Dienstag, 17. Mai 2011

Vereinigung der Methodisten und Presbyterianer auf gutem Weg

Seit Langem bestehen Bemühungen, daß sich die Methodistische und die Presbyteriansiche Kirche in Portugal vereinen. Sinnvoll ist das, denn beide Kirchen sind klein. Zu jeder Kirche gehören ca. 3.000 Mitglieder. Während die Methodistische Kirche mehrheitlich im Norden ihre Gemeinde hat, sind die Presbyterianer im Süden und im Zentrum zu finden.
Am vergangenen Wochenende hat die Synode der Methodistischen Kirche wesentliche Entscheidungen getroffen: drei Dokumente wurden verabschiedet, die die theologischen Fragen klären. Darunter ist ein neu formulierter Katechsimus, der die bekenntnismäßige Grundlage der vereinten Kirche bilden wird. Mitte Juni wird die Presbyteriansche Kirche diesen Schritt auf ihrer Synode nachholen. Hier wird dann ein Dokument gemeinsam unterzeichnet, das die Vereinigung formell beschließt. Nur der Zeitplan fehlt dann noch. Man hofft, daß 2013 das Jahr der neuen Kirche werden wird.
In ethischen Fragen sind sich die Kirchen weitgehend nahe, was z.B. Fragen zur Homosexualität und zur Abtreibung betrifft. Hier teilt man weitgehend die Haltung liberaler Kirchen. Bei diesen Fragen könnte es zu Spannungen kommen mit den afrikanischen Emigrantengemeinden, die sich in beiden Kirchen finden. Diese sind in der Regel konservativer. Das Beispiel der Waldenser zeigt aber, dass man miteinander Kirche gut sein kann mit unterschiedlichen Kulturen. - Pfarrer Enno Haaks

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