Dienstag, 16. Oktober 2012

Frauen in der Reformierten Kirche in der Ukraine

Pfarrerin Edina Dancs
Im Jahre 2006 beschloss die Synode der Reformierten Kirche in Transkarpatien die Ordination der Frauen zum geistlichen Amt abzuschaffen. Das rief Irritationen hervor. "Der Beschluss wurde wieder geändert", berichtet jetzt Pfarrerin Edina Dancs. Sie arbeitet als Jugendpfarrerin für die gesamte Kirche und leitet den sog. Lidia-Dienst, den die Frauenarbeit des GAW unterstützt. Hier geht es um das Angebot von Seminaren und Fortbildungen für Frauen der Kirche, die Verantwortungen in ihren Gemeinden haben. Zudem predigt Edina immer wieder, wenn sie von Gemeinden gebeten wird. In Beregszasz kommt das öfter vor, denn hier gibt es jeden Tag Gottesdienste. "Als Frauen werden wir anerkannt", fährt Edina fort. "Es gibt keine Einschränkungen. Nur dürfen wir nicht die Leitung einer Gemeinde bekommen." Auf die Frage nach dem Warum weicht sie aus und verweist auf den Bischof der Kirche. 
Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, denn von den derzeitigen 45 Studierenden in Ungarn sind 50 % Frauen. Und gibt es immer noch freie Pfarrstellen in Transkarpatien.  Die Gemeinden sind in ihren Entscheidungen autonom und könnten sich für eine Frau ins leitende geistliche Amt wählen. Nur sind die Presbyterien weitgehend von Männern besetzt. Theologisch gibt es insofern keine Einwände mehr.

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