramm so wichtig.

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