Donnerstag, 30. September 2010

Auf der "Via Sacra"

In Cunewalde steht die größte
evangelische Dorfkirche Deutschlands.
In Sachsen, Polen und Tschechien existiert inzwischen wieder ein Pilgerweg, der in der Tradition des Jakobsweges wiederbelebt wurde. Spannend ist es, sich die Stationen und Länder anzuschauen, auf dem dieser Teil des weiten Pilgernetzwerkes liegt. Mit den MitarbeiterInnen der Zentrale des GAW haben wir an vier Stationen Halt gemacht und innegehalten: Bautzen mit dem großen Simultanbau, Cunewalde, Herrnhut und die Zittauer Fastentücher sind eingebunden in diesen Weg der Kontemplation. Für uns als GAW ist es gut, solche Traditionen wahrzunehmen, die auch die Bereiche und Kontexte unserer Partnerkirchen berühren. Auf einigen Stationen der "Via Sacra" finden sich auch Partnergemeinden des GAW, die eine Förderung erhielten. - Pfarrer Enno Haaks

Dienstag, 28. September 2010

Mitten in der Diaspora

Am Freitag Abend durfte ich in der Motette in der Thomaskirche predigen. Volle Kirche! Wunderbare Musik! Das tat gut!
Am Sonntag dann Gottesdienst in der Nähe Leipzigs: zwei Kirchenvorsteher mit ihren Ehefrauen, 4 Männer aus der benachbarten Suchtanstalt, drei Gemeindemitglieder und meine Frau mit unseren Töchtern. Das alles in einer wunderschönen alten liebevoll restaurierten Kirche. Mitten in der Diaspora! 
Zwei gegensätzliche Erfahrungen! Zum Stärken der Diaspora gehört auch, wahrzunehmen, in welchem Kontext wir selbst leben, wie wir es aushalten, manchmal nur noch eine kleine Schar zu sein - und bei allem Gott allein die Ehre zu geben. - Pfarrer Enno Haaks

Samstag, 25. September 2010

Diaspora heißt Opfer bringen

In der vergangenen Woche bekamen wir Besuch von einem Kirchenvorsteher eines Dorfes aus der Nähe von Chemnitz. Er zeigte uns Bilder eines Bauprojektes in Litauen. Mit viel Engagement haben er und zahlreiche Mitstreiter es geschafft, in mehreren Etappen an einer Kirche ein Kinderheim anzubauen. Die Materialien wurden u.a. vom GAW finanziert. Die Arbeitsleistung erbrachte er mit seiner Bautruppe. U.a. sind seine vier Söhne -alle Handwerker - mit dabei. Er sagt: "Ich will, daß sie sehen, wie Menschen in Europa teilweise leben müssen. Im März will er das im PK 2010 ausgewiesene Drogenrehabilitationszentrum mit sanieren helfen.
Diese selbstlos Geschichte eines engagierten Christen hat mich berührt! Er selbst sagt: "Ich bekomme so viel zurück, auch wenn ich auf viel verzichte und selbst meinen Urlaub opfere."
Im Friedensgebet des Franz von Assisi heißt es: "Denn wer sich hingibt, der empfängt; wer sich selbst vergisst, der findet." - Pfarrer Enno Haaks


Mittwoch, 22. September 2010

Sprache und Herausforderungen in der Diaspora

Helmut Frenz in Hamburg
Launig erzählte Helmut Frenz auf seiner Lesung in Hamburg in der Hauptkirche St. Trinitatis Altona wie er es schaffte, nachdem er schon einige Zeit in Chile ohne Spanischkenntnisse lebte und arbeitete, einen Sprachkurs machen zu können. Hinter der launigen Geschichte verbirgt sich ein tieferer Kern. In seiner Zeit war es in der lutherischen Kirche scheinbar nicht nötig oder nicht gewünscht, die Sprache des Landes zu erlernen. Man sprach Deutsch und wollte, dass der Pfarrer in Deutsch arbeitete. Das ging aber nur noch bedingt.
Hier wiederholt sich etwas, was bis in unsere Zeit gilt. Man muß die Sprache des Landes verstehen und sprechen, um dann auch in die Fragen und Herausforderungen einer Gesellschaft einsteigen zu können und handeln zu können. Wenn es im Johannesevangelium heißt: „Das Wort ward Fleisch“, dann ist auch gemeint, sich anzustrengen, heimisch zu werden, zu verstehen, zu hören, wahrzunehmen, um dann auch handeln zu können.
Erst die Sprachfähigkeit machte es Helmut Frenz möglich, sich für Menschenrechte in Chile einzusetzen und den Weg zu gehen, den er gegangen ist. - Pfarrer Enno Haaks

Dienstag, 21. September 2010

Arnd Brummer auf der Vertreterversammlung in Osnabrück

"Ihr müßt Geschichten erzählen, die sich selbst erklären!" riet der Chefredakteur des Evangelischen Monatsheftes Chrismon auf der Vertreterversammlung des GAW in seinem Vortrag. "Geschichten, die lebendig sind, werden gehört!" - In diesem Sinne hat des GAW viele Geschichten zu erzählen, denn allein der Projektkatalog, das Herzstück des GAW, ist ein Katalog voller Geschichten aus der Diaspora. Oft sind es Geschichten eines großen Einsatzes von Menschen evangelischen Glaubens, die es nicht einfach haben, ihre Gemeinden oder ihre diakonische Arbeit lebendig zu halten. Diese Geschichten wollen wir weitererzählen und für die Minderheiten werbend in unserem Kontext einstehen. - Pfarrer Enno Haaks

Montag, 20. September 2010

Mission und Diaspora - Vertreterversammlung in Osnabrück

Wie verhalten sich "Mission" und "Diaspora" zueinander? Wie reagieren wir als Diasporawerk der EKD darauf, daß zunehmende Fragen der Diasporaarbeit von Landeskirchen immer stärker von  Missions- und Ökumenedezernaten oder -werken übernommen werden? Werden damit die Besonderheiten der Diaspoararbeit, die in vielen Landeskirchen Verfassungsrang haben noch berücksichtigt? Dies war in einer ersten Aussprache zum Bericht des Vorstandes des GAW ein wichtiger Diskussionspunkt. Unsere Hauptgruppe Sachsen arbeitet inhaltlich an diesen Fragestellungen. In einer kommenden Vertreterversammlung soll dazu in einem erweiterten Kontext gearbeitet werden. - Pfarrer Enno Haaks

Sonntag, 19. September 2010

Fest der Kulturen und GAW-Vertreterversammlung in Osnabrück

Ein buntes Fest der Kulturen findet heute am Beginn der Vertreterversammlung des GAW in Osnabrück rund um die St. Marienkirche statt. Köstlichkeiten aus Spanien, Serbien, Polen, Rußland und anderen Ländern, in denen wir Partnerkirchen unterstützen kann man probieren. Eine gelungene und nicht geplante  Verbindung, um auf den Geschmack zu kommen, sich von "Fremden" nicht verunsichern zu lassen. Wir setzen uns in unserer Arbeit für Diaspora damit permanent auseinander. Das paßt zu unserem Auftakt in Osnabrück! - Pfarrer Enno Haaks

Freitag, 17. September 2010

"Der Papst in der tiefsten Diaspora!"

Mit diesen Worten moderierte Marietta Slomka im Heute-Journal am 16. September eine kurze Reportage über den umstrittenen Papstbesuch Benedikts XVI. in Großbritannien an. Der Papst und Großbritannien - eine Geschichte voller Hürden und Misstrauen. Die erste Begegnung zwischen Königin Elizabeth II. und Benedikt XVI. war "familiär und freundlich", hieß es. - Ich muß gestehen, dass ich im Fernsehen noch nie das Wort Diaspora gehört habe. Es ist ein kaum noch geläufiges Fremdwort geworden.
Diaspora –  für katholische wie für evangelische Christen ist es in der Geschichte nie leicht gewesen, unter einer mehrheitlich anderen christlichen Konfession zu bestehen, besonders dann, wenn die Mehrheitsreligion sich mit einer Loyalität zum Staat verbindet. Diaspora – das heißt oft, als Minderheit sich am Rande der Gesellschaft zu befinden. Davon können katholische Christen im Kontext der anglikanischen Kirche erzählen, oder evangelische Christen in Spanien im Kontext der katholischen Kirche. Dabei muß immer wieder daran erinnert werden, dass Diaspora ein Wesensmerkmal von Kirche ist – seit Beginn des christlichen Glaubens. Diaspora heißt so dann auch, frei zu bleiben gegenüber jeglicher Form von Vereinnahmung seitens irgendeinen Staates. Und es heißt, dass man Minderheiten zur Seite stehen muß, denn sie haben großen Kirchen etwas zu sagen – und besonders Demut zu lehren. – Pfarrer Enno Haaks

Donnerstag, 16. September 2010

GAW Württemberg in Litauen

Ulrich Hirsch
Der Geschäftsführer des GAW Württemberg, Ulrich Hirsch, leitete eine Reisegruppe vor Kurzem nach Lettland und Litauen. Dort wurden verschiedene vom GAW geförderte Projekte besucht. Aus Litauen berichtet er nach einem Gespräch mit Bischof Mindaugas Sabutis Folgendes: Die kleine lutherische Kirche leidet wie die gesamte Bevölkerung unter einem "Exodus". Zur Zeit verlassen durchschnittlich 300 Menschen täglich Litauen aus wirtschaftlichen Gründen. Eltern lassen dabei häufg ihre Kinder bei den Großeltern zurück. Manchmal landen die Kinder in Waisenhäusern. So entvölkert sich das Land langsam und soziale Probleme wachsen. - Durschschnittlich verdienen die Menschen zwischen 300 und 500 Euro. Renten liegen zwischen 150 und 200 Euro. Wobei die Lebenshaltungskosten nicht weit unter europäischem Durchschnitt liegen. Die kleinen Gemeinden haben deshalb auch keine hohen Einnahmen. An Bauerhaltung und andere Investitionen ist kaum zu denken. - Pfarrer Enno Haaks

Mittwoch, 15. September 2010

Hungerstreik und verschüttete Bergarbeiter in Chile

33 Minenarbeiter sind seit dem 5. August in 700 Metern Tiefe eingeschlossen. Die Welt bangt mit, ob die Rettung gelingt. Nur -  Lohn bekommen sie keinen mehr.
Demonstration in Santiago für die
hungerstreikenden Mapuche
32 gefangene Mapuche-Indianer sind seit dem 12. Juli im Hungerstreik und die chilenischen Medien berichten kaum bis gar nicht. Ein befreundeter Menschenrechtler sagt mir: Die Mapucheregion ist „Kriegsgebiet“. Besonders wirtschaftliche Interessen kollidieren mit den Interessen der Mapuche, die eine lange Leidensgeschichte hinter sich haben. Ein Antiterrorismusgesetz aus der Pinochetdiktatur wird auf die sich widersetzenden Mapuche angewendet.
Neun Jahre habe ich in Chile gelebt. Der Hungerstreik der Mapuche und die verschütteten Bergarbeiter lassen all die Erinnerungen an dieses wunderbare und ambivalente Land hochkommen. Das Land ist gespalten. Und besonders die sozialen Verwerfungen machen Chile zu schaffen. Das spürt man überall. Am eigenen Leib habe ich erlebt, wie schwer es ist, Versöhnung zu leben, wenn sie nicht mit Gerechtigkeit einhergeht. Es haben nicht alle die gleichen Bedingungen, um z.B. eine gute Ausbildung zu bekommen. Oft genug spielt die Hautfarbe, der Name oder die Herkunft eine Rolle, um voranzukommen. - Pfarrer Enno Haaks

Dienstag, 14. September 2010

Theologische Fakultät Leipzig und die Stipendiaten des GAW

Zur Zeit befinden sich unsere neuen GAW-Stipendiaten im Sprachkurs. Im Oktober beginnt das Wintersemester  und damit ein Jahr neuer Erfahrungen.
Dabei befindet sich die Theologische Fakultät in keiner einfachen Situation. Nachdem sie vor dem 2. Weltkrieg noch die führende Fakultät in Deutschland war, wurde es zu DDR-Zeiten schwierig. Sie führte ein Schattendasein. Untergebracht war sie seitdem in einem Provisorium. Das gilt bis heute. Ca. 1.000.000 Euro Miete muß die Fakultät an den Eigentümer des derzeitig genutzten Gebäudes bezahlen. Der Vermieter will erhöhen und möglichst die Fakultät Ende 2012 aus dem Haus haben. Eine Alternative gibt es in einem landeseigenen Gebäude in Nähe der Zentralbibliothek der Uni. Für den Umbau wurden Gelder aus dem Landeshaushalt versprochen. Nur wurden diese jetzt nicht in den Doppelhaushalt des Landes eingestellt. Was geschieht mit der Fakultät? Das ist uns als GAW nicht egal, da wir durch unsere Stipendiaten und durch das Diasporawissenschaftliche Institut eine enge Verbundenheit haben und wir daran interssiert sind, daß die Fakultät wieder einen hohen Stellenwert gewinnt. Nach der Anzahl der Theologiestudenten ist sie inzwischen die drittgrößte Fakultät in Deutschland. - Mit dem Landtagsabgeordneten Sebastian Gemkow und dem Dekan Professor Fitschen fand heute dazu ein Gespräch in der Zentrale des GAW statt. - Pfarrer Enno Haaks

Samstag, 11. September 2010

Nueva Germania in Paraguay (IERP)

Nicolás Rosenthahl zu Besuch
in der GAW Zentrale
Die Gemeinden der Evangelische Kirche am La Plata (IERP) sind nahezu über das gesamte Territorium von Argentinien, Paraguay und Uruguay verstreut. Eine der nördlichsten Gemeinden befindet sich circa 150 km nördlich von Asunción in Nueva Germania.
Bei einem Besuch in der Zentrale erzählte mir der neue Diakoniebeauftragte Nicolás Rosenthahl aus der Geschichte:
Nueva Germania wurde um 1886 von Bernhard Förster, Elisabeth Förster-Nietzsches Ehemann, sowie einer Handvoll deutscher Siedler gegründet. Förster, ein bekannter Antisemit, plante mit der Gründung von Nueva Germania eine Art Zufluchtsort für die „arische Rasse“ in Südamerika aufzubauen. Hier sollte der von Nietzsche idealisierte „Übermensch“ enstehen. Die deutschen Siedler waren jedoch nicht vorbereitet auf die Bedingungen in Südamerika und schafften es nicht, sich anzupassen. Die Kolonie verfiel in Hunger und Armut. Die übriggebliebenen Nachfahren der Siedler sind immer noch dort anzutreffen. Von ihnen hört man teilweise heute noch: „Wir sind die Übriggebliebenen und hatten kein Geld, zurückzukehren.“ - Nach dem Suizid Försters, der die Vermischung der Siedler mit einheimischen Indios nicht verhindern konnte, setzte der Niedergang der Kolonie ein. Gewisse propagandistische Bedeutung erfuhr das Projekt wieder in der Zeit der Diktatur des deutschstämmigen Alfredo Stroessner. - Pfarrer Enno Haaks

Freitag, 10. September 2010

GAW und Menschenrechte

Pfarrer Stier, Helmut Frenz und
Bischof Schindehütte
"Das Eintreten für die Menschenrechte ist eine Christenpflicht!" unterstrich EKD Auslandsbischof Schindehütte sichtlich beeindruckt, nachdem Helmut Frenz aus seinem Buch ".. und ich weiche nicht zurück" in der Kreuzkirche in Hannover gelesen hatte. U.a. erzählte er von der Begegnung mit dem chilensichen Diktator General Pinochet, der ausdrücklich Folter als legitimes Mittel politischen Handelns rechtfertigte. Eine weitere Passage erzählte von der Ermordung eines Vietnamesen, der in Frenz Namen verhaftet, gefoltert und ermordet wurde, als er vier Sozialisten in eine sichere Botschaft bringen sollte.
Das Eintreten für Menschenrechte wächst aus dem Erinnern an die Opfer der Geschichte. Deshalb sind solche Geschichten wie die von Helmut Frenz, dem ehemaligen lutherischen Bischof in Chile, wichtig wachzuhalten. Und hier merkt man, wie unsere Diasporapartner auch gefordert sind in ihrem kirchlichen Handeln, wenn sie ernst machen wollen mit der Aufforderung Jesu "so tue ebenfalls", nachdem er vom Samariter erzählte, der zufällig des Weges kam. Die Not des Nächsten ist ihm zugefallen. - Pfarrer Enno Haaks

Montag, 6. September 2010

Gruß aus Athen

Jetzt im September hat Pfarrer René Lammer seinen Dienst in Athen/Griechenland begonnen. Er konnte dank einer Unterstützung des GAW in ein frisch renoviertes Pfarrhaus einziehen. Heute erreicht uns per Mail ein erster erleichterter Dank. Rene Lammer war Pfarrer in Chile, Costa Rica und in der EKD-Zentrale in Hannover. - Unsere protestantischen Partner in Griechenland haben es z.Zt. nicht leicht auf Grund der Wirtschaftskrise, die das Land durchlebt. Trotzdem erreichen uns Nachrichten, wie gerade jetzt ihre Stimme nötig ist. Vor kurzem schrieb ein Pfarrer: "Wie wichtig wäre es, daß die große orthodoxe Kirche in Griechenland ihre prophetische Stimme erhebt, um auch auf Korruption und Mißbrauch des Staates hinzuweisen. Aber sie sind zu stark mit dem Staat verwoben, als daß sie die Kraft dazu hätten." Seine Kirche stzt sich z.B. für Roma ein, die aus den umliegenden Staaten in Griechenland Zuflucht suchen. - Pfarrer Enno Haaks

Sonntag, 5. September 2010

Jahresfest GAW im Rheinland

Glauben verbindet - über Grenzen und Kulturen hinweg
Pastorin von Kirchbach im Gespräch mit
Pfarrer Enno Haaks
Die Hauptgruppe des Rheinlandes feierte ihr Jahresfest Anfang September in der Lutherkirchengemeinde in Bonn. Geladen war neben einer italienischen Pastorin, die jetzt in Württemberg arbeitet, eine Konfirmandengruppe aus Paris mit ihrer Pastorin Agnes von Kirchbach. Sie arbeitet in einer multikulturellen Gemeinde in der Millionenmetropole. Sie erzählte lebendig und fesselnd von ihrer facettenreichen Arbeit. Beeindruckend war, wie sie davon sprach, was Menschen verbinden kann, wenn kulturelle, soziale, ökonomische und andere Verbindungen zwischen Menschen nicht bestehen. Eine große Aufgabe, die aus dem Evangelium erwächst ist, eine Sprache zu finden, die die Trennungen und Unterscheidungen nach Hautfarbe, Einkommen, Herkunft durchbricht. Das Evangelium integriert und hat die Kraft, andere wahrzunehmen, sich zu öffnen und auch vor dem Fremden nicht zurückzuschrecken. 
Unser GAW kann so viele Geschichten erzählen von kleinen Kirchen, die mit Wort und Tat das tun, was notwendig ist: integrieren und nicht ausgrenzen, in dem anderen immer den Bruder/die Schwester zu sehen, die mir Gott an die Seite stellt. - Enno Haaks

Donnerstag, 2. September 2010

"Luther 2017" und das GAW







Logo der Lutherdekade
Als ältestes evangelisches Hilfswerk hat das GAW eine lange Geschichte hinter sich und diverse Reformationsjubiläen begleiten können. Seit dem Jahre 2008 wird nun innerhalb einer Dekade von Wittenberg aus das nächste große Jubiläum vorbereitet: 500 Jahre Erinnerung an den Thesenanschlag Martin Luthers! - Mit Prälat Dorgerloh fand in Wittenberg ein Sondierungsgespräch statt, wie wir als GAW im Rahmen der Lutherdekade vorkommen können und was wir leisten können, um den Gedanken der längerfristigen Vorbereitung auf das Reformationsjubiläum in unsere Diasporapartnerkirchen weltweit hineintragen können. Bisher haben sich folgende Ergebnisse herauskristallisiert:

- Im Rahmen der Projekte für die Innerdeutsche Diaspora beteiligen wir uns an der notwendigen Sanierung der Stadtkirche Wittenberg bis zum Jahr 2017 jährlich mit 10.000 Euro. Diese Summe soll in der weltweiten Diaspora beworben werden. Als Predigtkirche Luthers hat sie weltweit besondere Bedeutung und symbolisiert quasi die weltweite Verbundenheit evangelischen Glaubens.
- Das Gustav-Adolf-Blatt wird ebenfalls ab 2011 als Forum genutzt, um den Gedanken 500 Jahre Reformation weiterzutragen.
- Mit unseren Kontakten in die Diaspora werden wir uns an einer Wanderausstellung beteiligen zur Reformationsgeschichte.
Wir hoffen sehr, daß wir uns durch diese Beispiele aktiv in die Vorbereitungen einbinden können.
Pfarrer Enno Haaks