Montag, 27. Februar 2012

Evangelisch in Lateinamerika - Besuche bei Partnern

"No soy evangélico", sagte ich in meinem ersten Jahr in Chile, als es um die letzte Volkszählung ging. Es wurde nach der Religionszugehörigkeit gefragt. Für Lutheraner gab es keine extra Zeile zum Ankreuzen. "Ich bin nicht evangelisch," so müsste man übersetzen. Und genau da passt die deutsche Übersetzung nicht auf das, was im Spanischen gemeint ist. Als "Evangélico" bezeichnet man die Pfingstbewegung, die Charismatiker, die Neu-Pfingstbewegung (Neopentecostales). Es ist ein Sammelbegriff! Und es ist gleichzeitig eine Bewegung, die sehr vielgestaltig ist. Unsere unierten und lutherischen Partnerkirchen in Lateinamerika werden als "Iglesias historicas" oder als "Iglesias protestantes" bezeichnet. Sie passen nicht in den Sammelbegriff hinein und grenzen sich oft genug bewusst von dieser Bewegung ab.
Fünf evangelische Partnerkirche stehen ab Mittwoch auf dem Besuchsprogramm des Generalsekretärs des GAW und der Geschäftsführerin des GAW-Baden, Pfarrerin Andrea Schweizer. Gemeinsam werden sie die beiden lutherischen Kirchen in Chile besuchen und dabei vor allen Dingen die Projekte anschauen, die mit Hilfe der Erdbebensonderhilfe wieder hergerichtet und renoviert werden konnten. Andrea Schweizer setzt ihre Reise bei der argentinisch unierten Kirche (IERP) fort, während der Generalsekretär die lutherischen Kirchen in Bolivien, Peru und Kolumbien besuchen wird.
Im Blog und auf Facebook berichten wir regelmäßig von den Eindrücken der Reise. - Pfarrer Enno Haaks

Keine Kommentare: