Freitag, 23. März 2012

Ein überkonfessioneller "Heiliger" - zum Todestag von Oscar Romero

Am 24. März 1980 wurde Erzbischof Óscar Arnulfo Romero y Galdámez beim Feiern des Heiligen Abendmahles ermordet, weil er sich an die Seite der Opfer eines brutalen Regimes stellte. Er wurde zum konsequenten Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, als er als Erzbischof mitbekam, wie gerade die Armen seines Landes zu Opfern wurden. Aus der Heiligen Schrift heraus nahm er Kraft für seinen Einsatz. Er sagte über sie: " Man kann Gottes Wort nicht von der geschichtlichen Wirklichkeit trennen, in der es verkündet wird. Es wäre dann nicht Gottes Wort. Es wäre Geschichte, es wäre ein frommes Buch, eine Bibel, die nur ein Buch ist in unseren Bücherregalen. Es wird Gottes Wort, indem es belebt, erleuchtet, gegenüberstellt, zurückweist, lobt, was heute in unserer Gesellschaft vor sich geht." 
Er wurde als Katholik auch Vorbild für viele Protestanten. Und hier merkt man, wie Kirche, wenn sie verfolgt wird, über die Konfessionsgrenzen hinaus miteinander verbindet. 

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