Donnerstag, 8. März 2012

Das Friedrich-Karle -Heim der ILCH in Santiago

101-jährige Bewohnerin aus Düsseldorf
Dacherneuerung durch das GAW
"Ein Foto von mir dürfen Sie machen, aber bitte schreiben Sie nicht meinen Namen", bat mich eine 101jährige Bewohnerin des Friedrich-Karle-Altersheimes der Iglesia Luterana de Chile (ILCH) in der Avenida Lyon. 1911 wurde sie in Düsseldorf geboren. 1935 kam sie zum ersten Mal nach Chile. Ihr Mann fand hier Arbeit. Beide Kinder hat sie überlebt und hat keine Verwandten mehr in Chile. "Ich habe es nicht leicht gehabt in meinem Leben. Aber das hat mich auch stark gemacht", sagt sie. "Ich bin froh, hier zu sein. Das kann ich mir gerade noch leisten."
Ein gutes Altersheim kostet sehr viel. Im Friedrich-Karle-Altersheim werden auch Menschen aufgenommen, die nicht so viel bezahlen können. Die ILCH hat schon in den 60er Jahren dank einer Erbschaft begonnen, ein Altersheim aufzubauen. Es gab damals die Notwendigkeit, sich um die älter werdenden Mitglieder der deutschstämmigen "Lota"-Gemeinde zu kümmern. So wird die große Erlöserkirchengemeinde genannt, die sich in der Avenida Lota befindet.  Damals wurde auch noch sehr viel Wert auf die deutsche Sprache gelegt. Das hat sich durchaus verändert, auch wenn nach wie vor viele deutschsprachige das Heim bewohnen, das Platz für ca. 45 Bewohner bietet. 33 Mitarbeitenden sind von der Gemeinde angestellt.
Verantwortlich für das Funktionieren des Hauses ist ein Vorstand, der sich rührend um die Bewohner kümmert und dem Heim eine besondere Atmosphäre verleiht. "Hoffentlich kommen mal wieder Freiwillige dazu", sagt Frau Wagner, Ehefrau des ehemaligen Pfarrers der Lotagemeinde, Richard Wagner. Das ist nicht einfach. Viele Gemeindeglieder sind weiter in den Norden der Stadt gezogen und die Fahrt zum Heim ist bei dem Straßenverkehr in Santiago nicht  angenehm. In den kommenden Jahren wird man entscheiden müssen, wie es mit dem Altersheim weiter geht. Ideen für die Zukunft gibt es.
Das GAW half nach dem Erdbeben bei der Reparatur des Daches eines Hauses. Die Frauenarbeit unterstützte vor zwei Jahren die Erneuerung der Heizungsanlage mit einer beträchtlichen Summe. - Pfarrer Enno Haaks

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